Europa League | Wolves vs. Olympiakos – Die Dauerbrenner im direkten Duell

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Artikelbild: Europa League | Wolves vs. Olympiakos  – Die Dauerbrenner im direkten Duell

Vorschau | Die Wolverhampton Wanderers und Olympiakos Piräus starteten bereits im Juli 2019 in die Pflichtspielsaison 2019/2020. In der Europa League kann es nur für einen der beiden Vereine weiter gehen. Das Achtelfinal-Rückspiel steht an.

Anpfiff der Partie ist am Donnerstag, 21.00 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Olympiakos Piräus mit guten Erfahrungen in England
  • Wolverhampton Wanderers haben über die Liga die erneute Qualifikation zur Europa League verpasst
  • Beide Teams starteten im Juli 2019 in die Saison

Wolverhampton: Ein Jahr voller Strapazen

Es ist bereits über ein Jahr her, dass die Wolverhampton Wanderers in die Saison 2019/2020 starteten. Damals, am 25. Juli 2019, trat die Mannschaft von Nuno Espirito Santo bereits in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League auf die Crusaders FC aus Nordirland. 374 Tage, 56 Pflichtspiele, eine ganze Premier-League-Saison und eine Coronavirus-Pause später, geht es für die Wolves im Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus in der Europa League weiter.

Nach dem 1:1 in Griechenland – vor knapp fünf Monaten – steht im Rückspiel in Wolverhampton einiges auf dem Spiel. Obwohl der Aufsteiger von 2018 abermals eine starke Premier-League-Saison spielte und erneut Platz sieben erreichte, wurde die Europa League nur wegen des Torverhältnisses knapp verpasst. Möchte sich der ambitionierte Klub aus den West Midlands 2020/2021 also erneut auf der europäischen Bühne präsentieren, müssen zunächst die Griechen im heimischen Molineux Stadium ausgeschaltet und anschließend das K.O.-Turnier in Nordrhein-Westfalen gewonnen werden. Für Stürmer Raul Jimenez (29) liegt das im Bereich des Machbaren: “Wir müssen groß denken. Wenn wir so denken – und wir wollen das Finale erreichen und gewinnen – müssen wir mit dieser Mentalität antreten. Wir können es schaffen.”

Nichtsdestotrotz erwartet den kleinen aber feinen Kader von Trainer Nuno Espirito Santo eine Herkulesaufgabe. Trotz der Fülle an Spielen setzte der Portugiese 2019/2020 von allen Mannschaften der Premier League die wenigsten Spieler ein (21). Torhüter Rui Patrício (32), die Defensivspezialisten Conor Coady (27) und Leander Dendoncker (25), die Mittelfeld-Regisseure Rúben Neves (23) und João Moutinho (33), das Pfeilschnelle Kraftpaket Adama Traoré (24) und die spielintelligente Pfeilspitze der Offensive, Raúl Jiménez: Sie alle sind unangefochtene Leistungsträger, unersetzlich und haben allesamt über 50 Pflichtspiele in den Beinen.

Glücklicherweise sind sie alle dennoch fit. Ausfälle gibt es keine zu beklagen. Die Wolves können gegen Olympiakos also ihrem typischen Stil in Besetzung nachgehen: Aus einer geschlossenen Defensive über ein schnelles und direktes Mittelfeldspiel Richtung Tor.

Olympiakos: England ein gutes Pflaster

Selbst die Coronavirus-Pause konnte Olympiakos Piräus 2019/2020 nicht bremsen. In den Meisterschaftsplayoffs verteidigte der Rekordmeister den ersten Platz und gewann nach zwei Jahren Wartezeit souverän den 45. Titel.

Damit beendet ist die Saison allerdings noch lange nicht. Vor dem griechischen Pokalfinale gegen AEK Athen am 30. August, geht nun die Reise in Europa weiter, und diese hatte es bisher in sich. Nachdem in der Champions League nach der Gruppenphase Schluss war, ging es für Olympiakos ein Level darunter weiter. In der Zwischenrunde der Europa League wurde dank eines Treffers von Sturmspitze Youssef El Arabi (33) in der 119. Minute auswärts der FC Arsenal aus dem Weg geräumt. Nun soll mit Wolverhampton der nächste englische Klub auf seinem eigenen Terrain bezwungen werden.

Ähnlich wie die Wolves sind auch die Griechen seit Juli 2019 im Einsatz, haben 56 Pflichtspiele auf dem Buckel. Im Gegensatz zu den Wolverhampton Wanderers wurde bei Olympiakos allerdings deutlich mehr rotiert. Nur zwei Spieler haben die 50-Pflichtspiel-Marke geknackt (Georgios Masouras, 26 und Andreas Bouchalakis, 27), stolze 38 Akteure kamen zum Einsatz. Ein Vorteil für die Schlussphase?

Getrübt werden die Aussichten auf den nächsten Erfolg auf der Insel durch zwei Verletzungen. Torhüter und Rückhalt José Sá (27) muss verletzungsbedingt passen. Bobby Allain (28) wird ihn vertreten. Darüber hinaus muss Trainer Pedro Martins auf den Rot-gesperrten Innenverteidiger Rúben Semedo (26) verzichten.

Nach dem 1:1 im Hinspiel liegt der Fokus ohnehin auf der Offensive. Olympiakos benötigt mindestens einen Treffer, um weiterzukommen. Die Hoffnungen ruhen dabei einmal mehr auf Toptorjäger El Arabi (27 Pflichtspieltore), der als Speerspitze des 4-2-3-1 auf die Vorlagen von Alt-Profi Mathieu Valbuena (35; 23 Assists in 40 Pflichtspielen) und dem wiedergenesenen Konstantinos Fortounis (27) lauern wird.

Prognose

Den Wolverhampton Wanderers dürfte das Auswärtstor in die Karten spielen, sie werden sich auch zu Hause auf ihre gefährlichen Konter verlassen. Dass Olympiakos Piräus allerdings nicht zu unterschätzen ist, demonstrierten die Griechen bereits auswärts gegen den FC Arsenal. Die Wolves sollten sich am Ende knapp durchsetzen, ihre Fitness könnte sich allerdings als Stolperstein erweisen.

Mögliche Aufstellungen

Wolverhampton: Patricio – Boly, Coady, Saiss – Doherty, Dendoncker, Moutinho, Neves, Jonny – Jota, Jimenez

Olympiakos: Allain – Elabdellaoui, Ba, Cisse, Tsimikas – Guilherme, Bouchalakis, Camara – Valbuena, El-Arabi, Masouras

(Photo by UEFA – Handout/UEFA via Getty Images)