Eberl stößt Debatte an: "Anzahl ausländischer Spieler in NLZ regulieren"

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Der deutsche Fußball hat ein Nachwuchs-Problem! Sowohl klassische Mittelstürmer als auch gute Außenverteidiger sind nicht nur laut Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl in den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Klubs Mangelware. Um mehr den deutschen Spielern eine bessere Entwicklung zu ermöglichen, bringt Eberl eine Regulierung  ausländischer Talente ins Spiel.

Jugendarbeit ist ein langwieriger Prozess. Werden bestimmte Positionsspieler gebraucht, benötigt es Zeit, diese auszubilden. "Wir sind nicht in der Lage zu sagen: Wir drücken auf den Knopf und morgen haben wir wieder welche", sagte Eberl zum Thema. Was tun also Top-Vereine wie der FC Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig? Sie holen sich die Talente aus dem Ausland und rüsten damit ihre Junioren-Teams auf. Wie Eberl aufführte, geht der aktuelle Trend zu "französischen, englischen und portugiesischen Jungs". So auch bei Borussia Mönchengladbach: "Da nehme ich uns nicht raus, wir holen auch ausländische Top-Talente, wenn es möglich ist", so der 47-jährige Sportdirektor.

Neue Auslandsregeln für Nachwuchs-Kader?

Die Folge: Bei internationalen Wettbewerben ist Deutschland außen vor. "Bei U17- und U19-Qualifikationsturnieren scheiden wir regelmäßig aus. Also sehen wir ja, dass wir da etwas hinten dran sind", sprach Eberl die Misere an, welche sich am Ende auch in der deutschen A-Nationalmannschaft bemerkbar machen könnte bzw. macht. Um wieder mehr den eigenen Nachwuchs zu fördern, stieß Eberl die Debatte an, in den NLZ eine Regulierung ausländischer Spieler einzuführen. "Vielleicht muss man sich irgendwann Gedanken machen, die Anzahl zu regulieren, um nicht unzählige Ausländer im Kader zu haben", führte Eberl die Idee fort.

Eberl: "Müssen eine Schippe drauflegen"

Kehrseite der Medaille: Talente wie Jude Bellingham (Borussia Dortmund), Tanguy Nianzou (FC Bayern München) oder Christopher Nkunku (RB Leipzig) würden weniger den Weg in die Bundesliga finden, weil die Vereine sich dann verstärkt aus den eigenen Reihen bedienen. Über das "Wie" gibt es sicherlich mehrere Optionen zu diskutieren, Eberl hat aber mit der folgenden Aussage Recht: "Wir müssen im deutschen Fußball bei der Nachwuchsförderung eine Schippe drauflegen."