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Haller lässt seine Zukunft offen: „Alles kann passieren“


Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Das Abrutschen der Frankfurter Eintracht von Rang vier auf sieben wird vor allem mit der mehrwöchigen Verletzungspause von Sebastien Haller in Verbindung gebracht. Der Franzose ist ein kaum zu ersetzendes Element für Trainer Adi Hütter. Doch bleibt der Angreifer auch über den Sommer hinaus bei den Hessen?

Die Enttäuschung nach Abpfiff der Partie beim FC Bayern München war Sebastien Haller sofort anzusehen, sein Tor zum 1:1 hatte nach der 1:5-Klatsche beim Titelverteidiger keinerlei Wert. Der 24-Jährige kritisierte unter anderem gegenüber fussball.news das Ende einer lange Zeit so erfolgreich verlaufenden Saison: „Wenn man so lange auf dem vierten Platz steht und am Ende siebter wird, dann kann ich nicht wirklich zufrieden sein.“ Haller erinnerte daran, „dass wir uns noch nicht für Europa qualifiziert haben und es erst noch schaffen müssen“.

Langer Weg in die Europa League

Auf die Eintracht, die nach der Niederlage in München die direkte Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase verpasst hat und bereits ab 25. Juli in die Qualifikation einsteigt, wartet noch ein langer Weg, sechs Partien müssen zunächst erfolgreich gestaltet werden. Sportvorstand Fredi Bobic wird in Zusammenarbeit mit Sportdirektor Bruno Hübner, Trainer Adi Hütter und dem Scouting-Team rund um Ben Manga den Kader sowohl in der Spitze, vor allem aber auch in der Breite verstärken müssen.

So wertvoll ist Haller

Möglicherweise passiert dieser nächste Schritt ohne Haller. Der aktuell teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte hat sich in seiner zweiten Spielzeit in Frankfurt herausragend entwickelt und war in 41 Partien an 32 (!) Toren (20 Treffer und zwölf Vorlagen) beteiligt. Der 1,90-Meter-Mann ist für seine Größe enorm wendig und technisch stark, im Strafraum kaum zu verteidigen und als Teamarbeiter wertvoll. Bobic lobte nicht umsonst, dass Luka Jovic zwar die heißeste Aktie auf dem Markt, Haller aber der wertvollste Spieler für das Team sei. Kein Wunder also, dass auch andere Mannschaften auf ihn aufmerksam geworden sind, bei diversen ausländischen Teams wurde er schon im Winter als möglicher Neuzugang gehandelt.

Haller lässt seine Zukunft offen

Haller wollte sich nicht festlegen, ob er – trotz Vertrags bis 2021 – weiter am Main bleibt: „Ich verspreche nichts. Es kann alles passieren. Momentan spiele ich für die Eintracht, aber ich weiß noch nicht, was in Zukunft passiert.“ Aus seinem Wunsch, möglichst zeitnahe auch Champions League spielen zu wollen, macht er einen Hehl. Enttäuscht fügte er daher hinzu: „Wir hatten es alles in der eigenen Hand. Es lag an uns, dieses Ziel zu erreichen.“ So aber wird Haller im Sommer wohl etwas genauer hinhören, wenn größere Klubs anklopfen.