Feel-Good-Stories der Woche: Ein perfektes Karriereende, Diagnose Stadion | OneFootball

Feel-Good-Stories der Woche: Ein perfektes Karriereende, Diagnose Stadion

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Niklas Levinsohn

Ein paar good Vibrations gefällig? Die Feel-Good-Stories dieser Woche gehen nämlich dahin, wo es guttut: vom traurig-schönen Abschied hin zum Beginn einer neuen Liebe.

Kleine Häuser, großes Herz

Der Winter hat Berlin längst im Griff und bereits seinen ersten Schneefall geschickt. Besonders hart treffen die kalten Temperaturen diejenigen, die kein Dach über dem Kopf haben. Wie der ‚RBB‘ berichtet, kamen am vergangenen Sonntag gut 50 Union-Fans zusammen, um drei sogenannte „Little Homes“ zu bauen. Das sind kleine Unterkünfte für Obdachlose, die mobil sind und mitunter für mehrere Monate bezogen werden können.

SpVgg Greuther Fürth 1
1. FC Union Berlin 0
reguläre Spielzeit

„Wir streichen die Boxen extra in rot und weiß. Wir machen das total gerne. Das ist einfach der Spirit von Union“, wird Anette Ishorst, eine der Helferinnen, von dem Rundfunksender zitiert. Es sollen im Übrigen nicht die letzten Mini-Häuser sein, die die Anhänger der Eisernen gebaut haben. Weitere sollen und werden folgen und das ausschließlich finanziert durch Spendengelder. Der Fußball von seiner besten Seite.


Kann ein Abschied schöner sein?

Im stolzen Alter von 40 Jahren hat Maxi Rodríguez, der in seiner langen Karriere unter anderem für Atlético Madrid und Liverpool spielte, unter der Woche seine Karriere beendet. Nicht durch die Hintertür irgendwo im fußballerischen Niemandsland, sondern bei seinem Jugendverein, den Newell’s Old Boys.

Bei voller Hütte, begleitet von Feuerwerk und den Gesängen der applaudierenden Menge, ging Rodríguez ein letztes Mal als Profifußballer vom Platz. Auch wenn er sich hier gerade noch zurückhalten konnte, flossen beim Argentinier natürlich auch die Tränen. Sicherlich weil er traurig war, aber wohl auch, weil er dankbar für diesen Abschied war. Denn mal ehrlich: Viel schöner kann man sich sein Karriereende nicht vorstellen, oder?


Und es lohnt sich eben doch!

Verkrustete Strukturen und veraltete Verordnungen zu kippen kann ein Kampf gegen Windmühlen sein. Vor allem natürlich in der Bürokratierepublik Deutschland. Dass es sich jedoch lohnen kann, für eine Sache einzustehen, hat nun Tennis Borussia Berlin bewiesen. Dem Regionalliga-Klub war es zunächst vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) untersagt worden, mit „CURA“ auf der Brust aufzulaufen. „Was ist CURA?“, fragst Du dich? CURA ist nicht etwa ein windiger Werbepartner, sondern ein Opferfonds für Opfer rechter Gewalt.

In der Begründung verwies der NOFV zunächst auf einen Paragraphen in der Spielordnung, der „Werbung für politische Gruppierungen und mit politischen Aussagen“ verbietet. Tennis Borussia ist jedoch hartnäckig geblieben, konnte dabei unter anderem auf die zahlreiche Unterstützung von anderen Klubs und Fans zählen. Das Ergebnis: Der Verband hat seine Spielordnung nun entsprechend angepasst, sodass TeBe in Zukunft den Opferfonds auf der Brust tragen darf.


Klarer Fall von Stadiongesicht

Irgendwann gewöhnt man sich als Fußballfan daran, ins Stadion zu gehen. Wie man sich im Leben eben an die meisten Dinge gewöhnt, die sich (mehr als) ein paar Mal wiederholen. Was eigentlich schade ist, denn es gibt kaum etwas Schöneres als die kindliche Freude auf dem Gesicht von jemandem zu sehen, für den das Stadion noch neu und aufregend ist. Beispiel gefällig?

Dieser Vater hat seine Tochter mitgenommen zum FA Cup-Finale der Frauen zwischen Arsenal und Chelsea und die Kleine ist sichtlich begeistert. Wer sich nicht mit ihr freut, als sie sich umdreht und mit offenem Mund in die Kamera staunt, der hat den Fußball wirklich nie geliebt.