"Es ist zum Kotzen": Schalkes Fehlstart in die 2. Liga

Logo: liga2-online.de

liga2-online.de

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/crop/face?h=810&image=https%3A%2F%2Fwww.liga2-online.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F07%2Fimago1004277403h-scaled.jpg&q=25&w=1080

Trotz teilweise ansehnlicher Leistung standen beim FC Schalke 04 nach dem Eröffnungsspiel eine bittere 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV und somit null Punkte. Vor allem die Tatsache, dass das Spiel nach der frühen Führung aus der Hand gegeben wurde, enttäuschte alle Beteiligten.

Start nach Maß

Keine zehn Minuten waren in der mit 19.770 Zuschauern gefüllten Arena gespielt, als die Anzeigetafel für große Freude sorgen sollte: Nach Videobeweis-Entscheidung sollte der 143. Zweitliga-Treffer von Simon Terodde anerkannt werden und die 1:0-Führung für S04 nach guten Start herstellen (8.). Es waren kurze Momente der Idylle nach einem mehr als enttäuschenden vergangenen Jahr. Als Schalkes Back-Up-Keeper Langer noch vor der Pause einen Elfmeter von Glatzel entschärfen konnte, kannte diese Euphorie nahezu kein Halten mehr (28.). "In der ersten Halbzeit waren wir gegen eine gute Mannschaft gut im Spiel. Unsere Führung war deshalb auch verdient, durch Marius Bülter hätten wir auf 2:0 stellen können", haderte Schalke-Coach Grammozis nach dem Abpfiff.

Auch Torschütze Terodde war angetan vom Auftritt der Blau-Weißen: "Es war alles angerichtet", sagte der 33-Jährige bei Sky und erklärte das Spiel aus seiner Sicht: "Wir gehen 1:0 in Führung, fahren gute Konter, waren gallig in den Zweikämpfen." Doch nach dem Elfmeter, den Langer "super parierte", wie 04-Neuzugang Bülter lobte, verflachte das Spiel zusehends, ehe es für den Bundesliga-Absteiger in Durchgang zwei bergab gehen sollte.

Knackpunkt Chancenverwertung

Mit dem schnellen Ausgleich nach der Pause (53.) bekamen die Schalker keinen Fuß mehr auf den Boden und ließen sich nach einem Doppelschlag in der Schlussphase die Butter endgültig vom Brot nehmen, sodass nach weiteren Treffern von Heyer (86.) und Jatta (89.), bei denen jegliche Verteidigungsarbeit fehlte, eine 1:3-Start-Niederlage stehen sollte. "Der Unterschied heute war, dass der Gegner zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen hat und wir nicht", analysierte Grammozis nüchtern. Chancen wie beispielsweise die von Thomas Ouwejan, der freistehend vor dem starken Heuer Fernandes vergab (56.), "müssen eigentlich dazu reichen, um mindestens einen Punkt zu holen", bemängelte der Coach.

Und auch Terodde scheiterte unmittelbar nach dem 1:2-Gegentreffer am HSV-Keeper (87.). "So eng ist Fußball", sagte der Angreifer, ehe ihm entfuhr: "Es ist zum Kotzen." Eine Woche bleibt den Schalkern nun, diesen Fehlstart aufzuarbeiten, um gegen Holstein Kiel einen anderen Auftritt hinzulegen. Die Marschroute gab dabei der Trainer vor: "Wir werden das Spiel jetzt schnell analysieren und uns dann auf die kommende Aufgabe in Kiel vorbereiten." Die Enttäuschung und Sorge gerade nach der vergangenen Saison war dennoch allen Beteiligten anzumerken. Es ist eine große Aufgabe, die nun auf die Blau-Weißen zukommt.

Impressum des Publishers ansehen