Heimsieg über Southampton: Liverpool muss bis in die Nachspielzeit bangen

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News | Am Samstagabend traf der FC Liverpool auf den seit vier Partien sieglosen FC Southampton. Die Reds überzeugten im ersten Abschnitt und erarbeiteten sich eine Führung, die sie kurz vor Schluss auf 2:0 ausbauten.

Liverpool drückt und trifft

Die Innenverteidigung gilt aufgrund der riesigen als größte Baustelle beim LFC. Jürgen Klopp musste dort erneut Wechsel vornehmen. Diesmal erhielten Nathaniel Phillips und Rhys Williams das Startrecht. Das Duo erlebte einen entspannten Beginn, da beide Mannschaften schwer in die Partie finden. Die erste Möglichkeit ergab sich in der 10.Minute, Sadio Mané verarbeitete einen Flugball von Trent Alexander-Arnold und zielte von der Strafraumgrenze über das Tor. Mané war auch an der nächsten Chance beteiligt, indem er Mohamed Salah bediente, der an gut reagierenden Fraser Foster scheiterte (18.). Die anschließende Ecke köpfte Phillips nur knapp neben das Gehäuse. Die Saints fokussierten sich dagegen – wie schon beim 1:1 gegen Leicester, wo sie frühzeitig in Unterzahl gerieten – auf die Defensivarbeit.

Die nächste Lücke öffnete Diogo Jota. Mit einem kurzen Antritt ließ er mehrere Gegenspieler aussteigen und tauchte frei vor Forster auf, aber der Schuss fiel zu mittig aus. Wenige Sekunden später parierte der Schlussmann auch gegen Salah. Nach 26 Minuten traf zudem der vor einem Abgang stehende Georginio Wijnaldum per Kopf die Latte. Die Scousers mussten in dieser Phase erneut mit ihrer Chancenverwertung hadern. Dann rannten sie auch noch in einen Konter hinein, Nathan Tella legte quer auf Che Adams, doch der herauseilende Alison Becker rettete mit einer riskanten Abwehraktion (30.). Fast im direkten Gegenzug flankte Salah auf den zweiten Pfosten, sodass der hochsteigende Mané aus kurzer Distanz per Kopf vollendete – 1:0.

Die Reds traten danach weiter aufs Gaspedal. Salah hätte nachlegen können, doch er schlug einen Haken zu viel für einen idealen Abschluss (36.). Auf der Gegenseite gab es lediglich noch einen harmlosen Kopfball von Tella aus durchaus vielversprechender Position zu vermerken. Somit nahm Southampton einen gerechtfertigten Rückstand mit in die Halbzeitpause.

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Nachlässiges Liverpool lässt Southampton aufkommen

Liverpool knüpfte nach dem Seitenwechsel direkt an den engagierten Auftritt an. In der 49.Minute prüfte Jota aus spitzem Winkel Foster, allerdings zeigte sich der Keeper erneut aufmerksam. Die Gastgeber kontrollierten darüber hinaus das Geschehen. Die klare Feldüberlegenheit münzten sie jedoch seltener in aussichtsreiche Situationen um. Schon gegen Newcastle wurde dem Noch-Meister die abnehmende Zielstrebigkeit zum Verhältnis. Auch diesmal geriet er in Gefahr, aber Alisson stoppte den frisch eingewechselten Michael Obafemi (68.). Rund 180 Sekunden später musste der Torhüter bei einer Direktabnahme von Ibrahima Diallo eingreifen.

Die Saints schienen nun an einen möglichen Punktgewinn an der Anfield Road zu glauben. Dabei wurden sie stark gemacht von den Reds. Alisson legte Adams den Ball direkt vor die Füße, ehe er seinen Fehler mit einer starken Reaktion sofort wieder ausbügelte (77.). Wenig später verpasste Jota aus sieben Metern die vorzeitige Entscheidung, nachdem Salah ihn in Szene setzte. In der 81.Minute ließ Mané noch einen Abseitstreffer folgen, den das Schiedsrichtergespann um Kevin Friend ohne zu Zögern aberkannte. Ansonsten verlief die Endphase bis in die Nachspielzeit hinein unaufgeregt, dann fasste sich Thiago Alcantara ein Herz, zog aus 18 Metern ab und traf ins rechte untere Eck zum 2:0-Endstand. Für den umtriebigen Spanier war es der erste Treffer im LFC-Dress.

Durch den Erfolg klettert der FC Liverpool auf Rang sechs. Die Wahrscheinlichkeit auf die Qualifikation für die Champions League bleibt allerdings niedrig. Am Donnerstagabend treten die Reds zum prestigeträchtigen Duell bei Manchester United an, das nachgeholt wird, da es in der Vorwoche aufgrund von Fanprotesten entfiel. Southampton fällt hingegen auf den 16.Platz zurück. Der Klassenerhalt sollte jedoch nicht mehr in Gefahr geraten. Schon am Dienstag treffen die Saints auf Crystal Palace.

(Photo: Imago/Phil Noble)

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