Ereilte Frankfurt der 'Bayern-Besieger-Fluch'?

Logo: fussball.news

fussball.news

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/crop/face?h=810&image=https%3A%2F%2Ffussball.news%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2Fstyles%2F16x9_xxxl_sc%2Fpublic%2F2021-02%2Fsv-werder-bremen-v-eintracht-frankfurt-bundesliga_0.jpg%3Fh%3Ddff996fb&q=25&w=1080

Eintracht Frankfurt hat am Freitag gegen Werder Bremen die erste Bundesliga-Niederlage im Kalenderjahr 2021 kassiert. Sechs Tage nach der Euphorie um den Sieg über den FC Bayern folgte eine gewisse Ernüchterung. Schlug hier der 'Bayern-Besieger-Fluch' zu?

Zumindest ist statistisch nachweisbar, dass Teams im Spiel nach einem Sieg über den FC Bayern weniger Punkte holen als im Spiel zuvor. Nach Berechnungen von Stefan Gawrich (Twitter-Usern als @Nobilor bekannt) sind es nach der Niederlage der Eintracht in Bremen nunmehr 0,4 Punkte Unterschied pro Spiel. Seine Daten beziehen sich auf 87 Siege über Bayern in der Bundesliga zwischen 2001 und 2021, ausgenommen sind die Spieltage 1 und 34 einer Saison. Dabei schränkt Gawrich selbst ein, dass die Annahme gelten muss, die Spiele vor und nach einem Duell mit Bayern seien von vergleichbarem Schwierigkeitsgrad.

Siegestrunkenheit oder besondere Umstände?

Bei der Eintracht ist diese Annahme nicht sonderlich weit hergeholt, ging es doch vor dem Sieg über die Münchner gegen den 1.FC Köln und nun gegen Werder. Die beiden Traditionsklubs sind zumindest tabellarisch nicht weit auseinander. In Frankfurt glauben sie aber vermutlich nicht daran, die Siegestrunkenheit nach dem 2:1 über den Sextuple-Sieger habe den Ausschlag für das 1:2 an der Weser gegeben. Immerhin war die Eintracht gegen Werder sogar in Führung gegangen.

"Haben uns beeinflussen lassen"

Eher machen sie bei den Hessen besondere Begleitumstände der Partie aus, die das Ergebnis mit auf den Weg gebracht haben dürften. "Wir haben uns von außen beeinflussen lassen", bestätigt etwa Djibril Sow gegenüber Vereinsmedien. "Gegen Bremen sind die Partien immer umkämpft und emotional. Manchmal wird zu viel geredet, auf und neben dem Platz", sagt auch Makoto Hasebe. Selbst Adi Hütter ließ sich anstecken, sah nach eigener Aussage die erste gelbe Karte seiner Trainerkarriere. Bei dieser Gemengelage brachte Frankfurt gerade in Halbzeit zwei die eigenen PS nicht auf die Straße. Ob das nun zwingend mit dem Sieg sechs Tage zuvor gegen den FC Bayern in Verbindung zu bringen ist, lässt sich wohl kaum beantworten. Der 'Bayern-Besieger-Fluch' ist statistischer Fakt, lässt aber noch viel Platz für weitergehende Interpretation.