Das Phantom geht: Marek Mintal vor Abschied aus Nürnberg

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Nach dem Fastabstieg in die 3. Liga wollte der 1. FC Nürnberg unbedingt eine sorgenfreie Saison spielen. Zum Jahreswechsel schien für die Franken alles nach Plan zu laufen, vor dem 14. Spieltag hatte man 19 Punkte auf der Habenseite und belegte damit den siebten Platz. Anschließend geriet der Club zwar wieder in unruhiges Fahrwasser, mittlerweile dürfte ihm der Klassenerhalt aber nicht mehr zu nehmen sein. Verabschieden müssen sich die Fans in diesem Sommer wohl nicht von Deutschlands zweithöchster Spielklasse, dafür aber von Vereinsikone Marek Mintal.

Nicht gut genug für die Profis? Hecking setzte auf Klauß

Nach „Bild“-Informationen wird der Slowake seinen Herzensverein nach der Saison verlassen. Als Grund wird allen voran seine fehlende Perspektive genannt, die Profimannschaft zu übernehmen. Dies soll ihm Robert Palikuca, der Vorgänger von Sportvorstand Dieter Hecking, nach dem Relegationsdrama in Aussicht gestellt haben. Hecking entschied sich jedoch gegen seinen ehemaligen Spieler Mintal und für RB-Schüler Robert Klauß als neuen Club-Coach.

Aktuell trainiert Mintal Nürnbergs U21, parallel dazu ist er als Co-Trainer bei der slowakischen Nationalmannschaft tätig. Mit seinem Heimatland wird der 43-Jährige auch an der EM teilnehmen. Sein Vertrag in Nürnberg läuft noch bis 2022.

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Mintal: Pokalsieger, Torschützenkönig, Phantom

Beim Club ist Mintal bereits seit 2013 im Trainerbereich unterwegs. Er bereute in diesem Zeitraum mehrere U-Mannschaften und war Assistent von Pellegrino Matarazzo, Gertjan Verbeek, Valerien Ismael, Boris Schommers oder Michael Wiesinger, den er zuletzt auch bei der Relegation gegen Ingolstadt unterstützte. In der Vorsaison wurde er nach der Entlassung von Damir Canadi für ein Spiel als Interimstrainer installiert. Die Partie gegen den späteren Zweitliga-Meister Bielefeld ging krachend mit 1:5 verloren.

Der frühere offensive Mittelfeldspieler Mintal, von 2003 bis 2011 FCN-Profi, ist in Nürnberg bis heute der Liebling der Massen. Das Phantom war schließlich in der 1. und 2. Bundesliga Torschützenkönig sowie Teil der legendären Pokalsieger-Mannschaft von 2007. Mit ihm verliert man eine große Identifikationsfigur. Noch im letzten Sommer war er mit Regionalligist Lok Leipzig in Verbindung gebracht worden, ein Wechsel zerschlug sich jedoch. Bleibt abzuwarten, ob und wann sich Mintal und der Club wiedersehen.