Im Elfmeterschießen: Horn rettet Köln, HSV-Blamage abgewendet

Onefootball

Matti Peters

Artikelbild: Im Elfmeterschießen: Horn rettet Köln, HSV-Blamage abgewendet

Die Abendspiele der Erstrundenspiele am Sonntag boten erneut jede Menge Pokalfight. Der 1. FC Köln und der Hamburger SV müssen nachsitzen und kommen erst im Elfmeterschießen weiter. Duisburg gibt sich keine Blöße.

SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Köln 5:6 n.E. (3:3, 2:2, 0:2)

Die Geißböcke hatten zwar Startprobleme, fanden allerdings mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Partie. Die Wiesbadener haderten mit ihrem Chancenwucher und der 1. FC Köln schlug kurz vor der Pause zweimal eiskalt zu. Erst köpfte Cordoba zur Führung, dann netzte Kainz per sehenswertem Seitfallzieher.

Die zweite Hälfte verlief dann zunächst komplett anders. Wehen war direkt am Drücker und kam per Doppelschlag von Jeremias Lorch innerhalb von 180 Sekunden zum viel umjubelten Ausgleich in der Brita-Arena. Trotz großem Aufwand kamen weder die Kölner, noch die Hausherren zu einem weiteren Treffer.

Terodde hatte noch die beste Chance. Aus weniger als einem Meter scheiterte er per Kopf am starken Wehen-Keeper Watkowiak. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Das tat sie auch. Und wie. Louis Schaub hämmerte die Geißböcke per Super-Volley erneut in Führung und kurz vor dem Abpfiff vollendete Daniel-Kofi Kyereh erneut das Comeback. Die brutalste Form der Entscheidung musste her – Elfmeterschießen. Timo Horn wurde mit drei gehaltenen Versuchen zum Matchwinner.

Tore: 0:1 Cordoba (39.), 0:2 Kainz (42.), 1:2 Lorch (53.), 2:2 Lorch (56.), 2:3 Schaub (107.) 3:3 Kyereh (118.)


Chemnitzer FC – Hamburger SV 7:8 n.E. (2:2, 2:2, o:o)

Der Favorit aus der Hansestadt tat sich gegen gut sortierte Gastgeber von Beginn an schwer. Zwar hatten die Rothosen teilweise bis zu 66 Prozent Ballbesitz, wirklich zwingende Aktionen gab es jedoch nicht zu bestaunen. Es sah nach einem Geduldspiel für den HSV aus.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie gehörig an Fahrt auf. Erst verwandelte Bozic einen etwas fragwürdigen Handelfmeter für Chemnitz, im Gegenzug gelang HSV-Neuzugang Hinterseer der Ausgleich. Doch der währte nicht lang. Nach einer Ecke schlief der Torschütze von eben und ließ Langer in Ruhe einköpfen.

Auf die erneute Antwort der Hamburger musste man wieder nicht lange warten. Sonny Kittel verwandelte per direktem Freistoß zum 2:2. Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnte kein Team sich nochmal auf der Anzeigetafel eintragen. Somit ging es zum Nachsitzen. In der Verlängerung verfehlte Narey nur knapp die Entscheidung. Seine Direktabnahme touchierte noch den Querbalken. Nach 120 Minuten ging es in die Lotterie vom Punkt. Als 14. Schütze bescherte Adrian Fein dem HSV den Einzug in die zweite Runde.

Tore: 1:0 Bozic (57.), 2:0 Hinterseer (62.), 2:1 Langer (68.), 2:2 Kittel (75.)


MSV Duisburg – Greuther Fürth 2:0 (2:0)

Die Zebras legten vor heimischen Publikum los wie die Feuerwehr. Nach knapp vier Minuten schlenzte Daschner die Kugel furios in den Giebel. Kurze Zeit später erhöhte Albutat auf 2:o. Die Fürther fanden im Anschluss besser in das Duell und trugen zu einem DFB-Pokalrekord bei. Beide Mannschaften feuerten innerhalb der ersten Halbzeit 25 Torversuche ab. Jubeln konnten aber nur die Hausherren.

Im zweiten Durchgang waren die Gäste nicht erfolgreicher. Es flog zwar eine Flanke nach der anderen durch den Duisburger Strafraum, Abnehmer fanden sich hingegen selten. Somit zog der Drittligist verdient in die zweite Pokalrunde ein.

Tore: 1:0 Daschner (4.), 2:0 Albutat (14.)