Hamburg: Jungprofi Ambrosius mit Starallüren und Wechselplänen

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Jungprofi Stephan Ambrosius sind beim Hamburger SV seine ersten regelmäßigen Zweitliga-Spiele offenbar schnell zu Kopf gestiegen. Wegen seiner erstmaligen Reservisten-Rolle im Saisonverlauf am vergangenen Wochenende bei der 1:2-Heimniederlage der Hanseaten gegen den VfL Bochum zeigt der 21-Jährige prompt Starallüren und lässt Medienberichten zufolge über seinen Berater mit seinem Abschied von der Alster drohen.

"Sind ins Grübeln geraten“

"Wir haben dem HSV unsere Vorstellungen übermittelt. Der Verein weiß, was wir möchten. Wir hatten das Ziel, dass Stephan in Hamburg bleibt. Nach dem Bochum-Spiel sind wir aber ins Grübeln geraten“, zitierte das Online-Sportal sportbuzzer Aussagen von Ambrosius-Manager Nochi Hamasor in der Bild-Zeitung.

Sein Klient war gegen Bochum von HSV-Trainer Daniel Thioune mitten in der Phase bislang als vielversprechend geltenden Verhandlungen über einen neuen Vertrag über die gesamten 90 Minuten auf der Bank gelassen worden. Der Junioren-Nationalspieler empfand die Entscheidung des Coaches jedoch offenbar als Zumutung, nachdem der Innenverteidiger in den vorherigen sieben Saisonbegegnungen mit Ausnahme seiner Corona-Pause gegen die SpVgg Greuther Fürth jeweils über die komplette Spielzeit zum Einsatz gekommen war.

Angebliches Interesse von Celtic Glasgow

Ambrosius war 2012 vom Lokalrivalen FC St. Pauli in die Jugend des Raute-Klubs gewechselt. 2018 gelang dem Abwehrspieler der Sprung in Hamburgs Profi-Kader, konnte sich jedoch lange kaum aufdrängen und feierte deswegen erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison bei der peinlichen 1:5-Pleite im "Aufstiegsendspiel“ gegen den SV Sandhausen sein Profi-Debüt. Unter Thioune gehörte der gebürtige Hamburger seit Saisonbeginn bis zum Duell mit Bochum zum Stammpersonal.

Hintergrund von Hamasors bemerkenswertem Vorstoß könnte allerdings auch ein angebliches Interesse des schottischen Meisters Celtic Glasgow sein. Sollte der Defensivspieler im Sommer nach Ablauf seines Vertrages tatsächlich auf die Insel wechseln, würde der HSV keine Ablöse für sein Eigengewächs kassieren. In dieser Konstellation scheint auch ein vorzeitiger Transfer zu Celtic schon in der bevorstehenden Winter-Wechselperiode nicht ausgeschlossen.