Endet die Niederlagenserie von Liverpool gegen den Tabellenletzten Sheffield?

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Vorschau | Liverpools Ergebnisflaute in der Liga hält weiter an. Nun müssen die Reds zum Tabellenletzten

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 20.15 Uhr, Live bei Sky.

  1. Liverpool verlor die vier letzten Ligaspiele
  2. Sheffield ist mit nur 11 Punkten Letzter
  3. Stellen die Reds eine fast 80 Jahre alte Negativserie ein?

Sheffield

Die zweite Saison nach dem Aufstieg soll die wirkliche Herausforderung sein, heißt es immer wieder in einer alten Fußballweisheit. Wenn man auf Sheffield United schaut, scheint diese Weisheit Bestätigung zu finden. Denn noch im letzten Jahr zählte der damalige Aufsteiger zu den Positivüberraschungen der Liga, schaffte den Klassenerhalt ohne große Probleme. Das Team von Chris Wilder (53) begeisterte mit dem unkonventionellen Einsatz der Innenverteidiger in der Vorwärtsbewegung, viele Gegner in der Premier League wurden scheinbar überrumpelt. Doch nachdem Aufstiegseuphorie und Überraschungsfaktor gewichen sind, ist die Situation in dieser Spielzeit mehr als trist.

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14 Punkte trennen den Tabellenletzten vom rettenden Ufer in der Tabelle. Auch wenn rechnerisch noch Möglichkeiten bestehen, sollte man sich als Anhänger Sheffields also schon einmal mit der Rückkehr in die Championship arrangieren. Mit bis jetzt 20 Niederlagen aus 25 Ligaspielen hat man sich zudem den Premier-League-Rekord gesichert, am schnellsten die 20 Niederlagen in einer Saison erreicht zu haben. Noch muss man mindestens einen Punkt sammeln um nicht der schlechteste Absteiger der Ligageschichte zu werden. Selbstverständlich ist dies bei Form und Leistung nicht. Vor allem die enorm schwache Offensive ist ein Problem.

Denn der heutige Gegner hat, Bekannterweise, große Personalprobleme in der Innenverteidigung. Selten bis vielleicht nie war Liverpool angreifbarer als zum jetzigen Zeitpunkt. Nur muss man dennoch angreifen können. Und dies gelingt Sheffield äußerst selten. 15 Tore aus 25 Auftritten sprechen eine deutliche und ernüchternde Sprache. Zu allem Unglück sind die Optionen für Wilder selber auch stark limitiert, selbst bei der Verletztenlage gibt es keinen Vorteil gegenüber dem amtierenden Meister. John Egan (28), Jack O’Connell (26), Chris Basham (32), Jack Robinson (27) und Jayden Bogle (20)stehen für defensive Aufgaben nicht zur Verfügung, lassen nur eine Rumpftruppe zurück. Sander Berge (23), Lys Mousset (25) und Jack Rodwell (29) fehlen auch. Und so ist die Hoffnung auf einen Punktgewinn irgendeiner Art tatsächlich auf den Glauben an ein Wunder limitiert. 

Liverpool

Nach historisch guten Leistungen und Titelgewinnen in den vergangenen Jahren, schreibt der Liverpool FC auch in dieser Saison wieder Geschichte. Doch leider in eine gänzlich ungewünschte Richtung. Nach vier Niederlagen in der Premier League in Folge, könnte heute die fünfte folgen. Eine solche Negativserie gab es für die traditionsreichen Reds das letzte Mal 1953 zu verkraften. Mit der 2:0-Derbyniederlage an der sagenumwobenen Anfield Road gab es schon in der letzten Woche neue Tiefstwerte zu verzeichnen. Noch nie gab es soviel Niederlagen in der Liga in Folge unter Trainer Jürgen Klopp. Zusätzlich war es der erste Sieg des blauen Stadtrivalen im roten Gebiet in diesem Jahrtausend. Auch der 2:0-Sieg in der Champions League gegen RB Leipzig konnte im Vorfeld keinen neuen Aufwind bringen. Es läuft so einiges schief bei Liverpool. 

Wirklich herauszuheben ist dabei, dass man einfach nicht genug Tore erzielt. Die gefürchtete Offensivmaschinerie der Reds stockt gewaltig – Dies hat zwei Gründe. Zuerst muss man hervorheben, dass das Offensivtrio um Salah (28), Mané (28) und Firmino (29) einfach nicht in Topform ist. Dies schlägt sich auch in der Chancenverwertung nieder. Kaum ein Spiel, egal wie es am Ende ausging, wurde von Anfang an chancenlos bestritten, Liverpool kann phasenweise weiterhin jedes Team der Welt in Bedrängnis bringen. Doch in dieser Überlegenheit resultieren zu wenige Treffer. Nicht nur, weil Hochkaräter viel zu einfach vergeben werden, sondern auch weil diese Chancen seltener zu Stande kommen als in den letzten Jahren. 

Wenn es in der Offensive also nicht läuft, muss zumindest die Defensive stehen. Doch hier liegt vielleicht das größte Problem Liverpools im Moment. Denn die Verletzungsplage in der Viererkette, vor Allem in der Innenverteidigung, reißt einfach nicht ab. Nun hat es selbst Aushilfe-Aushilfs-Innenverteidiger Jordan Henderson (30) getroffen, der Kapitän fällt mehrere Wochen aus. Damit dürfte das Abwehrzentrum nun aus Neuzugang Ozan Kabak (20), der nur einen durchwachsenen Start im neuen Trikot zu verzeichnen hat, und Nat Phillips (23), der als Ersatzmann nicht gänzlich überzeugen konnte, bestehen. All diese Probleme sind auch vor dem Duell gegen Sheffield vorhanden. Der Weg zurück in Siegesform wird auch gegen den Tabellenletzten ein schwerer werden. Trotz des Qualitätsunterschiedes ist kaum vorstellbar, dass der Liverpool FC auf einmal wieder die Sterne vom Himmel spielt. 

Prognose

Trotz großen Problemen ist Liverpool Favorit eggen den Tabellenletzten. Die drei Punkte wird man sich aber auch bei Sheffield hart erarbeiten müssen. 

Mögliche Aufstellungen:

Sheffield: Ramsdale, Ampadu, Jagielka, Bryan, Baldock, Lundstram, Norwood, Fleck, Stevens, McGoldrick, Sharp

Liverpool: Alisson, Alexander-Arnold, Kabak, Phillips, Robertson, Thiago, Wijnaldum, Jones, Salah, Firmino, Mane

Photo by PHIL NOBLE/POOL/AFP via Getty Images