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FARE warnt vor Gefahren für homosexuelle Fans bei WM in Russland

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Louis Richter

Rund sieben Monate vor der Fußball-WM in Russland wurden nun homosexuelle Fans vor aggressivem Verhalten von intoleranten Einheimischen gewarnt.

Die Organisation „Football Against Racism in Europe“ – kurz: FARE – werde in naher Zukunft einen Ratgeber für homosexuelle und transsexuelle Fans herausgeben. FARE arbeitet eng mit der UEFA und der FIFA zusammen und setzt sich grundsätzlich gegen Rassismus jeglicher Art und Fremdenfeindlichkeit im Fußball ein.

Piara Powar, ein Verantwortlicher der Organisation, riet nun allen homosexuellen Menschen davor, die Orte in Russland zu meiden, die nicht als tolerant gegenüber der LGBT-Community (Lesbian Gay Bisexual Transgender) bekannt sind.

„Außerdem wird der Ratgeber detaillierte Information zur aktuellen Situation der russischen LGBT-Gemeinschaft enthalten“, erklärte er gegenüber „abc.net“. In Russland ist Homosexualität kein Verbrechen. Jedoch ist es seit 2013 strafbar, sich in der Anwesenheit von Minderjährigen oder über Medien positiv über Homosexualität zu äußern.

„Homosexuelle Menschen haben in der russischen Gesellschaft einen sehr kleinen, versteckten Platz“, so Powar weiter. Außerdem hätten bereits Deutsche und Britische Fan-Gruppen bei der FIFA angefragt, ob sie im Stadion Regenbogenflaggen aufhängen könnten. „Die FIFA hat darauf bislang nicht geantwortet, sagte Powar. Der Weltverband selbst sagte aus, von diesen Anfragen nichts zu wissen.

Laut einer Umfrage des Lewada-Zentrums (2010) hielten 38 Prozent der befragten Russen Homosexualität für „moralisch verwerflich“, 36 Prozent sahen darin eine „psychische Krankheit“. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind dabei genauso verboten wie die Adaption eines Kindes durch ein gleichgeschlechtliches Paar.