Fenerbahçe: Meisterrennen auf dem Sofa

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Aufgrund der ungeraden Teilnehmeranzahl in der Süper Lig ist Fenerbahçe an diesem Spieltag zum Zusehen verdammt. So wie die Sache allerdings bisher läuft, dürfte man sich in Kadıköy aber nicht darüber beschweren.

Während die Konkurrenz nämlich eine harte Englische Woche hat, kann Emre Belözoğlu sein Team in Ruhe auf Kasımpaşa einstellen. Erst am Sonntag wird es wieder ernst und wer die bisherige Saison der Gelb-Marineblauen verfolgt hat, weiß, dass ein Heimspiel gegen ein Team aus dem Tabellenkeller mitnichten ein Selbstläufer wird. Zu oft wackelten die "Kanarienvögel" ohne die Heimfans gegen vermeintlich schwächere Gegner. Nun allerdings will man den Vorteil der spielfreien Woche unbedingt nutzen und seinerseits ein Ausrufezeichen setzen. Bisher könnte der 36. Spieltag auch kaum besser laufen für den Tabellenzweiten. Beşiktaş patzte gegen Sivasspor und hat nun kein Spiel mehr in der Hinterhand. Die Stimmung ist dementsprechend gut im Lager Fenerbahçes, schließlich beträgt der Abstand nur noch drei Punkte und das Momentum ist auf der Seite des Verfolgers. Heute Abend dürfte sich der ein oder andere Spieler sogar in der ungewohnten Lage wiederfinden, dem eigentlich verhassten Konkurrenten Trabzonspor die Daumen zu drücken. Gewinnt der Klub von der Schwarzmeerküste bei Galatasaray, wäre Fenerbahçe endgültig der Sieger des Spieltags – und das ohne selbst angetreten zu sein.

Zusammenhalt im Team

Davor guckt man allerdings vor allem auf sich selbst. Auch gegen Başakşehir lief längst nicht alles glatt und am Ende musste man um die drei Punkte zittern. Gleichzeitig zeigte die Partie allerdings auch, dass der neuzusammengewürfelte Kader immer besser zusammenwächst. Zuerst grüßte Torschütze Szalai nach seinem Treffer den verletzten Keeper Altay Bayındır, dann jubelten alle Spieler gemeinsam mit dessen Vertreter Harun Tekin, der zunächst einen Elfmeter verschuldet und dann gehalten hatte. Auch im Training lebt das Team einen großen Zusammenhalt vor, der sich im Meisterrennen als Vorteil erweisen könnte. Dazu gibt es personell gute Nachrichten zu vermelden: Kapitän Gökhan Gönül hat zumindest das Lauftraining wieder aufgenommen und könnte zeitnah in den Kader zurückkehren. Rundum gute Laune also in Kadıköy. Jetzt gilt es, diese positive Energie am Sonntag in einen Sieg umzuwandeln.