DFL: Quarantäne-Trainingslager für 1. und 2. Bundesliga?

Logo: 90PLUS

90PLUS

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/crop/face?h=810&image=https%3A%2F%2Fwww.neunzigplus.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F04%2F1002161965-scaled.jpg&q=25&w=1080

News | Die DFL berät offenbar über den Einsatz von Quarantäne-Trainingslager für alle 36 Teams der 1. und 2. Bundesliga. Diese sollen für die letzten drei Spieltage angeordnet werden.

Quarantäne-Trainingslager der DFL? „Situation, die wir schwer beherrschen können“

Laut eines Berichts des kicker denkt die DFL über Quarantäne-Trainingslager für alle 36 Teams der 1. und 2. Bundesliga nach. Demnach soll der Ernstfall von Hertha BSC und die bereits chaotischen Umstände der zweiten Bundesliga Anstoß dazu gegeben haben. Offenbar sollen sich die Teams an den letzten drei Spieltagen 32-34 in eigenen Trainingslagern auf die Partien vorbereiten und trainieren. Ein Blick in die zweite Liga offenbart wie chaotisch es werden kann, sollte neben Hertha auch ein anderer Bundesligist vom Corona-Virus betroffen sein.

Selbst wenn alles glatt geht, hat die Hertha ein Mammutprogramm von fünf Spielen in 14 Tagen vor der Brust. Alles unter der Prämisse, dass in nächster Zeit kein anderer Verein ein Corona-Problem hat. Manche Bundesligisten befinden sich bereits in einer Art „Quarantäne“. Augsburg-Sportvorstand Stefan Reuter (54) sagte: „Wir sind fast schon in Quarantäne. Am Montag fahren wir mit dem Bus, um externe Kontakte möglichst zu vermeiden.“ Auch der 1. FC Union Berlin handhabt es so. „Wir bestreiten ein Auswärtsspiel in Dortmund, werden dann zurück nach Berlin kommen und uns ins Hotel begeben“, erklärte Union-Coach Urs Fischer (55).  Dass ein Abbruch der Saison aktuell (noch) keine Option ist, betonte die DFL. Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha, hat allerdings Bedenken ob der Kontrolle über die Situation. „Ich mache mir schon Gedanken, dass wir in eine Situation kommen, die wir schwer beherrschen können“, so Schmidt, der ergänzte: „Es geht für uns um sehr viel!“ Klar ist: Nicht nur für die Berliner geht es um sehr viel.

Photo by Imago