Courtois schießt gegen UEFA: "Kümmern sich um ihre Geldtasche, nicht um Spieler" | OneFootball

Courtois schießt gegen UEFA: "Kümmern sich um ihre Geldtasche, nicht um Spieler"

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Nach dem Spiel um Platz drei in der Nations League hat Thibaut Courtois Alarm geschlagen. Der Torhüter der belgischen Nationalmannschaft und von Real Madrid klagte über die zunehmende Anzahl an Pflichtspielen und schwindende Pausen für die Profis.

Der Terminkalender wird für Fußballspieler immer voller. Allein auf Vereinsebene stehen bis zu 50 Pflichtspiele in einer Saison an, hinzu kommen Länderspiele inmitten einer Saison und Sommerturniere wie die Welt- oder Europameisterschaft. In der laufenden Länderspielpause wurde das Final-Turnier der Nations League gespielt, bei dem neben dem Halbfinale und Finale auch das Spiel um Platz drei ausgetragen wird. Dieses gewann Italien mit 2:1 gegen Belgien, doch Torhüter Thibaut Courtois kümmerte sich im Nachhinein weniger um das Resultat als um die steigende Belastung der Spieler.

Courtois: "Warum vier Nations-League-Spiele?"

Gegenüber Sky Sports erklärte der belgische Keeper: "Dieses Spiel ist nur ein Spiel fürs Geld. Wir spielen es nur, weil es für die UEFA zusätzliches Geld bedeutet." Mit Blick auf das Kalenderjahr 2022, wenn am Ende der regulären Saison vier Nations-League-Spiele anstehen und im November und Dezember die Weltmeisterschaft in Katar ausgetragen wird, betonte Courtois: "Warum vier Nations-League-Spiele? Nächstes Jahr haben wir eine WM im November, wir müssen vielleicht wieder bis Juni spielen. Niemand kümmert sich mehr um die Spieler. Im Juni musst du nach einer langen Saison vier Spiele spielen, du hast zwei Wochen Urlaub. Das ist nicht genug für die Spieler, um auf höchstem Niveau zu spielen."

Kritik an Super League: "Da geht es um das Gleiche"

Auch die Pläne einer Super League, die unter anderem von seinem Arbeitgeber Real Madrid verfolgt werden, kritisierte Courtois: "Da geht es um das Gleiche: zusätzliche Spiele und zusätzliches Geld." Doch auch die seit dieser Saison existierende UEFA Europa Conference League missfällt dem Belgier: "Es ist immer das Gleiche. Sie können wütend auf andere Vereine sein, die die Super League wollen, aber sie kümmern sich nicht um ihre Spieler, sie kümmern sich um ihre Geldtasche. Das ist schlecht, wenn nicht über die Spieler gesprochen wird."

"Wir sind keine Roboter"

Die FIFA treibe es allerdings mit den Plänen für eine Zwei-Jahres-WM auf die Spitze, da dies gleichbedeutend mit einer Zwei-Jahres-EM wäre, sagte der 29-Jährige: "Wann werden wir Pausen erhalten? Niemals. Am Ende sind die Top-Spieler nur verletzt. Wir sind keine Roboter. Es gibt immer mehr Spiele und immer weniger Pausen für uns, aber niemand kümmert sich darum. Wenn wir nie etwas dazu sagen, wird sich nichts ändern", betonte Courtois.

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