Hellas vs Juventus – Unangenehme Aufgabe für die Verfolger

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Vorschau | Juventus kämpft aktuell sehr damit, den Anschluss an die Mailänder Tabellenspitze zu halten. Die heutige Aufgabe bei dem Hellas Verona FC wird dem Titelverteidiger einiges abverlangen.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 20:45 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Hellas will sich im oberen Mittelfeld halten
  • Juventus: Die Saison am Scheideweg
  • Jeder weitere Punktverlust könnte entscheidend sein

Hellas

Die italienische Traditionsverein verabschiedete sich kurz nach der Jahrtausendwende für eine lange Zeit in die niederen Ligen. Im Sommer 2013 kehrte Hellas Verona nach dieser Durstrecke zurück in die Serie A. Allerdings vermochte sich der Verein aus der Region Venetien nicht wirklich im Oberhaus zu etablieren. Seit der erwähnten Rückkehr stehen bis zum heutigen Tag zwei weitere Abstiege in die Serie B zu Buche. Der letzte Wiederaufstieg gelang im Sommer 2019 – und seitdem läuft es die Scaligeri im Hinblick auf die angesprochene Etablierung ausgezeichnet.

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Die Saison 2019/20 schloss man als Aufsteiger auf einem mehr als soliden neunten Rang ab. Auch in dem gemeinhin „verfluchten zweiten Jahr“ nach einem Aufstieg schlägt sich Hellas beachtlich. Aktuell liegt der italienische Meister von 1985 auf dem gleichen Platz wie in der vorjährigen Abschlusstabelle. Die Mannschaft von Trainer Ivan Juric (45) kann mit bisher neun Siegen sowie jeweils sieben Remis und Niederlagen auf eine äußerst solide Zwischenbilanz blicken. Mit dem Übungsleiter, der schon entscheidend die Entwicklung von Atalanta zu einer Spitzenmannschaft mitprägte, scheint Hellas einen wahren Glücksgriff gelandet zu haben. Momentan ist der Rückstand zu den Europa-League-Plätzen (9) deutlich geringer, als der Abstand zu den Abstiegsrängen (19).

In dem von Juric bevorzugten 3-4-2-1 wird dem Team vor allem ein Faktor verliehen: Stabilität. Mit 26 Gegentreffern in 23 Spielen ist Hellas für die Gegner nur schwer zu knacken. Nur einmal kassierten die Gialloblu in der laufenden Spielzeit mehr als zwei Gegentore. Zudem ist der Gastgeber fraglos in der Lage, seine Punkte auch gegen vermeintliche Favoriten einzufahren. So stehen 2020/21 bereits Siege über Atalanta, Napoli, Roma oder Lazio zu Buche. Auch gegen den heutigen Gegner entführte man im Hinspiel in der Fremde einen Zähler. Bei dem Versuch diese Errungenschaft zu wiederholen muss Juric unter anderem auf Ebrima Colley (21) und Pawel Dawidowicz (25) verzichten. Wichtig ist die Rückkehr von Federico Dimarco (23) nach einer Sperre. Auch der zuletzt angeschlagene Kapitän Miguel Veloso (34) könnte wieder eine Option für die Startelf sein.

Juventus

Der Rekordmeister befindet sich schon jetzt fraglos in den Wochen, die für die Saisonbewertung entscheidend werden. Die zehnte Meisterschaft in Folge für Juventus steht aktuell auf der Kippe. Die Bianconeri liegen zwar mittlerweile mit 45 Punkten nach 23 Spielen auf dem dritten Platz, haben aber derzeit acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Inter (53). Durch ein Nachholspiel in der Hinterhand könnte Juventus den Abstand zwar noch einmal weiter verkürzen. Allerdings sucht man bei dem Konkurrenten momentan vergeblich nach Formeinbrüchen. Insofern darf sich der Titelverteidiger keine weiteren Ausrutscher in der Serie A mehr leisten.

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Von solchen hatte Juventus in der Saison 2020/21 einige. Bereits sechs Mal teilte sich das Team von Trainer Andrea Pirlo (41) die Punkte mit den Gegnern. Dazu kommen drei weitere Niederlagen. Erst vor zwei Wochen wurde die erste gute Serie (sechs Siege in sieben Partien) durch eine Pleite bei der SSC Napoli jäh unterbrochen. Auch in der Champions League musste die Signora Vecchia einen Dämpfer verkraften. Das Hinspiel des Achtelfinales wurde mit 1:2 dank einer furchtbaren Defensivleistung beim FC Porto verloren. Dadurch wackelt nicht nur der zehnte Scudetto in Folge, sondern auch ein vernünftiges Resultat in der Königsklasse. 

Dass man der Vereinsikone Pirlo in seiner Debüt-Saison einen gewissen Welpenschutz zugesteht, dürfte feststehen. Allerdings dürfte der Serienmeister nicht erwartet haben, schon im Februar um die Titelverteidigung bangen zu müssen. Gerade offensiv wirken viele Auftritte von Juventus uninspiriert. Tiefstehende und vor allem aggressive Gegner sind regelmäßig in der Lage, dem Favoriten das Leben schwer zu machen. Dass der heutige Gegner jene Eigenschaften besitzt, zeigten sich schon beim 1:1 im Allianz Stadium im Hinspiel. Umso schwerer wiegen dabei die Ausfälle von Paulo Dybala (27) und wahrscheinlich auch dem erkrankten Alvaro Morata (28), weswegen heute Dejan Kulusevski (20) neben Torjäger Cristiano Ronaldo (36) auflaufen dürfte. Daneben fehlt Danilo (29) gesperrt, daher Youngster Radu Dragusin (19) in die Startelf rücken.

Prognose

Schon im Hinspiel machten die Gastgeber den heutigen Gästen in Turin das Leben schwer. Juventus ist natürlich favorisiert, jedoch besitzt Hellas durchaus die Mittel, um dem Favoriten erneut einen oder sogar mehrere Punkte zu klauen.

Mögliche Aufstellungen:

Hellas: Silvestri – Magnani, Günter, Dimarco – Faraoni, Tameze, Ilic, Lazovic – Barak, Zaccagni – Lasagna

Juventus: Szczesny – Demiral, Dragusin, de Ligt, Sandro – Chiesa, Bentancur, Rabiot, McKennie – Kulusevski, Ronaldo

(Photo by MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images)