Hellmann: "Nicht den Pfad der wirtschaftlichen Vernunft verlassen" | OneFootball

Hellmann: "Nicht den Pfad der wirtschaftlichen Vernunft verlassen"

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Eintracht Frankfurt erfährt in zehn Tagen, gegen wen es in der Champions-League-Gruppenphase geht. Viele Fans der Hessen müssen sich wahrscheinlich noch immer kneifen, wenn ihnen der Gedanke in den Kopf schießt: Die SGE ist als Europa-League-Sieger sogar in Topf 1 vertreten und entgeht so den sportlich schwersten Losen. Axel Hellmann betont derweil, dass das Abenteuer Königsklasse den Klub nicht von seinem grundsätzlichen Weg abbringen wird.

"Wir werden ganz sicher nicht den Pfad der wirtschaftlichen Vernunft verlassen, nur weil wir uns einmal für die Champions League qualifiziert haben", so das Vorstandsmitglied gegenüber dem kicker. Abzulesen war das zuletzt wohl auch am Verkauf von Filip Kostic an Juventus. Das mag mit den großen Verdiensten des Serben für die Eintracht zu tun gehabt haben, nicht zuletzt ging es aber auch darum, einen Spieler mit auslaufendem Vertrag zu Geld zu machen. Ähnliches könnte sich diesen Sommer auch noch bei Evan Ndicka oder Daichi Kamada ereignen.

"Tätigen unsere Investitionen in den Sport mit Augenmaß"

"Wir tätigen unsere Investitionen in den Sport mit Augenmaß, haben uns gut verstärkt und sind uns sicher, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu haben", erklärt Hellmann. Eine 'Champions-League-Falle' gibt es aus seiner Sicht für Eintracht Frankfurt nicht. "Weil wir mehrjährige Pläne verfolgen und sich die Kaderkosten stark am Erfolg orientieren", so der 51-Jährige. Wenn die Mannschaft erfolgreich spielt, zahlt jeder Klub gerne mehr Geld. Grundsätzlich sieht Hellmann die Hessen aber durchaus in einer schwierigen Lage.

"Können nie fest mit europäischen Einnahmen kalkulieren"

"In dem Cluster, in dem wir uns befinden, sind die Herausforderungen besonders groß. Wir können nie fest mit europäischen Einnahmen kalkulieren, müssen aber gleichzeitig den Kader so aufstellen, dass er eine Chance hat, um die internationalen Plätze mitzuspielen", sagt Hellmann. Eintracht Frankfurt gehöre weiter dem fußballerischen Mittelstand an, sei in besonderem Maße darauf angewiesen, dass die Zuschauer große Einnahmen in die Kassen spülen. "Doch wenn sie ausbleiben, wie während der Pandemie, bekommen wir die Kosten nicht so schnell angepasst. Daher sind die großen Traditionsklubs weitaus stärker von Corona betroffen als andere."

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