Hecking: "Das System vom Walter ist auch fehleranfällig"

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Der Hamburger SV empfängt am Sonntag in der 2. Bundesliga den 1.FC Nürnberg. Dieter Hecking reist als Sportchef der Franken an seine ehemalige Wirkungsstätte. Der noch ungeschlagene Club rechnet sich an Alster und Elbe durchaus etwas aus, wenngleich der Ex-Coach vor dem HSV warnt.

"Nach dem Derbysieg in Bremen glüht die Fanseele nicht mehr so sehr, es ist Ruhe eingekehrt", zitiert das Hamburger Abendblatt Hecking. Die Rothosen gewannen am Samstagabend mit 2:0 bei Werder, schoben sich in der Tabelle so in die Spitzengruppe. Der gehört auch der FCN an, sodass das Duell der beiden Traditionsklubs am Sonntag auch eine Weichenstellung für die kommenden Wochen darstellen kann. 

"Saison des HSV differenziert betrachten"

Auf dem Papier dürfte der HSV als Favorit gelten, das muss aber nichts heißen, wie Hecking weiß. "Man muss die Saison des HSV differenziert betrachten. Sie haben sich gegen ein gut strukturiertes Sandhausen schwergetan", sagt der Ex-Profi etwa. Unter Neu-Trainer Tim Walter muss sich das Spiel der Rothosen immer noch finden. "Das System vom Walter ist auch fehleranfällig", merkt Hecking an. Dabei spricht er aus eigener Erfahrung.

"Spiel hätte auch 8:6 ausgehen können"

Mag seine Saison als HSV-Coach letztlich auch nicht von Erfolg gekrönt gewesen sein, gab es doch das ein oder andere Highlight. Etwa ein 6:2 gegen den damals von Walter trainierten VfB Stuttgart im Oktober 2019. "Das Spiel hätte auch 8:6 ausgehen können. Es war viel Überfall, viel Spektakel, mit bewusstem Risiko, ein Tor zu kassieren", erinnert Hecking. Sein HSV behielt die Oberhand, diesmal soll der 1.FC Nürnberg die Walter-Elf bezwingen.

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