"Ein ganz, ganz tolles Gefühl": FCS stellt neuen Vereinsrekord auf | OneFootball

"Ein ganz, ganz tolles Gefühl": FCS stellt neuen Vereinsrekord auf

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Durch den Last-Minute-Erfolg beim FSV Zwickau hat der 1. FC Saarbrücken nicht nur den dritten Sieg in Folge gefeiert und sich vorerst auf den Relegationsplatz vorgeschoben, sondern auch einen neuen Vereinsrekord in der 3. Liga aufgestellt.

"Kann sich sehen lassen"

Das Fass drohte Anfang November überzukochen beim FCS: Nach der blutleeren 0:1-Pleite im Derby gegen Mannheim unterlagen die Saarbrücker auch gegen den 1. FC Kaiserslautern, für manch einen war die Saison danach bereits kaputt. Doch seitdem fuhren die Jungs von Uwe Koschinat drei Siege in Serie ein – mit einem Torverhältnis von 8:3. "Es sagt verdammt viel über eine Mannschaft, wenn sie sich danach nicht zerfleischt", zollte Koschinat nach dem Sieg über Zwickau in Bezug auf die verlorenen Derbys am Mikrofon von "MagentaSport" Respekt. "Vergessen", so der Übungsleiter, könne man dies trotzdem nicht. So sei ein Derby immer "ein ganz, ganz wichtiges Spiel für den Klub".

An Kritik sollte es das aber auch gewesen sein. Viel mehr stellte der 50-Jährige lieber fest, dass es im Nachhinein "jetzt beim Punktestand keine Rolle" spiele. Recht hatte er. Denn schon jetzt steht fest: Der 1. FC Saarbrücken blickt mit 30 Punkten auf die beste Hinrunde seiner Drittliga-Historie zurück. Zum Vergleich: Unter Vorgänger Lukas Kwasniok hatte der FCS in der vergangenen Saison "nur" 29 Zähler nach 19 Spielen auf dem Konto. "30 Punkte nach 18 Spielen können sich sehen lassen", meinte Koschinat und sprach von einem "ganz, ganz tollen" Gefühl.

Bank ist Trumpf

Ein Gefühl, das der Übungsleiter auch mit Blick auf die Kadertiefe haben dürfte. So verwandelte der eingewechselte Sebastian Jacob, welcher zuvor "zähneknirschend" auf der Bank Platz nehmen musste, den entscheidenden Elfmeter kurz vor Schluss zum 2:1-Endstand für den Gast (90.). Herausgeholt wurde dies indes vom ebenfalls eingewechselten Justin Steinkötter, der "auf dem Weg zum Stammspieler" sei. "Der finale Pass kam von Nick Galle, auch einem Einwechselspieler", bemerkte Koschinat zusätzlich. So blieb ihm das Fazit, es sei "sehr viel von der Bank gekommen, das uns drei Punkte gegeben hat."

So fiel es für "Qualitätsspieler" Jacob auch nicht allzu sehr ins Gewicht, dass der zur Halbzeit gekommene Stürmer nach seinem Treffer wieder raus musste, um das Abwehrbollwerk zu stärken. Am Ende standen für den 1. FC Saarbrücken drei Punkte, die im Jahresendspurt und vor immer weniger Zuschauern Gold wert sein könnten. So habe der FCS nun noch "zwei Heimspiele vor Weihnachten", die es zu gewinnen gelte, um den Trend zu bestätigen. Sollte dies gegen die aus den unteren Gefilden kommenden Gegner von Freiburg II und Schlusslicht Havelse gelingen, könnten die Derby-Niederlagen vielleicht bald tatsächlich ad acta gelegt sein. Ob Tobias Jänicke nächsten Samstag dabei sein wird, ist noch offen, nachdem er zur Pause mit Wadenproblemen ausgewechselt werden musste.

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