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Nina Probst·5. April 2025

DFB behauptet Tabellenführung: 5️⃣ Erkenntnisse zum 4:0 über Schottland

Artikelbild:DFB behauptet Tabellenführung: 5️⃣ Erkenntnisse zum 4:0 über Schottland

Zweiter Sieg im dritten Spiel: Mit dem 4:0 gegen Schottland hat die deutsche Mannschaft die Tabellenführung in der Gruppe A1 der Nation’s League behauptet. Schon am Dienstag trifft das DFB-Team zuhause in Wolfsburg erneut auf die Schottinnen und kann dort weitermachen, wo es Freitagabend aufgehört hat. Denn vor allem die zweite Halbzeit zeigte eine dominante deutsche Mannschaft.

1. Zu viele Ballverluste

Das Kopfschütteln von Bundestrainer Christian Wück auf der Trainerbank sprach Bände, wenn es mal wieder passiert war: ein Ballverlust der deutschen Spielerinnen. Oft ganz ohne Bedrängnis und nur aufgrund eigener Unachtsamkeit oder zu wenig Konzentration gab die DFB-Auswahl gegen Schottland zu viele Bälle her. „Es sind einfache Fehler passiert und ich weiß, dass die Mädels das eigentlich können“, sagte Wück später im ZDF. Zwar konnten die Gegnerinnen daraus nicht immer einen Nutzen ziehen, doch gerade Ballverluste im Mittelfeld führten auch zu gefährlichen Situationen. Und in der Nachspielzeit wackelte durch fehlende Konzentration im deutschen Team die Null deutlich.


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2. Starke Einzelspielerinnen, wenig Team

Namhafte Spielerinnen mit viel Erfahrung – Lina Magull, Svenja Huth, Alex Popp – haben in den vergangenen Monaten ihren Abschied aus der Nationalmannschaft verkündet und diese Lücken sind noch nicht geschlossen. Vor allem nicht in Hinblick auf die großen Führungsspielerinnen, die das Team mitnehmen, anschubsen, leiten. Im Spiel gegen Schottland war das wieder einmal gut zu sehen. Gute Einzelaktionen wurden nicht zum Anlass genommen, die Mitspielerin zu pushen und daraus eine Energie für die ganze Mannschaft abzuleiten.

Und an diesen Aktionen hätte es nicht gemangelt: Beispielsweise Außenstürmerin Jule Brand zeigte großen Einsatz, arbeitete meist stark nach hinten und holte sich die Bälle. Auch die Torschützin zum 0:1, Elisa Senß, zeigte eine gute Partie. Die Mittelfeldspielerin, die sich zuletzt stark entwickelt hatte und unter Wück einen Stammplatz in der Startelf hat, spielte sehr aktiv und war ständig präsent.

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📸 Steve Welsh - 2025 Getty Images

3. Defensiv solide, offensiv noch nicht überzeugend

Auch wenn das Ergebnis am Ende klar für Deutschland sprach: Offensiv agierte die Wück-Elf noch nicht ganz überzeugend. Die Ideen waren oft da, doch gerade in der ersten Halbzeit fehlte häufig der letzte Pass oder die Mitspielerinnen liefen nicht mit und boten sich an. Gelangte die deutsche Mannschaft aber in den gegnerischen Strafraum, konnte sie sich dort durchaus auch mal festsetzen. Die Präsenz im 16er dürfte dem Bundestrainer gefallen haben, doch noch zu selten kam seine Mannschaft in diese Position.

Defensiv dagegen zeigte die DFB-Auswahl eine solide Leistung. Auch wenn das Spiel phasenweise in der deutschen Hälfte ablief, war klar zu erkennen: Deutschland wollte die Null halten und für dieses Ziel schloss man sich in der Abwehr zusammen. Und wenn es nötig war, war Ann-Katrin Berger zur Stelle. Gerade in den letzten Spielminuten bewies die DFB-Abwehr einen starken Zusammenhalt und warf sich mit allem was ging in die Schüsse der schottischen Spielerinnen. Aber: „Dass wir so ins Straucheln kommen, darf eigentlich gar nicht passieren. Wir müssen zum Schluss konzentrierter sein“, mahnte der Bundestrainer im ZDF.

4. Wück mit dem optimalen Halbzeit-Plan

In der Halbzeit nahm Bundestrainer Wück einen Wechsel vor: Für Klara Bühl kam Cora Zicai. Und die bedankte sich prompt. In der 57. Minute bekam sie von Brand einen Pass, zog zielstrebig ab und traf zum 0:3. Und auch danach ließ sie keinen Zweifel daran, dass ihre Einwechslung genau richtig war.

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📸 Steve Welsh - 2025 Getty Images

Doch nicht nur Cora Zicai machte in der zweiten Halbzeit Spaß, das ganze deutsche Team war besser aus der Kabine gekommen. Mit deutlich mehr Dominanz und Zug zum gegnerischen Tor war die DFB-Auswahl am Ende der verdiente Sieger. Bundestrainer Wück schien da in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden und das Team richtig eingestellt zu haben. „Die Schottinnen haben uns im 1:1 zugestellt, da waren wir zu statisch“, sagte Torschützin Elisa Senß über die erste Halbzeit und analysierte weiter: „In der zweiten Halbzweit waren wir dann dynamischer.“

5. Die richtige Nummer eins

Viel hatte Ann-Katrin Berger nicht zu halten im Spiel gegen Schottland. Doch wenn sie gebraucht wurde, war sie zur Stelle. So konnte sie in den Schlussminuten der Partie, als Schottland noch einmal aufdrehte und sich gute Chancen erspielte, ihre Stärke unter Beweis stellen. Lange war die Frage um die Nummer eins im Tor unter Bundestrainer Wück offen gewesen. Doch die Entscheidung, diese Position mit Berger zu besetzen, scheint absolut richtig.

Mit ihrer Erfahrung strahlte sie im Kasten die notwendige Ruhe aus und leitete das Spiel von hinten heraus gut an. Dass sie auch Führungsqualitäten hat, zeigte die 34-Jährige in der ersten Halbzeit, als sie in einer Unterbrechung die Mitspielerinnen zusammenrief und den Spielverlauf diskutierte. Für die einzige Schrecksekunde sorgte Berger, als sie kurz nach der Halbzeitpause an den Adduktoren behandelt werden musste.


📸 Steve Welsh - 2025 Getty Images