IFAB: Zusätzlicher Wechsel nach Kopfverletzungen und neue Handspielregel bahnen sich an

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News | Heute fand ein Treffen der Regelhüter Fußball- und Technik-Beratungsgremiums des IFAB (International Football Association Board) statt. Die Experten kamen zum Schluss, dass eine zusätzliche Wechseloption im Falle einer Kopfverletzung geprüft werden soll und weitere Klärung der Handspielregel notwendig sei. 

IFAB: Zusätzliche Wechseloption

Die Beratungsgremien des IFAB haben sich heute per Videokonferenz zusammengefunden und befassten sich mit einigen Vorschlägen zur Zukunft des Fußballs. Nachdem UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (53) zuletzt für eine Überarbeitung der Handspielregel plädierte, haben sich heute auch die Regelhüter für spezifischere Definitionen ausgesprochen. Der Wortlaut der Fassung von 2019/20 wurde in der Vergangenheit nicht immer gleich ausgelegt. Abhilfe soll eine genauere Definition der „unnatürlichen Vergrößerung“ des Körpers im Kontext eines Handspiels leisten. Dadurch könnten die Schiedsrichter, die nicht jede Ballberührung mit der Hand oder dem Arm als Regelverstoß ahnden sollen, klarere Entscheidungen treffen können. Schon bald könnten Testphasen starten, die am 16. Dezember bei dem „Annual Business Meeting“ der IFAB beschlossen werden könnten. Bei der Generalversammlung, die am 06. März stattfindet, könnte dann eine permanente Änderung der Handspielregel erfolgen. 

Die fünf Wechseloptionen, die aufgrund des engen Spielplans wegen der COVID-19-Pandemie eingeführt wurden, sollen laut Ansicht der Gremien beibehalten werden. Darüber hinaus wird eine zusätzliche Wechseloption nach möglichen Gehirnerschütterungen oder anderen Kopfverletzungen geprüft werden. Eine Fachgruppe, die zu dem Thema forschte, hat den Experten weitere Erkenntnisse geliefert. Der englische Verband FA hat bereits angekündigt diese Vorschläge zu unterstützen und so früh, wie möglich, im FA-Cup zu testen. 

Die Abseitsregel könnte ebenfalls nachhaltig verändert werden. Dafür sollen erst einmal weitere Tests durchgeführt werden. Man prüfe Optionen, die dazu führen würden, den Sport „attraktiver und dynamischer“ zu gestalten, wie das IFAB mitteilte. Alle Regelungen, die besprochen wurden, sollen für sämtliche Fußballebenen gültig sein, so die Gremien.

(Photo by FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images)