Eintrachts Jagd nach den Toptalenten - MacNulty der Nächste?

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Ob Eintracht Frankfurt in dieser Saison nach den Sternen greift und die erste Champions League-Qualifikation der Vereinsgeschichte packt, ist noch offen. Eines ist aber klar: Nach europäischen Toptalenten greifen die Hessen schon vermehrt.

Der Franzose Evan N'Dicka und der Brasilianer Tuta sind das beste Beispiel bei Eintracht Frankfurt, wie effektive Talentförderung aussehen kann. Die beiden 21-Jährigen sind in der Innenverteidigung der Hessen gesetzt, vor allem N'Dicka hat sich seit seinem Wechsel 2018 von AJ Auxerre in die Bundesliga in 70 Bundesligaspielen etabliert und könnte im Sommer gar den nächsten Sprung wagen. Auch Luka Jovic kam einst als 19-jähriges, vermeintlich schon gescheitertes Talent und fand über die Eintracht den Weg zu Real Madrid und nun kurzzeitig auch wieder zurück. Im Winter verpflichteten die Frankfurter bereits Ali Akman von Bursaspor ablösefrei für den kommenden Sommer. Beim türkischen Angreifer setzten sie sich dabei gegen Konkurrenten wie den VfL Wolfsburg durch.

Toptalent Blanco an der Angel

In den letzten Wochen allerdings startete die Eintracht eine echte Jugend-Transferoffensive. Für die U17 kamen aus Portugal Rodrigo Cunha und Joao Bernardo. Mit Fabio Blanco steht ein spanisches Toptalent des FC Valencia ebenfalls für einen Sommertransfer auf der Liste - allerdings wohl für die Profis. An dem 17-jährigen Rechtsaußen sind auch der FC Barcelona, Bayern München und Borussia Dortmund interessiert. Dennoch haben die Frankfurter gute Chancen auf eine Verpflichtung, weil Ben Manga, Kaderplaner und Direktor Profifußball, mit seiner Eintracht mittlerweile der Ruf voraus eilt, eine gute Adresse für Talente und deren Entwicklung zu sein. Gerade auf dem spanischen und portugiesischen Markt hat Manga seine Fühler weit ausgestreckt und dort auch die nötige Überzeugungskraft. Dass Tuta (zwischenzeitlich beim KV Kortrijk) und aktuell auch Rodrigo Zalazar (FC St. Pauli) und Dejan Joveljic (Wolfsberger AC) dabei den Durchbruch erst über eine Leihe schaffen, gehört zur Transferphilosophie dazu. Manga besitzt bei den Verpflichtungen auch immer eine gehörige Portion Phantasie, Kreativität und Perspektive. Eine Herangehensweise, mit der sich auch der neue Sportvorstand Markus Krösche sehr gut identifizieren kann. Die Eintracht hat in den letzten Jahren einen Wandel vollzogen. Kamen einst doch Talente wie Jesus Vallejo selbst nur per Leihe zu den Hessen.

Folgt MacNulty auf Ramaj?

Mit Diant Ramaj haben die Frankfurter zuletzt auch ein deutsches Torwarttalent an Land gezogen. Der 19-Jährige wird im Sommer vom 1. FC Heidenheim an den Main wechseln. Der Deutsch-Kosovare ist deutscher U20-Nationalspieler und könnte perspektivisch die neue Nummer zwei hinter Kevin Trapp werden. Wie Sky berichtet, sucht die Eintracht mittlerweile aber nach Talenten auch bei der direkten Bundesliga-Konkurrenz und hat bei Anselmo Garcia MacNulty ihr Interesse hinterlegt. Der Innenverteidiger spielt seit dem Sommer 2020 für die U19 des VfL Wolfsburg, lief auch schon dreimal für die U23 der Wölfe auf. Der Vertrag des in Sevilla geborenen Iren, der bei Betis ausgebildet wurde, läuft nach der Saison aus. Der 18-jährige Linksfuß passt perfekt in die Transferphilosophie der Hessen und wäre ein Vorgriff auf einen möglichen N'Dicka-Abgang spätestens 2022. Aber auch beim VfL rechnet man sich noch Chancen auf einen Verbleib aus. Gut möglich, dass Ben Manga aber auch dort wieder Überzeugungsarbeit leisten wird. 

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