Heidenheim will nach verpasstem Aufstieg neu angreifen

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In der 2. Bundesliga ging es in dieser Spielzeit während der regulären Saison spannend zur Sache. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise ging es in der zweithöchsten deutschen Fußballliga turbulent zu. Dabei war bis zum letzten Spieltag sowohl im Kampf um die Aufstiegsplätze als auch im Kampf gegen den Abstieg noch jede Menge los. Bereits vor dem letzten Spieltag stand Arminia Bielefeld als Tabellenführer uneinholbar vorne und konnte im Bewusstsein des Aufstiegs in die abschließende Partie gegen Heidenheim gehen. Für den 1. FC Heidenheim war die Situation am letzten Spieltag der Saison 2019/2020 da schon bedeutend kniffliger. Schließlich standen die Heidenheimer nach dem 33. Spieltag mit 55 Punkten auf dem Relegationsplatz. Diese Platzierung wollte Heidenheim bei nur einem Punkt Vorsprung auf den Hamburger SV unbedingt ins Ziel retten.

Heidenheim sichert sich trotz Niederlage die Relegation

Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt wirkte allerdings bei ihrem Auftritt in Bielefeld ungewohnt nervös und war von Anfang an nicht in der Lage mit Gastgeber Arminia Bielefeld mitzuhalten. Aus diesem Grund geriet Heidenheim bereits früh in der ersten Halbzeit mit 0:2 in Rückstand. In der zweiten Halbzeit waren die Heidenheimer auch nicht in der Lage zumindest für den Anschlusstreffer zu sorgen. Spätestens nach dem dritten Gegentreffer in der Partie war dann klar, dass Heidenheim den Relegationsplatz aus eigener Kraft nicht verteidigen könnte. Aber der Hamburger SV war bekanntermaßen ebenfalls nicht in der Lage sein letztes Saisonspiel zu gewinnen. Dabei ging der HSV im Heimspiel gegen Sandhausen als klarer Favorit in die Begegnung. Aber einmal mehr war Hamburg nicht in der Lage eine vernünftige Leistung abzurufen und blamierte sich bei einer deutlichen 1:5-Packung bis auf die Knochen. Aufgrund dieses Resultats konnte Heidenheim in Bielefeld trotz einer ebenfalls enttäuschenden Leistung doch noch die Teilnahme an der Relegation feiern.

Heidenheim mit ordentlicher Leistung im Hinspiel in Bremen

Im Hinspiel in der Relegation zwischen Werder Bremen und Heidenheim sah Heidenheim nicht chancenlos in dieser Partie gegen das große Werder Bremen. Die Heidenheimer präsentierten sich in diesem Relegationshinspiel wieder deutlich verbessert gegenüber dem letzten Saisonspiel bei Arminia Bielefeld. Dabei setzte Trainer Schmidt zunächst besonderen Wert auf eine gute Defensivarbeit, um den Bremern das Leben in dieser Partie so schwer wie möglich zu machen. Das gelang dem Zweitligisten auch von Anfang an richtig gut. Dadurch kam Werder Bremen in der ersten Halbzeit kaum zu nennenswerten Torchancen. Auf der anderen Seite setzten die Heidenheimer selbst einige gefährliche Konter, sodass mit ein wenig mehr Glück sogar die Führung drin gewesen wäre. Bereits während der 1. Halbzeit machten einsetzender Starkregen und heftige Gewitter beiden Mannschaften das Leben deutlich schwerer. In der zweiten Hälfte spielte Heidenheim weiterhin richtig gut mit und ließ vor allem in der Defensive kaum etwas anbrennen. Allerdings gehört zu Wahrheit auch dazu, dass Werder auf schwierigem Geläuf auch nicht viel einfiel, um vielleicht doch noch zu einem Treffer zu kommen. Aus der Sicht von Trainer Frank Schmidt war das 0:0-Unentschieden in Bremen im Relegationshinspiel aber eigentlich ein gutes Ergebnis für das Rückspiel.

Heidenheim holt auch im Rückspiel ein Remis und scheitert

Im Rückspiel im eigenen Stadion geriet Heidenheim zunächst durch ein unglückliches Eigentor bereits in der 3. Spielminute in Rückstand. Der Zweitligist gab sich aber nie auf und erzielte in der 85. Spielminute durch Tim Kleindienst einen Treffer zum 1:1-Unentschieden. In der Zusammenrechnung von Hin- und Rückspiel war das Remis aber durch die Auswärtstorregelung zu wenig für Heidenheim. Spätestens nach einem weiteren Gegentreffer für die Heidenheimer war dann klar, dass es mit dem großen Traum vom Aufstieg nicht klappen würde. Der erneute Ausgleich per Elfmeter in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand war aus diesem Grund nur Ergebniskosmetik. Heidenheim zeigte unterm Strich in beiden Relegationsspielen gute Leistungen und verlor kein Duelle gegen Werder Bremen. Aus diesem Grund ist es für Trainer Frank Schmidt und seine Mannschaft bestimmt noch schlimmer gewesen, dass man auf diesen Art trotzdem nicht den Aufstieg geschafft hat. Letztlich hat sich in der Relegation der stärkere Kader mit viel Glück durchgesetzt. Das lässt sich übrigens auch anhand des Marktwerts der beiden Mannschaften gut ablesen. Wer gerne wissen möchte, wie ein solcher Spielerwert berechnet wird, der kann sich auf dem Blog von Betway darüber umfassend informieren.

Heidenheim will in der kommenden Saison wieder angreifen

In Heidenheim wird man jetzt sicher erst einmal ein paar Wochen brauchen, um den verpassten Aufstieg zu verarbeiten. Trotzdem können die Heidenheimer stolz auf die Leistungen in der Saison 2019/2020 sein. In der nächsten Spielzeit will Heidenheim dann möglichst wieder trotz starker Konkurrenz in der 2. Bundesliga angreifen. Das wird aber mit Sicherheit schwer werden, auch weil Heidenheim einen größeren Kaderumbruch erwartet. So stehen bereits fünf Abgänge fest und man darf gespannt sein, welche Veränderungen es noch am Kader geben wird.