Fenerbahçe: Zwischen Rechenspiele und Abhängigkeit

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Fenerbahçe zieht aus dem gewonnenen Stadtduell gegen Başakşehir neue Kraft für den Endspurt der Saison. Präsident Ali Koç rechnet vor, wie viele Punkte zum Titel reichen könnten, kommt aber auf kein Ergebnis.

Zwei Punkte beträgt der Abstand der "Kanarienvögel" auf die sich noch einen Rang weiter oben befindenden "Schwarzen Adler" von Beşiktaş. Mal wieder hat Fenerbahçe den Rückstand auf den seit Wochen an der Ligaspitze stehenden Stadtrivalen verkürzt – und ist doch so weit entfernt. Erst wenn Beşiktaş – und auch Galatasaray – jetzt unter der Woche den 36. Spieltag austragen, an dem Fenerbahçe spielfrei hat, ergibt sich ein aussagekräftiges Tabellenbild mit allen Teams im Gleichschritt. "Wir haben noch sieben Wochen vor uns und sechs Spiele", fasst Fener-Präsident Ali Koç den ausstehenden Saison-Kalender zusammen: "Da kann alles passieren. Es kann sein, dass wir fünf Spiele gewinnen und eines Unentschieden spielen und es reicht. Es kann aber auch anders kommen."

Was der Klub-Boss nicht direkt aussprach, sehr wohl aber meinte: Ob Fenerbahçe tatsächlich eine Chance auf die 20. Meisterschaft seiner Vereinshistorie hat, hängt zu einem nicht kleinen Anteil auch an der weiteren Performance von Beşiktaş – vor allem in deren kommender Partie gegen Sivasspor am Dienstag, wenn in der Tabelle nach der Anzahl an gespielten Spielen dann ausgeglichen wird.
"Wir haben in den letzten zehn Jahren dreimal knapp in den letzten Wochen den Titel verpasst", erklärt Ali Koç, dessen Titelhunger, wie der des ganzen Klubs rieisig ist. Schließlich wartet man in Kadıköy seit mittlerweile sieben Jahren auf etwas Blechernes in der Museums-Vitrine. Doch wie Koç ist auch Interimstrainer Emre Belözoğlu bewusst, dass trotz aller eigener Mühen – die der 39-Jährige im Anschluss an Başakşehir nochmals in den Vordergrund stellte – die Abhängigkeit vom Abschneiden der Konkurrenz (mit)entscheidend ist.

Foto: imago