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Annika Becker·5. Oktober 2021

CL-Vorschau: Das halten die Gruppen der deutschen Teams bereit

Artikelbild:CL-Vorschau: Das halten die Gruppen der deutschen Teams bereit

Endlich geht es los! Die UEFA Women’s Champions League startet und zum ersten Mal gibt es eine Gruppenphase. Wir schauen vorher auf die deutschen Teilnehmerinnen und einige der Neulinge im Wettbewerb. Zum ersten Mal werden alle Spiele live übertragen.


Hoffenheim gegen Titelverteidigerinnen und Emporkömmlinge

Aus deutscher Sicht startet die TSG Hoffenheim am Dienstag um 18:45 Uhr zuerst in den Wettbewerb. In der Gruppe C trifft die TSG auf die Titelverteidigerinnen aus Barcelona und ein ehrgeiziges Arsenal, das in der WSL gerade an der Tabellenspitze steht. Kapitänin Kim Little erzielte am Wochenende ihr 150. und 151. Tor für den Verein. Das Aufeinandertreffen von Barcelona und den Gunners ist das Topspiel am Dienstag (21 Uhr).

Für Neuling Hoffenheim geht es zunächst gegen die anderen Debütantinnen der Gruppe. Den HB Køge sollte aber niemand unterschätzen. Nach fünf Aufstiegen in Folge gewann das Team von Søren Randa-Boldt gleich im ersten Versuch die dänische Meisterschaft und setzte sich in der Qualifikation gegen das etablierte Sparta Prag durch. Diese Gruppe wird ein echter Härtetest für die Badenerinnen, aber wer träumt nicht von solch hochklassigen Duellen? Nicole Billa scheint sich nach Startschwierigkeiten wieder so langsam in Fahrt zu schießen.


Bayern in einer Gruppe mit Lyon – den alten neuen Königinnen Europas?

Ebenfalls am Dienstag startet Bayern München gegen Benfica Lissabon (21 Uhr) in der Gruppe D. Nach dem Erreichen des Halbfinales in der letzten Saison soll es dieses Jahr möglichst wieder mindestens so weit gehen. Die Transferphase der Bayern war eine deutliche Ansage für die nächsten Jahre. Neuzugang Kumagai formulierte das bei ihrer Vorstellung ganz klar – und trifft dabei direkt auf ihren ehemaligen Verein.

Olympique Lyon musste sich nach Jahren der Dominanz in der letzten Saison erstmals geschlagen geben, sowohl in der Liga als auch international triumphierte Paris. Auch die Pandemielage war dabei ein Faktor. Dieses Jahr soll alles anders werden, dafür wurde der Kader umgebaut. Zum Beispiel mit Christiane Endler, diesen Sommer von eben jener Pariser Konkurrenz gekommen, genauso wie Signe Bruun und Perle Morroni. Von Arsenal kam Daniëlle van de Donk. Abwarten was passiert, wenn im Winter Bouhaddi und Marozsán aus den USA wiederkommen.

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München und Lyon werden sich zwar eng duellieren, haben aber beide sehr gute Chancen aufs Weiterkommen. Bei all dem ein Wörtchen mitsprechen möchte aber auch der BK Häcken. Die schwedischen Meisterinnen haben immerhin eine Reihe von Nationalspielerinnen in ihrem Kader.


Wolfsburg hat die Blues

Bitter für Wolfsburg: Wie sich in den letzten Tagen bereits angedeutet hatte, fällt Topstürmerin Ewa Pajor erneut aus. Sie muss zum zweiten Mal am Knie operiert werden und wird voraussichtlich mehrere Monate fehlen. Und die könnten für die Wölfinnen sportlich herausfordernd werden. Gleich im ersten Spiel am Mittwoch geht es auswärts zum FC Chelsea mit Ann-Katrin Berger und Melanie Leupolz. Das bietet aber auch die Gelegenheit einer Revanche nach dem Ausscheiden im Viertelfinale letzte Saison.

Wo zwei sich eventuell Punkte abnehmen, könnte Platz für ein drittes Team sein, zumindest spekuliert darauf Juventus Turin. In den drei Jahren immer in der – nach altem Modus – ersten K.o.-Runde ausgeschieden, könnte es für Bonansea und Co. dieses Mal weiter gehen. Im direkten Duell sollte Wolfsburg im Normalfall aber die Nase vorn haben.

Zum ersten Mal dabei in dieser Gruppe ist Servette FCCF aus der Schweiz. Die Spielerinnen des Teams kommen aus vielen Teilen Europas und mit seinem Trailer für das Turnier trägt der Verein die Botschaft dahinter in die Welt.


Däbritz‘ Paris trifft auf Peters Real Madrid

Bliebe noch die Gruppe B, wo die ersten beiden Plätze voraussichtlich an Paris und Real Madrid gehen werden. Für PSG schnürt seit einer Weile Sara Däbritz die Schuhe, mit Charlotte Voll ist eine weitere Deutsche als Ersatztorhüterin im Kader. Die Französinnen mussten, wie oben bereits erwähnt, einige Abgänge verkraften, waren aber ihrerseits auch fleißig auf dem Transfermarkt. So kam unter anderem Amanda Ilestedt vom FC Bayern München, Kheira Hamraoui aus Barcelona und Olympia-Gold-Gewinnern Stephanie Labbé fürs Tor. Im ersten Spiel geht es gegen Breiðablik.

Real Madrid hatte es in der Qualifikation mit niemand geringerem als Manchester City zu tun und setzte sich in zwei leidenschaftlich geführten Partien durch. Immer noch souverän mit dabei ist Babett Peter, die mit all ihrer Erfahrung wichtig für das junge und technisch versierte Team ist. Die Spanierinnen treffen als Erstes auf Kharkiv aus der Ukraine.