🎙 "Das ist nicht der Worst Case": Die Stimmen zum Bundesliga-Finale | OneFootball

🎙 "Das ist nicht der Worst Case": Die Stimmen zum Bundesliga-Finale

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Dominik Berger

Die Bundesliga-Saison 2021/2022 ist beendet. Zum Abschluss beurteilen die Bundesliga-Trainer ein letztes Mal die Leistungen ihrer Teams.

Borussia Dortmund – Hertha BSC 2:1 (0:1)

Marco Rose (Dortmund): „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht so gut, aber in der zweiten Halbzeit dann deutlich besser gemacht. Viel wichtiger war heute jedoch die Verabschiedung von Michael Zorc und Marcel Schmelzer, das war auch für mich ein außergewöhnliches Erlebnis, die Südtribüne so zu sehen.“

Felix Magath (Hertha): „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und dem Druck in der zweiten Halbzeit eigentlich auch standgehalten. Dann haben wir leider zwei Gegentore bekommen, daher müssen wir eben in die Relegation. Das ist nicht der Worst Case, sondern wir haben den direkten Abstieg vermeiden können. Ich denke, wir haben gute Aussichten, es zu schaffen.“

VfL Wolfsburg – FC Bayern München 2:2 (1:2)

Florian Kohfeldt (Wolfsburg): „Nach einer enttäuschenden Saison war es ein ordentlicher bis guter Abschluss. In der zweiten Halbzeit haben wir lange ein richtig geiles Spiel rausgehauen. Am Ende konnten wir unser Level nicht mehr ganz halten, der Punktgewinn war aber nicht unverdient.“

Julian Nagelsmann (Bayern): „Die ersten 45 Minuten waren die besten in der Rückrunde. In der zweiten Halbzeit haben wir um das Ausgleichstor förmlich gebettelt. Zu Robert Lewandowski gibt es nicht mehr zu sagen, als dass er noch einen Vertrag bis 2023 hat.“

Bayer 04 Leverkusen – SC Freiburg 2:1 (0:0)

Gerardo Seoane (Leverkusen): „Kompliment an die Mannschaft für die Entwicklung in diesem Jahr. Mit dem fantastischen Tor von Palacios gehe ich gerne nach Hause, das war ein wunderbarer Abschluss – auch für Rudi Völler. Das wünscht sich ganz Deutschland für ihn. Das war ein würdiger Abschluss für Rudi.“

Christian Streich (Freiburg): „Gratulation an Leverkusen zum Sieg. Wir waren gut organisiert, haben gut gegen den Ball gearbeitet, mit dem Ball waren wir in einigen Situationen nicht sauber genug. Dann kam die Meldung aus Bielefeld, das gab Energie. Die Mannschaft hat sich gewehrt, hat alles reingeworfen. Wir sind Sechster geworden – Kompliment an die Mannschaft.“

1. FC Union Berlin – VfL Bochum 3:2 (2:0)

Urs Fischer (Union): „Ich glaube auch, dass uns das Führungstor nicht gut getan hat. Man hat eine gewisse Unsicherheit gespürt. Ich glaube, dass hat dann schon auch damit etwas zu tun, dass du im Kopf hast, was du erreichen könntest. In der zweiten Hälfte hat es mir viel besser gefallen. Dann stehst du da als Fünfter nach 34 Spieltagen. Da ist mir noch kein Wort eingefallen, dass diese Situation beschreibt.“

Thomas Reis (Bochum): „Man hat gesehen, dass wir ein paar personelle Probleme hatten, aber wir wollen da auch nicht jammern. Wir haben die Grundordnung ein bisschen umgestellt, es hat dann ein bisschen gedauert. Gegentore passieren durch Fehler, aber trotzdem zu einfach.“

Borussia Mönchengladbach – TSG 1899 Hoffenheim 5:1 (3:1)

Adi Hütter (Gladbach): „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns einvernehmlich trennen. Jeder wird seinen Weg gehen, das war mein letztes Spiel. Die finale Entscheidung haben wir am Freitag getroffen, es waren sehr gute, respektvolle Gespräche, inhaltlich stark. Wir haben geschaut, wo die Gründe dafür liegen, dass es nicht geklappt hat. Es ist schade, es tut mir leid, dass wir die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Es gibt nicht den einen Grund dafür, es sind viele Dinge. Als ich herkam war vom ersten Tag an nicht alles einfach, die Situation mit Max Eberl hat mich auch getroffen, dann gab es viele Verletzungen und herbe Niederlagen. All das hat zu der Entscheidung beigetragen. Ich bin der Letzte der sagt: An mir liegt es nicht. Ich bin sportlich verantwortlich.“

Sebastian Hoeneß (Hoffenheim): „Ich bin extrem enttäuscht und frustriert. Wir haben das Spiel einfach hergeschenkt. Wir sind hier mit dem letzten Aufgebot hingefahren, trotzdem habe ich unter der Woche eine Mannschaft gesehen, die gut trainiert und Energie hat. Über 40 Minuten hat sie das heute bestätigt, aber die Gegentore waren dann teilweise schwer zu erklären. Das Ergebnis überschattet eine Saison, die über zwei Drittel sehr gut war. Da haben wir attraktiven und erfolgreichen Fußball gespielt. Wir müssen jetzt in die Analyse gehen.“

VfB Stuttgart – 1. FC Köln 2:1 (1:0)

Pellegrino Matarazzo (Stuttgart): „Das tut gut. Ich habe nach diesem Geschrei und dem Jubel einen Schädel. Das war Ekstase, ein toller Moment, überragend. Das freut mich so für die Jungs. So einen Moment wie heute vergisst man nie.“

Steffen Baumgart (Köln): „Wir freuen uns über die Saison, aber über das Spiel und das Ergebnis nicht. Beide Teams haben ihr Gesicht gezeigt und nach vorne gespielt. Man muss aber sagen, dass uns Marvin heute mehrfach im Spiel gehalten. In der ersten Hälfte haben wir gehemmt und zu langsam gespielt. Deshalb war ich in der ersten Hälfte nicht zu hundert Prozent zufrieden. In der zweiten Hälfte konnten wir Druck machen. Unsere Wechsel haben gut funktioniert. Beide Teams haben bis zum Ende auf Sieg gespielt. Stuttgart hat das zweite Tor gemacht. Man muss den Stuttgartern zum Klassenerhalt gratulieren.“

1. FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 2:2 (1:2)

Bo Svensson (Mainz): „Es war ein sehr unterhaltsames Spiel, vielleicht hätten noch ein paar mehr Tore fallen können. Wir waren verdient in Führung und geben dann das Spiel aus der Hand. Es war sehr ausgeglichen, aber wir hatten ein paar mehr große Chancen. Wir haben insgesamt eine sehr gute Saison gespielt.“

Oliver Glasner (Frankfurt): „Ich bin super froh, dass wir dieses Spiel hatten. Die ersten 15 bis 20 Minuten waren grausam. Danach war ich sehr zufrieden. Deshalb war es eine gelungene Generalprobe. Jetzt gilt es, Freude, Begeisterung und Leidenschaft aufzubauen.“

FC Augsburg – SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:1)

Markus Weinzierl (Augsburg): „Ich gebe die Glückwünsche gerne an die Mannschaft weiter. Ich finde, dass wir gut gespielt haben, verdient 1:0 geführt haben. Mit dem Ausgleichtreffer haben wir etwas den Faden verloren. Dann die Verletzung von Niklas Dorsch, der sich offenbar das Schlüsselbein gebrochen hat. Das hat uns etwas aus dem Konzept gebracht. Die zweite Hälfte war ausgeglichen, wir haben aber an uns geglaubt, offensiv gewechselt. Der Sieg freut mich unheimlich. Auch weil ich die Spieler informiert hatte, dass es heute mein letztes Spiel war für den FC Augsburg. Was uns gefehlt hat, war der Sieg zu Hause, mit den Fans, gemeinsam zu feiern. Das freut mich, dass wir das jetzt geschafft haben.“

Andre Mijatovic (Fürth): „Erstmal Glückwunsch an Markus und den FC Augsburg zum Sieg. Ich glaube, wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, da war Augsburg dominanter und aggressiver. Nach dem ersten Gegentor waren wir besser im Spiel, haben ein schönes Tor gemacht. Ich glaube in der zweiten Halbzeit waren wir besser, da habe ich von Augsburg wenig gesehen. Aber das ist dann symptomatisch für die komplette Saison. Wir waren oft auf Augenhöhe, aber die entscheidenden Momente gehen immer an den Gegner.“

Arminia Bielefeld – RB Leipzig 1:1 (0:0)

Marco Kostmann (Bielefeld): „Wir haben zu viele Spiele unentschieden gespielt, die wir hätten ziehen können. Uns war wichtig, dass jeder dieses Spiel nutzt, um allen und vor allem sich selbst zu zeigen, dass er in der Bundesliga mithalten kann, wenn er alles reinwirft. Das gibt mir Zuversicht für die neue Saison.“

Domenico Tedesco (Leipzig):„Es zählt, am letzten Spieltag da zu stehen, wo wir uns sehen. Wir haben eine gute Mentalität gezeigt. Das Gefühl ist super, super gut.“