"Frust der Fans ist absolut berechtigt" | OneFootball

"Frust der Fans ist absolut berechtigt"

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Fabian Klos: "Es ist nie schön, wenn man verliert. Wenn man sich dann die negativen Reaktionen der Fans nach dem Spiel anhören muss, welche vollkommen zurecht sind, muss man geschlossen als Mannschaft geradestehen. Es ist unmittelbar nach dem Spiel extrem schwierig, Antworten auf das ‚Warum‘ zu finden. Der HSV hat das vor allem in der ersten Halbzeit gut gemacht, sie haben den Ball laufen lassen und gespielt - ähnlich wie wir in der Aufstiegssaison, als wir noch variabler und ballsicherer waren.

Wir gehen heute wieder in die Halbzeit und haben wieder nicht das Unentschieden da stehen. Es ist derzeit eine Mischung aus vielen Gründen, auch vom Glück sind wir zurzeit nicht verfolgt. Doch da dürfen wir uns nicht drüber beklagen, denn es fehlt immer irgendwas. Wir treffen in der Mitte keinen Mitspieler und schlagen falsche Laufwege ein – es ist einfach schwierig momentan.

Ich habe den Fans am Zaun gesagt, dass der Frust absolut berechtigt ist und in mir und den Spielern genauso groß ist. Ich habe auch keinen Bock jetzt nach Hause zu fahren und zu denken, warum wir das Spiel nun schon wieder verloren haben. Das ist weder für mich noch für die anderen Jungs schön. Das Ziel muss erstmal sein, in die Halbzeit zu gehen und ein 0:0 stehen zu haben, um in der zweiten Hälfte ein offenes Spiel zu haben. Wenn das nicht funktioniert, ist klar, dass die Köpfe erstmal runtergehen.

Dass Hamburg die bessere Mannschaft war und verdient gewonnen hat, daran habe ich keine Zweifel. Ich würde unsere Situation nicht als dramatisch bezeichnen, aber unsere Sinne sind geschärft. Wir haben keine Zeit zu verlieren, damit wir nicht direkt von vornherein in den Abstiegskampf hineingeraten. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die nötige Qualität haben. Das Einzige was jetzt hilft: Harte Arbeit, Gas geben und den Glauben nicht verlieren. Das werde ich nicht zulassen."

Frederik Jäkel: "Bei uns macht nie einer einen Fehler, sondern wir sind ein Team und machen zusammen Fehler. Wir sind gerade in einer Negativspirale und legen uns die Tore selber rein. Unsere Fans waren fantastisch, es ist bitter, dass wir sie wieder enttäuscht haben."

"Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Initiative gezeigt. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele. Umso schlimmer ist es, dass wir uns das erste Tor selbst reinlegen. Wenn der HSV schon viel Ballbesitz hat, dürfen wir sie nicht noch zum 0:1 einladen. Das war ein Knickpunkt. In der zweiten Halbzeit mussten wir schließlich umstellen. So hatten wir mehr Zugriff und die ein oder andere Torchance.

Unsere größte Chance war die von Freddy Jäkel nach einem Standardball, als wir auf Höhe des zweiten Pfostens zum Abschluss kommen. Wir müssen versuchen, uns an den kleinen Dingen aufzubauen. So ist die Situation, in der wir stecken, momentan und da müssen wir uns mit allem gegen wehren und als Einheit so schnell wie möglich in die Punkte kommen, denn so kann es natürlich nicht weitergehen. Die bereits eingetretene Negativspirale, die seit Februar bereits besteht, müssen wir zum Stoppen bringen. Ansonsten wird sie sich immer schneller und intensiver drehen. Den Start hätte ich mir sehr gerne anders gewünscht, doch Fußball ist eben kein Wunschkonzert."

Tim Walter, Trainer HSV: "Die Bielefelder haben uns zwar zum ersten Tor eingeladen, dennoch hatten wir vor allem in der ersten Hälfte sehr viele Torchancen und hätten deutlich mehr Kapital herausschlagen können. Das haben wir nicht ganz geschafft. Bielefeld ist trotz allem eine sehr gute Mannschaft, die durchaus ihre Qualitäten hat – vor allem in der Offensive – und dahingehend Tore schießen kann. Auch wenn sie das heute nicht so gezeigt haben, ist grundsätzlich immer mit der Arminia zu rechnen und das werden wir auch in der Saison noch so erleben."

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