­čö« Das werden die Verlierer der neuen Bundesliga-Saison

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Jan Schultz

Artikelbild: ­čö« Das werden die Verlierer der neuen Bundesliga-Saison

Am Freitag beginnt die 58. Bundesliga-Saison und die Vorfreude k├Ânnte kaum gr├Â├čer sein. Bei uns, bei den Fans und auch bei den Spielern. Dabei sollten einige eher besorgt sein.

Denn wir haben vorab einen Blick in die Glaskugel geworfen und verraten dir schon jetzt, wer eine Spielzeit zum Vergessen erleben wird. Hier kommen die f├╝nf Verlierer der anstehenden Saison.

Lucas Hernández

Den Anfang macht zugleich der teuerste Mann dieser Liste. Satte 80 Millionen Euro ├╝berwies der FC Bayern vor einem Jahr f├╝r die Dienste des Weltmeisters nach Madrid. So richtig gelohnt hat sich das bisher aber nicht. Hern├índez kam mit den Nachwehen einer schweren Verletzung an, hatte folglich Trainingsr├╝ckstand und verletzte sich sp├Ąter erneut.

So ganz nebenbei machten J├ęr├┤me Boateng und David Alaba in der Innenverteidigung einen hervorragenden Job. Nun kommt mit Niklas S├╝le der Mann zur├╝ck, der die Bayern-Defensive wohl ├╝ber Jahre f├╝hren soll, Alaba bleibt zudem nach aktuellem Stand in M├╝nchen. Hansi Flick w├╝nscht sich das jedenfalls, denn der Coach h├Ąlt gro├če St├╝cke auf den ├ľsterreicher.

F├╝r den verletzungsanf├Ąlligen Hern├índez bleibt damit im Abwehrzentrum bestenfalls die Rolle als Nummer drei, links hat Alphonso Davies ganz klar die Nase vorne. Im n├Ąchsten Sommer werden die ohnehin schon vorhandenen Abwanderungsgedanken des Franzosen noch konkreter sein.


Neven Suboti─ç

Apropos Abwanderungsgedanken, diese hegt auch der serbische Verteidiger schon seit Langem. Entsprechend einer Abmachung aus dem Vorjahr legte Union Berlin Suboti─ç nun keine Steine in den Weg und teilte fr├╝hzeitig mit, dass er f├╝r Verhandlungen mit anderen Vereinen freigestellt sei.

Das ist mittlerweile schon ├╝ber einen Monat her, einen neuen Arbeitgeber hat der fr├╝here Dortmunder aber noch immer nicht gefunden. Und so wird ein Verbleib in K├Âpenick von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Dort hat man aber l├Ąngst ohne den Routinier geplant und im Abwehrzentrum entsprechend nachgelegt. Bleibt Suboti─ç also doch, ist er nur noch Unions f├╝nfter Innenverteidiger.


David Wagner

Bei dieser Liste handelt es sich keineswegs um einen exklusiven Kreis, der nur f├╝r Abwehrspieler zug├Ąnglich ist. Oder ├╝berhaupt nur f├╝r Spieler. Denn hier kommt mit dem Schalker auch ein Trainer. Der kam vor einem Jahr mit vielen Vorschusslorbeeren nach Gelsenkirchen und begeisterte zun├Ąchst ÔÇô allerdings nur das erste halbe Jahr.

Die R├╝ckrunde war eine einzige Katastrophe, in der Liga wartet Schalke seit 16 Partien auf einen Dreier. Wenn das Geld nicht so knapp w├Ąre, h├Ątte K├Ânigsblau wohl schon l├Ąngst den Trainer gewechselt. So darf Wagner noch einmal ran, die Perspektive ist aber nicht wirklich rosig.

Nach der durchwachsenen Vorbereitung mit zwei Pleiten gegen Drittligisten geht es in der Liga direkt nach M├╝nchen. Generell liest sich das Auftaktprogramm wie eine d├╝stere Prophezeiung, geht es an den ersten zehn Spieltagen doch gegen sechs der sieben Europapokal-Teilnehmer. Dazu z├Ąhlt auch das Derby am f├╝nften Spieltag. Es k├Ânnte dann bereits Wagners letzte Partie als Schalker Coach sein.


Karim Rekik

Im DFB-Pokal stand der Niederl├Ąnder noch in der blau-wei├čen Anfangsformation, das war aber nicht unbedingt seine pers├Ânliche Errungenschaft. Mit Jordan Torunarigha und Dedryck Boyata fielen schlie├člich die zwei etatm├Ą├čigen Innenverteidiger aus. Und an der Rollenverteilung hat sich durch das Spiel in Braunschweig nichts ge├Ąndert. Im Gegenteil, es hat diese nur best├Ątigt.

Denn Rekik, der schon im Vorjahr nicht an die Auftritte seiner ersten Berliner Saison ankn├╝pfen konnte, erwies sich einmal mehr als fehleranf├Ąllig und verschuldete einen Elfmeter. Eigenwerbung geht g├Ąnzlich anders. Zudem kann er nur als linker Innenverteidiger agieren. Niklas Stark, der sich ebenfalls hinten anstellen muss, ist da als Sechser und Mann f├╝r beide Positionen in der Innenverteidigung variabler.

So muss Rekik schon eher nach hinten schauen. Denn mit Bruder Omar und M├írton D├írdai dr├Ąngen zwei talentierte Abwehrspieler in den Profikader. Sp├Ątestens n├Ąchsten Sommer d├╝rfte f├╝r den 25-J├Ąhrigen damit ein Wechsel anstehen.


Julian Brandt

Was ein begnadeter Fu├čballer wie Brandt in dieser Liste zu suchen hat? Verdammt viel! Borussia Dortmund ist in diesem Sommer zwar nicht gro├č auf Shoppingtour gegangen, hat im zentralen Mittelfeld mit Jude Bellingham aber doch einen ebenso kostspieligen wie vielversprechenden Transfer get├Ątigt.

In der Vorbereitung und im Pokal hat sich dann auch direkt herauskristallisiert, dass der Brite zusammen mit dem gesetzten Axel Witsel und Giovanni Reyna im Mittelfeld die Nase vorne hat. Durch R├╝ckkehrer Marco Reus und die deutlich robusteren Emre Can sowie Thomas Delaney steigt die Konkurrenz zus├Ątzlich an.

Die Spezialisten haben dabei klare, positionsspezifische Vorteile gegen├╝ber Allrounder Brandt, dem die eigene Flexibilit├Ąt somit zu Verh├Ąngnis wird. In der Angriffsreihe schaut es ├Ąhnlich aus, denn Erling Haaland und Jadon Sancho sind gesetzt. Je nach Formation stehen zudem auch Reus und Thorgan Hazard vor dem Ex-Leverkusener. Dem droht somit trotz seiner unbestrittenen Klasse die unbefriedigende Rolle als Notnagel, der mal hier, mal da aushelfen muss. Mario G├Âtze l├Ąsst gr├╝├čen.