Inkonstant und wacklig: Die Saison-Zeugnisse der FC-Bayern-Abwehr | OneFootball

Inkonstant und wacklig: Die Saison-Zeugnisse der FC-Bayern-Abwehr

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Mit 37 Gegentoren in der Liga zeigte sich die Bayern-Defensive alles andere als sattelfest. Zwar verbesserte man sich im Vergleich zur Vorsaison (44 Gegentore), die Abgänge von Alaba und Boateng scheint man dennoch (noch) nicht vollends abgefangen zu haben. Auch konnte sich kein Verteidiger wirklich als Abwehrchef in den Vordergrund spielen. Das LIGABlatt mit Teil eins der FCB-Saison-Zeugnisse.

Alphonso Davies: Aufgrund einer Herzmuskelentzündung nach seiner Corona-Infektion fiel der Kanadier knapp drei Monate aus. Der Verlust des 21-Jährigen sollte dann Konsequenzen haben, denn die Bayern konnten ihn keinesfalls ersetzen. Im CL-Viertelfinale kehrte Davies dann zurück in die Startelf, man merkte ihm allerdings die fehlende Spielpraxis an. So konnte er nach einer starken Hinrunde in den restlichen Partien der Rückrunde der Mannschaft nicht wirklich helfen. (Note: 3)

Niklas Süle: Nachdem sein Abschied zum Rivalen Dortmund offiziell bekanntgegeben wurde, stand der 26-Jährige vor allem medial des Öfteren im Rampenlicht. Vor allem ein öffentlich ausgetragener Disput mit Ehrenpräsident Hoeneß, der das Fehlen von Süle im letzten Spiel in Wolfsburg kritisierte, sorgte letztlich auch dafür, dass der Nationalspieler einen unglücklichen Abschied von den Bayern hatte. Sportlich spielte der Innenverteidiger weitestgehend solide, ohne jedoch groß in Erscheinung zu treten. (Note: 3,5)

Lucas Hernández: Der 80-Millionen-Mann spielte über weite Strecken der Saison ordentlich. Die Defizite im Spielaufbau offenbarte der Franzose auch in der Rückrunde. Da seine Stärken im Zweikampfverhalten liegen, tat der Weltmeister von 2018 der Bayern-Abwehr in der Hinsicht sehr gut. Mit Blick auf die kommende Saison wird es für den gesetzten Verteidiger vorwiegend darum gehen, sich im Aufbauspiel zu verbessern. (Note: 3)

Dayot Upamecano: Auch in der Rückrunde offenbarte der für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig gewechselte Innenverteidiger Schwächen in der Defensive. Die gezahlte Ablösesumme rechtfertigt der Franzose bisher noch nicht. Angesichts seines jungen Alters von 23 Jahren, wird man noch die kommende Saison abwarten müssen, ehe man von einem Transfer-Flop sprechen kann. Zumindest die letzten Partien der Saison machen Mut, denn der Franzose zeigte sich deutlich stabiler. (Note: 4)

Benjamin Pavard: Für den 26-Jährigen war es wohl die letzte Saison, in der er auf der Rechtsverteidigerposition auflaufen wird. Defensiv ist der Franzose unumstritten als einer der konstantesten Spieler bei den Bayern zu sehen. Die Schwächen in der Offensive zogen sich auch in der Rückrunde weiter, denn Pavard konnte lediglich zwei Assists beisteuern. Mit Mazraoui von Ajax steht ein deutlich offensiver Rechtsverteidiger in der kommenden Saison zur Verfügung, weshalb Pavard aller Voraussicht nach auf die angestammte Position als Innenverteidiger rücken wird. (Note: 3)

Josip Stanišić: Die Neuentdeckung der Hinrunde musste aufgrund eines Muskelbündelrisses knapp drei Monate pausieren. Im letzten Spiel in Wolfsburg stand der Kroate in der Startelf und erzielte sogar ein Tor. Der 22-Jährige kam in der Rückrunde in der Liga nur zu fünf Einsätzen und war daher kein Faktor. In der kommenden Saison wird er sich wohl als Ersatz hinter Mazraoui einreihen müssen. Eine Leihe soll jedoch nicht im Raum stehen, weshalb man mit dem kroatischen Nationalspieler zur kommenden Saison plant. (Note: 4)

Tanguy Nianzou: Die Leistungen des Youngsters waren über die komplette Saison zu schwankend und unsicher. An Einsatzzeiten mangelte es dem 19-Jährigen aber nicht. Für ihn wird die kommende Saison zum Gradmesser, denn dann wird sich zeigen, ob das große Talent auch den Durchbruch bei den Bayern schaffen wird. (Note: 4,5)

Bouna Sarr: Der 30-Jährige spielt in der Defensive weiterhin keine Rolle. Sein Transfer lässt sich mittlerweile auch als Flop titulieren. Gut möglich, dass sich im Sommer die Wege trennen werden. (Note: 5)

Omar Richards: Ähnlich wie bei Sarr, konnte auch der Engländer sich bei den Bayern nicht in den Vordergrund spielen. Über Kurzeinsätze kam der 24-jährige Backup-Linksverteidiger nicht hinaus. Auch nach dem langen Davies-Ausfall bekam er nicht das Vertrauen. Im Sommer ist auch in dieser Personalie ein Abgang möglich. (Note: 5)

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

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