Heimmacht oder Auswärtsmonster? Die Bundesliga im Vergleich | OneFootball

Heimmacht oder Auswärtsmonster? Die Bundesliga im Vergleich

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Seit Donnerstag ist klar, dass in der Bundesliga wieder flächendeckend die Zuschauerzahlen begrenzt werden. Maximal 15 000 Anhänger dürfen die Profivereine in Deutschland bis auf Weiteres begrüßen. In manchen Bundesländern gelten härtere Regeln bis hin zu Geisterspielen in Bayern und Sachsen.

Die Beschränkung der Stadionkapazität trifft die Vereine naturgemäß unterschiedlich hart, wie auch die emotionale Bindung zum eigenen Anhang und die Kraft, die die Spieler auf dem Platz aus der Unterstützung ihrer Fans ziehen, nicht überall gleich sein kann. Immerhin stellt die neuerliche Beschränkung keineswegs mehr ein Novum dar, vielmehr waren seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa Spiele ohne eine merkliche Reduktion der zugelassenen Fans die Ausnahme von der Regel.

Heim- und Auswärtstabellen im Vergleich

Der Frage, welche Teams es besonders hart treffen könnte, kann man nun auf verschiedene Weise nachgehen. Ein simpler, aber durchaus anschaulicher Ansatz erscheint der Blick auf die Bundesliga-Tabellen für Heim- und Auswärtsspiele. Da ist natürlich zu bedenken, dass nach 13 absolvierten Spieltagen jeder Klub entweder einmal öfter daheim oder auswärts antreten musste und sich die Daten entsprechend etwas verschieben, die teils eklatanten Diskrepanzen sind dadurch aber nicht abschließend erklärt.

Diese 13 Klubs spielen lieber zuhause

Vergleicht man also die Stände der Heim- und Auswärtstabellen, fällt auf, dass satte 13 der 18 Bundesliga-Klubs in den eigenen 'vier Wänden' mehr Punkte geholt haben als auf fremden Plätzen. Sieben davon haben ein Heimspiel mehr absolviert, diese sieben Klubs haben aber allesamt mehr als drei Punkte 'Heimüberschuss'. Den sprichwörtlichen Vogel schießen Borussia Dortmund, der 1.FC Köln und RB Leipzig ab, die jeweils 12 Punkte mehr aus Heim- als aus Auswärtsspielen auf dem Konto haben. Abseits der SpVgg Greuther Fürth, die zuhause ihren bisher einzigen Punkt überhaupt geholt hat, liegt der Anteil der Heimpunkte an der Gesamtzahl derweil beim VfL Bochum am höchsten. Der Aufsteiger aus dem Revier hat über 81 Prozent seiner Zähler an der Castroper Straße errungen.

1. Borussia Dortmund, zuhause 12 Punkte mehr als bei Auswärtsspielen

= 1. 1.FC Köln, 12 Punkte mehr

= 1. RB Leipzig, 12 Punkte mehr

4. VfL Bochum, 10 Punkte mehr

= 4. Borussia Mönchengladbach, 10 Punkte mehr

6. Union Berlin, 8 Punkte mehr

7. FC Augsburg, 7 Punkte mehr

= 7. VfB Stuttgart, 7 Punkte mehr

9. TSG Hoffenheim, 6 Punkte mehr

= 9. FSV Mainz 05, 6 Punkte mehr

11. FC Bayern, 5 Punkte mehr

12. Hertha BSC, 2 Punkte mehr

13. SpVgg Greuther Fürth, 1 Punkt mehr

Zwei Klubs ist es egal

Dem gegenüber stehen mit dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg zwei Klubs, die daheim bisher genauso viele Punkte geholt haben wie auf fremden Plätzen. Die Wölfe haben dabei bereits siebenmal zuhause gespielt, können mithin eher den Teams zugerechnet werden, die (statistisch betrachtet) lieber auswärts spielen.

14. SC Freiburg, zuhause gleich viele Punkte wie bei Auswärtsspielen

= 14. VfL Wolfsburg, gleich viele Punkte

Drei Klubs bisher Auswärtsmonster

Folglich bleiben drei Klubs übrig, die an den ersten 13 Spieltagen der laufenden Bundesliga-Saison auswärts erfolgreicher waren als zuhause. Bemerkenswert sind sie auf ihre Weise alle. Arminia Bielefeld, weil trotz sieben Heimspielen bisher auswärts ein Zähler mehr heraussprang; Eintracht Frankfurt, weil der Support der Fans der Hessen als besonders kraftvoll gilt; und Bayer Leverkusen, weil die Werkself mit 15 Punkten die Auswärtstabelle anführt und als einziger Bundesligist noch keinmal mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten musste.

16. Arminia Bielefeld, auswärts 1 Punkt mehr als bei Heimspielen

17. Eintracht Frankfurt, 4 Punkte mehr

18. Bayer Leverkusen, 6 Punkte mehr

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