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TSG Hoffenheim

·1. Oktober 2022

Die Sehnsucht nach Ruhe

Artikelbild:Die Sehnsucht nach Ruhe

Die vergangenen Jahre waren für Hertha BSC turbulent. Der Gegner der TSG Hoffenheim am Sonntag (15.30 Uhr/Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) wollte mit großen Investitionen in die Bundesliga-Spitze, entging aber zweimal nur haarscharf dem Abstieg. Die Strategie hat sich geändert – die Ziele aber auch.

Es ist zuletzt etwas ruhiger geworden in der Hauptstadt. Fünf Punkte aus den vergangenen drei Ligaspielen haben für etwas Entspannung gesorgt bei Hertha BSC, nachdem der Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten vier Ligaspielen sowie dem Pokalaus bei Eintracht Braunschweig nicht gelungen war.

Das Gesicht des kürzlichen Aufschwungs ist Marco Richter. Der 24-Jährige verpasste den Saisonstart nach seiner Hodenkrebs-Diagnose, kam in den vergangenen vier Partien in der Schlussphase ins Spiel und traf bereits zweimal.

Die Hertha setzt in dieser Spielzeit auf zahlreiche Legionäre. 19 Spieler im Kader stammen nicht aus Deutschland, nur Leverkusen hat einen ausländischen Spieler mehr. Am vergangenen Spieltag gegen Mainz standen Spieler aus neun verschiedenen Ländern in der Startelf der Hertha.

Die Transferstrategie der Hertha hat sich gewandelt. Gab der Klub in der Saison 2019/20 noch einen dreistelligen Millionenbetrag für die Neuzugänge aus, waren es vor dieser Spielzeit lediglich 6,4 Millionen Euro, drei Startelfkandidaten kamen ablösefrei, weitere wurden ausgeliehen.

Auch wenn die Hertha in den vergangenen drei Spielen nicht mehr verloren hat, nach den ersten sieben Saisonspielen steht nur ein Sieg auf dem Konto der Hauptstädter. So wenige Siege nach hatten die Berliner zuletzt vor 13 Jahren zum gleichen Zeitpunkt auf dem Konto, am Ende der Spielzeit stieg Hertha in die 2. Bundesliga ab.

Daher müssen noch vor der Winterpause Siege und Punkte her, um sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Die großen Träume des „Big City Clubs“ sind erstmal passé, zunächst will die Hertha erstmal wieder ihren Platz im Oberhaus festigen. Die vergangenen beiden Jahre, in denen sich der Klub zunächst am vorletzten Spieltag und dann in der Relegation in der Liga hielt, waren Warnung genug.

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