EL-Vorschau: Drei deutsche Teams, aber auch drei Favoriten?

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Niklas Levinsohn

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Auch vor der Europa League hat das Coronavirus nicht Halt gemacht. Wir lassen aber einmal die besonderen Umstände dieses Spieltags hinter uns und konzentrieren uns auf das Sportliche.

Topspiel des Tages

Glasgow Rangers – Bayer Leverkusen (21 Uhr)

Da Sevilla gegen die Roma und Inter gegen Getafe abgesagt wurden, ist die Auswahl nicht mehr allzu groß. Beim Spitzenspiel des Tages haben wir uns für eine der wenigen Partien entschieden, die nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Und dann auch noch im altehrwürdigen Ibrox Stadium in Glasgow. Auf Bayer Leverkusen wartet ein klangvoller, aber machbarer Gegner.

Glasgow Rangers 1
Bayer 04 Leverkusen 3
reguläre Spielzeit

Ernstnehmen sollte die Werkself die Rangers dennoch, denn die Mannschaft von Steven Gerrard spielt in der schottischen Liga eine starke Saison. Hinter Dauermeister Celtic liegen sie komfortabel auf dem zweiten Platz. Außerdem weiß die frühere Liverpool-Legende aus aktiven Zeiten, wie man Europapokalnächte gegen vermeintlich überlegene Teams erfolgreich gestaltet. Gerne mal beim AC Mailand nachfragen.

Außer Frage dürfte nichtsdestotrotz stehen, dass die Werkself als leichter Favorit in dieses Achtelfinale der Europa League geht. Dafür spricht nicht nur der auf Papier bessere Kader, sondern vor allem die überragende Form, in der sich die Schützlinge von Peter Bosz zuletzt präsentierten. Aus den vergangenen wettbewerbsübergreifend neun Partien ging Leverkusen acht Mal als Sieger vor. Nur gegen Leipzig wurden die Punkte geteilt.


Das erwartet die deutschen Teams

Bei den EL-Partien in Frankfurt und Wolfsburg werden heute Abend ausnahmsweise gleich viele Zuschauer im Stadion sein, nämlich gar keine. Gegen Basel hat die SGE auch ohne eigene Fans im Rücken gute Chancen auf einen Heimsieg. Die Schweizer sind nämlich nur Dritter in der heimischen Liga, absolvierten ihr letztes Pflichtspiel bedingt durch das Coronavirus zudem am 15. Februar. Und da setzte es auch noch eine 0:1-Niederlage gegen Thun.

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Eine anspruchsvollere Aufgabe wartet da schon auf den VfL Wolfsburg, der mit Schachtar Donezk aller Voraussicht nach den alten und neuen ukrainischen Meister empfängt. Die Mannschaft besteht nahezu ausschließlich aus Ukrainern, Brasilianern und brasilianischen Ukrainern. Dass da zumeist einige dabei sind, die kicken können, ist nicht erst seit gestern bekannt. Willian und Douglas Costa gehören zu Donezks prominentesten Exportschlagern. Der 20-jährige Tetê könnte ihr Nachfolger werden.


Das größte Überraschungspotenzial

Beim letzten Mal haben wir Brügge gegen Manchester United gesagt und sind damit ordentlich auf die Nase gefallen. Weil aus Fehlern lernen etwas für klügere Leute ist, schießen wir uns auch heute auf die Red Devils ein. Nach dem Sieg im Stadtderby gegen City wäre es jetzt doch Zeit für eine schöne kleine Blamage beim Linzer ASK. Auch wenn der Underdog aus Österreich ohne den eigenen Anhang kommen muss.

In der Zwischenrunde schaltete LASK auf überzeugende Weise den Tabellenzweiten aus den Niederlanden, AZ Alkmaar aus. Der Ex-Klub von Wolfsburg-Coach Oliver Glasner spielt nach wie vor einen erfrischenden und mutigen Ball, der auch größeren Namen Probleme bereiten kann. Warum denn diesmal nicht Manchester United?