­čĹĹ Das Transferranking der 2. Bundesliga: Wie steht dein Klub da?

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Dominik Berger

Artikelbild: ­čĹĹ Das Transferranking der 2. Bundesliga: Wie steht dein Klub da?

Ab morgen geht die neue Saison los und wir haben einmal geschaut, welche Zweitligisten die Transferphase am besten genutzt haben, um sich neu aufzustellen.

Erzgebirge Aue: 3-

Eine komplett ausgegeglichene Transferbilanz, das passt zu den Ambitionen der Veilchen. Doch gerade darin besteht normalerweise auch die St├Ąrke der Erzgebirgler, aus wenig M├Âglichkeiten das Maximale rausholen. Da es hier aber leider um ein Transferranking geht und weniger darum, wie Aue sich in dieser Saison schlagen wird, kommt man auch nur auf ein sehr ausgegelichenes Ergebnis.


VfL Bochum: 2-

VfL-Coach Thomas Reis durfte mit Gerrit Holtmann auf jeden Fall eine Menge Geschwindigkeit anne Castroper Stra├če begr├╝├čen. Die ├╝brigen Zu- und Abg├Ąnge fielen eher unspektakul├Ąr aus, eine glatte Eins werden sich die Bochumer erst verdienen k├Ânnen, wenn sie St├╝rmer Ganvoula bis ├╝ber den 5. Oktober noch halten k├Ânnen.


Eintracht Braunschweig: 1-

Der Aufsteiger hat ordentlich zugeschlagen und sich personell deutlich qualitativ verst├Ąrkt. Abdullahi und Kroos von Union sind nur einige namhafte Neuzug├Ąnge. Die Maxime ist, dass man im Winter Geld sparen kann, wenn man im Sommer die besseren Spieler holt. Der Plan sollte aufgehen, im Pokal konnte man immerhin schon Hertha schlagen.


Darmstadt 98: 2-

Ein paar vielversprechende Bundesligatalente konnte man mit Aaron Seydel, Lars Lukas Mai und Nicolai Rapp ans B├Âllenfalltor locken, fraglich nur, ob die Talente schon bereit sind f├╝r den harten Zweitligaalltag. Im DFB-Pokal bildeten Rapp und Mai gleich die Innenverteidigung. Wirklich langfristig ist die L├Âsung mit den Leihen allerdings nicht.


Fortuna D├╝sseldorf: 3

Am Ende k├Ânnte die fehlende Tiefe der Fortuna einen Strich durch die Rechnung machen. Denn mit Gie├čelmann und Suttner gingen gleich zwei Linksverteidiger, einzig Florian Hartherz aus Bielefeld wurde geholt. Mit Edgar Prib bekommen die D├╝sseldorfer auf jeden Fall spielerische Klasse dazu, die sich nach dem Abgang von Kevin St├Âger auch gebrauchen k├Ânnen. Die Note ist daher wenig ├╝berraschend.


Greuther F├╝rth: 3-

Vielleicht ├╝berrascht uns das Kleeblatt am Ende alle, aber dass Daniel Keita-Ruel die F├╝rther als bester St├╝rmer und zentrale Anspielstation verlassen hat, hat sich in der Vorbereitung und auch im DFB-Pokal bereits deutlich gezeigt. Jetzt hat man mit dem Schweden Emil Berggreen zwar ebenfalls einen physischen St├╝rmer verpflichtet, Berggreen hatte jedoch einige Verletzungen in der Vergangenheit und dementsprechend wenig Spielpraxis. Ein 1:1-Ersatz ist er jedenfalls nicht.


Hamburger SV: 1

Daf├╝r dass man an der Elbe eigentlich kleine Br├Âtchen backen wollte, hat man gleich drei Transferkracher ├╝ber die B├╝hne gebracht, die alle zusammen auf dem Spielfeld die neue Hamburger Achse bilden k├Ânnen. Leistner, Gjasula und Terodde k├Ânnten die Sehns├╝chte der Fans nach gestandenen Mentalit├Ątsspielern auf jeden Fall stillen. Am Donnerstagabend kam auch noch Moritz Heyer vom VfL Osnabr├╝ck, der in der Innenverteidigung Zuhause ist. Die Abg├Ąnge betrafen eher die hinteren Reihen, so hat sich der HSV auf jeden Fall sinnvoll verst├Ąrkt.


Hannover 96: 3-

Der nieders├Ąchsische HSV ist auf Sparkurs. Den eingenommenen vier Millionen Euro aus dem Anton-Transfer nach Stuttgart stehen lediglich die 700.000 Euro Abl├Âse f├╝r Twumasi gegen├╝ber. Hinter vorgehaltener Hand spricht man in Hannover auch ├╝ber einen m├Âglichen Aufstieg. Dazu h├Ątten die Hannoveraner aber vielleicht noch den ein oder anderen Akteur verpflichten sollen. Bis zum 5. Oktober ist allerdings auch noch einige Zeit.


Heidenheim: 3-

Wie das so ist bei erfolgreichen Mannschaften, die mehr mit Spielpraxis als mit Geld locken k├Ânnen: Bei Heidenheim fand nach der fast perfekten Saison mit der knapp gescheiterten Relegation im Anschluss der gro├če Ausverkauf der Leistungstr├Ąger statt. Geholt wurden wie so oft Spieler, die sich erst wieder zu Leistungstr├Ągern entwickeln m├╝ssen. So wird diese Saison wohl wieder eine des ├ťbergangs, aber das ist man in Heidenheim ja eigentlich auch gewohnt.


Karlsruher SC: 4

In Karlsruhe ist man vor allem darauf aus, dass verflixte zweite Jahr als Aufsteiger zu ├╝berstehen, dementsprechend h├Ątten die Transfers vielleicht etwas substanzieller ausfallen m├╝ssen, um den Kader qualitativ zu verst├Ąrken. Aber wie das so ist, wenn man nicht so viel Geld ├╝brig hat und dann noch eine weltweite Pandemie daf├╝r sorgt, dass nicht so viele Einnahmen auf einen warten, muss man das beste draus machen. Spannend, ob sie beim KSC der Meinung sind, dass sie das auch wirklich gemacht haben.


Holstein Kiel: 2-

Niklas Hauptmann aus K├Âln auszuleihen, lockt in Kiel wahrscheinlich noch keinen vorm Ofen hervor. Allerdings wird die R├╝ckkehr von Fin Bartels die Trikotverk├Ąufe sicher angekurbelt haben. Der ehemalige Bremer und in Ehren ergraute Tempodribbler bringt vor allem eine Menge Erfahrung in eine ansonsten eher unerfahrene Mannschaft. Dieser Transfer k├Ânnte noch Gold wert sein f├╝r die St├Ârche.


N├╝rnberg: 2+

Den aktuell besten St├╝rmer der zweiten Liga nach N├╝rnberg zu holen, ist auf jeden Fall schon mal eine Ansage an die Konkurrenz, Dieter Hecking scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Au├čerdem kam noch Pascal K├Âpke von der Hertha und im Tor wurde mit Christian Fr├╝chtl ein Talent vom Rekordmeister ausgeliehen, in Franken hat man Gro├čes vor. Greifen die R├Ądchen auch so ineinander wie erhofft, k├Ânnte am Ende der Aufstieg stehen.


VfL Osnabr├╝ck: 2-

Die abgebenden Vereine wie Union, N├╝rnberg und Heidenheim lassen auf Qualit├Ątsk├Ąufe schlie├čen, die der letztj├Ąhrige Aufsteiger auch gut gebrauchen kann. Im Pokal in Todesfelde war von dieser Qualit├Ąt aber wenig bis nichts zu sehen, bis zum Saisonstart muss Osnabr├╝cks Trainer Marco Grote noch ein paar Stellschrauben anziehen. Zun├Ąchst verzeichnet der VfL aber noch einen Abgang mehr, Moritz Heyer schlie├čt sich dem Ligakonkurrent HSV an.


SC Paderborn: 3-

Bei den Ostwestfalen gab es einige namhafte Abg├Ąnge in Gestalt von Ritter, Gjasula und Kilian, dessen Stellenwert und Qualit├Ąt mit den begrenzten Paderborner Mitteln nur schwer wieder aufzufangen sein wird. Die bisherigen Transfers lassen auch eher darauf schlie├čen, dass man auf Kontinuit├Ąt setzt: Vielversprechende Spieler unter Trainer Steffen Baumgart wirbeln lassen, dann kann man sie bald gegen Abl├Âse verkaufen. Ein Wiederaufstieg funktioniert so wahrscheinlich nicht.


Jahn Regensburg: 3

Die Niederbayern haben mit Correia und Geipl mit Sicherheit Qualit├Ąt eingeb├╝├čt, andererseits mit Christoph Moritz einen Transfercoup gelandet, der noch ganz wichtig werden k├Ânnte, schlie├člich bringt der ehemalige Mainzer und Schalker Erfahrung von fast 100 Spielen in der 1. Bundesliga mit an die Donau. Au├čerdem ist Moritz vielseitig einsetzbar und k├Ânnte beide Abg├Ąnge von Spiel zu Spiel mit einer Positionsrotation auffangen.


SV Sandhausen: 2+

Alleine schon durch den Diego Contento-Transfer haben sich die Sandh├Ąuser nach Dennis Diekmeier eine jetzt schon legend├Ąre Fl├╝gelzange zusammengekauft. Mit Daniel Keita-Ruel hat man auch noch einen sehr guten flei├čigen St├╝rmer von der Konkurrenz abgeworben, so mausert sich Sandhausen im neunten Zweitligajahr vielleicht zu einem heimlichen Aufstiegsaspiranten.


FC St. Pauli: 4

Neuer Trainer und neue Spieler, die alles sind, aber keine namhaften Verst├Ąrkungen: F├╝r Pauli war der bisherige Transfersommer eher zum Vergessen und die Aussichten auf die neue Saison sind auch nicht gerade rosig. Da war das erste Spiel im DFB-Pokal gegen Elversberg nur ein erstes Vorzeichen auf das, was den Millerntor-Kicker in dieser Saison noch bl├╝hen k├Ânnte.


W├╝rzburger Kickers: 3

Der beste Transfer f├╝r W├╝rzburg fand au├čerhalb des Platzes statt. Felix Magath hat seine Zelte in Franken aufgestellt und will den Verein nach und nach in der zweiten Liga etablieren, die H├╝rde Aufstieg ist soweit erstmal geschafft. Ein paar Spieler hat man auch schon verpflichtet, richtige Kracher waren nicht dabei, was f├╝r einen Aufsteiger selten ├╝berraschend ist. Dennoch scheint man mit der Konkurrenz mithalten zu k├Ânnen, gegen Hannover verlor man letztendlich knapp im DFB-Pokal.