Elf des Spieltags: Ein Freistoßterrorist und die wandelnde Maggi-Flasche | OneFootball

Elf des Spieltags: Ein Freistoßterrorist und die wandelnde Maggi-Flasche

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Jan Schultz

Der 14. Spieltag der 1. Bundesliga begeisterte uns mit einer regelrechten Flut an Toren. Hier kommen nun jene elf Profis, die sich dabei besonders in den Vordergrund gespielt haben.

Tor

Marvin Schwäbe (1. FC Köln): Trotz früher Führung tat sich der Effzeh in Bielefeld schwer, die Arminia hatte ein deutliches Chancenplus. Dass daraus nur ein Treffer resultierte, lag auch an Schwäbe. Der Schlussmann parierte vor allem gegen Fabian Klos und Patrick Wimmer stark.


Abwehr

Timo Baumgartl (Union Berlin): Die Köpenicker Defensive hat gegen Leipizig im Kollektiv funktioniert, Baumgartl war dabei ebenso entscheidend wie seine Nebenmänner. Den Unterschied machte er indes auf der anderen Seite. Vor dem 1:0 spitzelte er das Leder zu Torschütze Taiwo Awoniyi, das 2:1 erzielte er dann selbst.



Nico Schlotterbeck (SC Freiburg): Hinten praktisch beschäftigungslos, vorne durfte er sich indes auch an der Freiburger Torparty beteiligen. Schlotterbeck besorgte den Endstand.

Philipp Lienhart (SC Freiburg): Siehe Schlotterbeck. Einziger Unterschied: Lienhart vollstreckte zum 3:0.


Mittelfeld

Amine Adli (Bayer Leverkusen): 7:1! Die Werkself brannte gegen bemitleidenswerte Fürther ein echtes Feuerwerk ab. Dabei sammelten gleich mehrere Leverkusener mindestens zwei Scorerpunkte. Herauszuheben ist dabei Adli, der nach seinem Sommertransfer leichte Anlaufprobleme hatte. Mittlerweile hat sich der 21-Jährige aber bestens eingefunden. Am Samstag legte er einen Treffer auf und knipste einmal selbst.

Vincenzo Grifo (SC Freiburg): Eigentlich ist das Leben ja schön, wahrlich ein Geschenk. Wären da nicht die Tücken des Alltags, die uns andauernd bedrohen. Morgens den Wecker überhören, auf gefrorenen Gehwegen ausrutschen oder nach einer durchzechten Nacht in die falsche Bahn steigen. Alles gefährlich. All das ist aber nichts im Vergleich zu Grifo, der Borussia Mönchengladbach mit seinen Freistoß- und Eckballflanken gestern regelrecht terrorisiert hat, gleich drei Buden direkt auflegte und den Fohlen somit jegliche Freude am Fußball nahm.

Jude Bellingham (Borussia Dortmund): Nach dem Topspiel wurde wenig über das Sportliche gesprochen – das gilt fürs Spiel im Allgemeinen wie für die Leistung Bellinghams im Speziellen. Dabei fiel der Engländer nicht nur abseits des Platzes mit markigen Worten auf. In einer spektakulären Partie hatte er zuvor immerhin beide Dortmunder Tore aufgelegt.

Daniel Caligiuri (FC Augsburg): Zur Pause deutete in Augsburg viel auf ein Debakel hin, der FCA lag gegen Bochum bereits 0:3 zurück. Der Rausch des Aufsteigers endete allerdings mit dem Pausenpfiff und wäre am Ende beinahe einem bösen Erwachen gewichen. Denn angetrieben von einem starken Caligiuri drehten die Hausherren plötzlich auf. Der Flügelspieler legte das 1:3 auf, in der Schlussphase verkürzte er vom Punkt. Das war es dann aber auch, die Augsburger Aufholjagd blieb ohne Belohnung – Caligiuris Nominierung an dieser Stelle ausgeklammert.


Angriff

Stevan Jovetić (Hertha BSC): Der selbst gemachten Suppe fehlt etwas die Würze? Knall Maggi ran. Nudeln mit Ei und Schinken schmecken zu fad? Knall Maggi ran. Du liegst mit zwei Toren in Stuttgart zurück? Gib den Ball zu Jovetić. Der Angreifer ist der Hertha genau das, was Millionen von deutschen Haushalten Maggi ist: Ein echter Retter in der Not. Sein Doppelpack sicherte dem Hauptstadtklub noch einen Zähler – und Tayfun Korkut damit einen gelungenen Einstand.

Patrik Schick (Bayer Leverkusen): Eine Vorlage, vier Tore, der zweitschnellste Viererpack der Bundesliga-Geschichte. Ein Platz in der Elf des Spieltags ist diese Woche nicht genug, um die Leistung Schicks angemessen zu würdigen. Eben deswegen ernennen wir ihn kurzerhand zum Kapitän unserer Elf. Und zum Trainer. Und zum Manager. Und zum Ehrenpräsidenten.

Sebastian Polter (VfL Bochum): Der Angreifer kehrte im zurückliegenden Sommer etwas überraschend auf die Bühne 1. Bundesliga zurück, rückwirkend darf man dem VfL Bochum dazu gratulieren. Die Sturmkante bringt nicht nur Erfahrung mit und macht Bälle fest, Polter knipst auch noch verlässlich. Sein Doppelpack brachte in Augsburg den Sieg, insgesamt steht er damit bereits bei fünf Saisontoren.