Elf des Spieltags: Eine Allzweckwaffe und Bayerns Motor

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Jan Schultz

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Ein Donnerstag schreit für gewöhnlich nicht nach einer Elf des Spieltags. Doch in einer Englischen Woche ist eben alles anders.

Tor

Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Beim Stand von 1:0 für seine Wolfsburger wehrte Casteels einen Strafstoß ab. Es sollte eine spielentscheidende Szene sein, denn statt des Ausgleichs legten die Wölfe in der Folge nach. Der Belgier ließ sich auch in der Folge nichts zu Schulden kommen, beim Stuttgarter Ehrentreffer kurz vor Schluss war er chancenlos. Benny Fuchs dürfte es gefreut haben.



Abwehr

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): Der Österreicher musste zuletzt über einen Monat wegen Oberschenkelbeschwerden zuschauen. Ohne ihn kassierte die Eintracht elf Gegentore in fünf Spielen. Gegen Augsburg war Hinteregger nun sofort wieder die Stabilität in Person. Hinten hielten Hinti und seine Kollegen die Null, vorne besorgte der Österreicher höchstpersönlich die Führung.

Amos Pieper (Arminia Bielefeld): Die Leistung des Arminia-Innenverteidigers hatte gar historische Ausmaße. Hinten war er mit einer abermals starken Defensivleistung entscheidend an der Null beteiligt, vorne bereitete er den Siegtreffer vor. In der Summe versenkte Pieper, ein Mann aus der Dortmunder Jugend, den FC Schalke 04 damit endgültig. Es ist der erste königsblaue Abstieg seit über 30 Jahren.

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Manuel Akanji (Borussia Dortmund): Am Ende stand ein 2:0-Erfolg für den BVB auf der Anzeigetafel, tatsächlich aber tat sich die Borussia gegen Union ziemlich schwer. Das Aluminium rettete die Hausherren zwei Mal, auf Akanji konnten sich die Hausherren aber ebenso verlassen. Der Schweizer hatte die meisten gelungenen Defensivaktionen und war somit maßgeblich am wichtigen Sieg beteiligt.

Pavel Kadeřábek (TSG Hoffenheim): Zur Halbzeit sah es für die Hoffenheimer überhaupt nicht gut aus, lagen sie gegen Gladbach doch mit 0:2 zurück. Dann aber kam Kadeřábek. Der Außenverteidiger trieb das Spiel über seine rechte Seite immer wieder an – und zwar mit Erfolg. Das Ausgleichstor legte er ebenso auf wie den Siegtreffer. Zwei Vorlagen, das kann sich für einen Defensivmann absolut sehen lassen!


Mittelfeld

Joshua Kimmich (FC Bayern): Der bayrische Motor lief auch gegen Leverkusen mal wieder auf Hochtouren. So legte Kimmich mit 12,64 Kilometern nicht nur die größte Strecke in der Allianz Arena zurück, er war auch noch an sechs Torschüssen direkt beteiligt. Besonders entscheidend war dabei sein Treffer zum 2:0.

Jonas Hector (1. FC Köln): Als Linksverteidiger schaffte es Hector einst bis in die Nationalmannschaft, lange Zeit durfte er auch im zentralen Mittelfeld ran. Am Dienstag glänzte er allerdings noch offensiver. Auf dem Papier agierte er irgendwo zwischen der Acht und der Zehn, tatsächlich war er oftmals Kölns zweite Spitze – und was für eine! Zwei Mal schloss der Linksfuß eiskalt ab, der Doppelpack der Kölner Allzweckwaffe sicherte dem Effzeh drei wichtige Punkte.

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Josip Brekalo (VfL Wolfsburg): Die Wölfe steuern weiterhin zielstrebig auf die Teilnahme an der Champions League zu. Während sie sich hinten in der Regel vor allem auf ihren überragenden Schlussmann verlassen können, haben sie am anderen Ende des Platzes vor allem Wout Weghorst. Der stand am Mittwochabend aber etwas im Schatten Brekalos. Denn der Flügelflitzer war für die Stuttgarter Defensive kaum zu greifen, hiesige Streamer würden ihn als „wuselig“ beschreiben. Auf diese Art und Weise legte der Kroate jedenfalls zwei Tore auf.

Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): Geht eine Topauswahl der Bundesliga dieser Tage überhaupt noch ohne den Serben? Auf Kostić war auch gegen Augsburg einmal mehr Verlass. Der Linksfuß rannte seine Seite nicht nur rauf und runter, mit einer lehrbuchmäßigen, butterweichen Flanke legte er auch noch das spielentscheidende 2:0 auf. Was ein Topspieler eben so macht.


Angriff

Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach): Am Ende war es wahrlich kein schöner Abend für die Fohlen, verspielten sie in Sinsheim doch einen 2:0-Vorsprung. Dass sie zur Pause überhaupt in einer derart komfortablen Situation waren, lag in erster Linie am starken Thuram. Denn der Franzose war für seine Gegenspieler zwei Mal zu schnell, vor allem Stefan Posch erlebte eine traumatische erste Halbzeit. Thuram zwei Vorlagen langten am Ende also zwar nicht für Punkte, aber immerhin für einen Platz in unserer Elf des Spieltags.

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Andrej Kramarić (TSG Hoffenheim): Kadeřábek hat bereits seinen verdienten Lohn erhalten, doch Hoffenheim hatte gestern Abend noch einen weiteren Helden. Mal wieder. Denn natürlich war auch der Torschütze von Dienst, Kramarić, zur Stelle. Er erzielte zunächst den Anschlusstreffer, später dann den Siegtreffer. Es waren seine Saisontore 15 und 16. Wo der Kroate wohl ohne seine Verletzungen stehen würde?