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·24. September 2022

FCM: Sehr viel Ballbesitz, viele Dribblings – aber kaum Ertrag

Artikelbild:FCM: Sehr viel Ballbesitz, viele Dribblings – aber kaum Ertrag

Durch die 1:3-Niederlage im Derby beim F.C. Hansa Rostock musste der 1. FC Magdeburg am vergangenen Wochenende einen erneuten Dämpfer im Abstiegskampf hinnehmen. Das Team von Trainer Christian Titz steht nun auf dem letzten Tabellenplatz. Was teilweise erstaunt, wenn man einen Blick auf verschiedene Statistiken bei "wyscout" wirft.

Zu harmlos in der Offensive

Die Saison 2018/19, als der FCM als Aufsteiger nach nur einem Jahr in der 2. Bundesliga direkt wieder absteigen musste, soll sich bei den Ottostädtern nicht wiederholen – klar. Doch aktuell sieht es stark danach aus, als müssten die Blau-Weißen einer Saison im Tabellenkeller und vielen Sorgen entgegenblicken. Mit nur zwei Siegen und sieben Punkten aus neun Spielen stehen die Magdeburger auf dem letzten Platz.

Dabei hat der FCM mit 60,7 Prozent den meisten Ballbesitz der Liga. Ein mutloser und defensiver Angsthasen-Fußball kann dem Aufsteiger wahrlich nicht vorgeworfen werden. Doch aus dieser Überlegenheit macht das Team zu wenig. Denn nur fünf Mannschaften geben während eines Spiels weniger Torschüsse ab als der FCM (im Schnitt 11,11 in 90 Minuten). Davon gehen 31,8 Prozent auf das gegnerische Tor – der viertschwächste Wert der Liga. Da verwundert es nicht, dass der Rückkehrer mit zwölf Toren eine der harmlosesten Offensiven der Liga stellt.

Zu wenig Erfolg bei Dribblings

Nach rund einem Viertel der Saison zeichnet sich auch ab, wie Coach Titz seine Mannen zum Erfolg kommen lassen möchte. Mit vielen Pässen soll es in die Offensive gehen. Denn der FCM hat die zweitmeisten Pässe gespielt (447 pro Spiel) und mit einer Erfolgsquote von 84,4 Prozent angekommener Zuspiele den drittbesten Wert aller Mannschaften. Flanken gibt es eher weniger: Mit durchschnittlich zehn Hereingaben von den Außen pro Spiel stellt das Team auch hier das Schlusslicht der Liga.

Stattdessen geht viel über Zweikämpfe und Dribblings. 26 Versuche gibt es pro Spiel, damit ist der FCM in den Top Vier der Liga. Das Problem: Nur etwas weniger als die Hälfte der Anläufe (49 Prozent) gelingt. Drei Mannschaften sind in dieser Rubrik noch schwächer – auch hieran lässt sich der ausbleibende Erfolg erklären.

Auf Torwart Reimann ist Verlass

Eine weitere Erklärung für die bisher unter den Erwartungen verlaufende Saison ist die sehr anfällige Defensive. Schon 22 Gegentreffer kassierten die Mannen aus Sachsen-Anhalt. Fast 15 Schüsse bekommen die Blau-Weißen pro Spiel auf ihr Tor, was der dritthöchste Wert der Liga ist. Zum Vergleich: Der FC St. Pauli ist hier Spitze, bekommt nur neun Schüsse pro Partie auf den eigenen Kasten. Immerhin ist auf Torwart Dominik Reimann Verlass. Der 25-Jährige hält 32,7 Prozent der gegnerischen Torschüsse, was der Top-Wert aller Teams ist. Doch so lange es in der Offensive klemmt, nur ein schwacher Trost.

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