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·25. Oktober 2022

Champions League | Wo Nagelsmann selbst Jupp Heynckes toppt und frankophile Frankfurter – Zahlen und Fakten zum 5. Spieltag

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Spotlight | Zwei Spieltage stehen in der aktuellen Gruppenphase der Champions League noch an. Vor dem 5. Spieltag geht es für Borussia Dortmund, Manchester Citys Ergebnisserie zu brechen, Julian Nagelsmann und Eintracht Frankfurt wollen ihre aufrechterhalten. Die interessantesten Zahlen und Fakten!

Borussia Dortmund – Manchester City (Dienstag, 21:00 Uhr, Hin.: 1-2)

„Ich kann es nicht glauben, vielleicht ist er ein Lügner!“, so Pep Guardiola nach seinem letzten Besuch in Dortmund am 14. April 2021 über Jude Bellingham. „Er ist so gut für einen 17-Jährigen“. Bellingham hatte die Borussia damals in Führung gebracht. Nach einem Elfmeter von Riyad Mahrez und dem Siegtreffer durch Phil Foden stand dem Ex-Trainer des FC Bayern die Erleichterung über Manchester Citys ersten Halbfinaleinzug seit der Saison 2015/16 ins Gesicht geschrieben.

Dieselbe Prozedur gab es auch vor gut anderthalb Monaten im Etihad. Erneut traf Bellingham, erneut drehte Manchester City die Partie, diesmal durch John Stones und Ex-Dortmunder Erling Haaland. Sollte er abermals treffen, wäre es das dritte Mal, dass Haaland in fünf aufeinanderfolgenden Champions-League-Spielen trifft. Einzig Lionel Messi (dreimal), Robert Lewandowski (dreimal), Zlatan Ibrahimović (dreimal), Ruud van Nistelrooy (dreimal) sowie Cristiano Ronaldo (fünfmal) gelang eine solche Serie mindestens dreimal. National ist Haaland ohnehin im Begriff, alle Torrekorde zu pulverisieren.

Eine Serie hat Haalands Arbeitgeber ebenfalls am Laufen: Die letzten drei Begegnungen mit Borussia Dortmund gewann Manchester City allesamt 2:1. Noch nie zuvor in der Geschichte der Königsklasse gelang es einer Mannschaft, gegen ein und dasselbe Team viermal in Folge dasselbe Resultat einzufahren. Manchester City teilt sich momentan den Rekord mit dem FC Bayern, der Arsenal zwischen 2015 und 2017 dreimal in Folge 5:1 besiegte.

Dass Tore fallen werden, ist in dieser Begegnung eigentlich garantiert. Ein 0:0 gab es zwischen beiden Teams noch nie. Außerdem treffen zwei der Spieler mit den meisten Torbeteiligungen in dieser Champions-League-Saison aufeinander: Erling Haaland (fünf Tore) und Jude Bellingham (vier Tore, ein Assist). Robert Lewandowski (fünf Tore), Leroy Sané (vier Tore, ein Assist) oder Leon Goretzka (zwei Tore, drei Assists) kommen ebenfalls auf fünf Scorer.

SL Benfica – Juventus FC (Dienstag, 21:00 Uhr, Hin.: 2-1)

Nach dem 0:2 bei Maccabi Haifa scheint Juventus‘ Schicksal in der Champions-League-Gruppe H so gut wie besiegelt. Fünf Zähler beträgt ihr Rückstand auf das zweitplatzierte SL Benfica. Sollte es mindestens dabei bleiben, hätte Juventus bereits an diesem Dienstagabend Gewissheit, dass es 2023 in der Europa League weitergeht. Rein statistisch spricht viel dafür: Lediglich eine der sieben Begegnungen mit Benfica konnte Juventus für sich entscheiden, ein 3:0 im UEFA Cup März 1993. Jürgen Kohler, Dino Baggio sowie Fabrizio Ravanelli trafen damals für die Mannschaft von Giovanni Trapattoni. Antonio Conte und Andreas Möller standen in jenem Spiel ebenfalls in der Startelf.

Noch schlechter liest sich Juventus‘ Bilanz im Estádio da Luz: Alle drei Heimspiele konnte Benfica gewinnen. Im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister 1968 gab es ein 2:0, ein 2:1 im UEFA Cup 1993 sowie abermals ein 2:1 im Halbfinale der Europa League 2014.

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Photo by Stefano Guidi/Getty Images

Genau in jenem Jahr verpasste Juventus zuletzt das Achtelfinale der Champions League. Seitdem konnte man sich achtmal in Folge qualifizieren. Vergangene Saison war gegen den Villarreal CF (1:1, 0:3) Schluss. Benfica auf der anderen Seite könnte mit mindestens einem Remis erstmals seit 2015/16 und 2016/17 unter Rui Vitória in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten das Ticket für die Runde der letzten 16 lösen.

Dabei setzt Roger Schmidt, der seit seiner Amtsübernahme noch ungeschlagen ist, gerne auf den Faktor Eingespieltheit: Lediglich eine Änderung nahm der Ex-Coach von Bayer Leverkusen bisher an seiner Startelf vor. Kein anderes Team setzte zudem so wenige Spieler wie Benfica diese Saison ein (18).

Inter Milan – Viktoria Plzeň (Mittwoch, 18:45, Hin.: 2-0)

Eine relativ unscheinbar daherkommende Begegnung entscheidet über die jüngere Zukunft beider FCBs in der Champions-League-Gruppe C. Sollte sich Inter erwartungsgemäß durchsetzen, würde der FC Barcelona erstmals seit 1997/98 und 1998/99 unter Louis van Gaal in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten bereits in der Gruppenphase scheitern. Bei einem Punktgewinn seitens der Tschechen wären die Katalanen noch im Rennen – und der FC Bayern ohne weiteres eigenes Zutun Gruppensieger.

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Für letzteren Fall spricht allerdings nicht viel. Von den elf Auswärtspartien, die Viktoria Plzeň in der Champions League bestritt, verloren sie neun. 2011/12 bei BATE Borisov (1:0) und 2018/19 bei ZSKA Moskau (2:1) lauten die einzigen Ausnahmen. Dazu kommt, dass Inter erst einmal gegen einen tschechischen Gegner verlor. In der Europa League 2016 gab es ein 1:3 bei Sparta Prag. Stadtrivale Slavia luchste ihnen jedoch beim 1:1 im September 2019 zwei Zähler ab.

FC Barcelona – FC Bayern München (Mittwoch, 21:00 Uhr, Hin.: 0-2)

Es gibt nur wenige Begegnungen zwischen zwei europäischen Topteams in der Champions League, deren Bilanz so dermaßen einseitig ist, wie die zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern. In neun von zwölf Duellen setzten sich die Münchener durch. Einzig der FC Bayern selbst, gegen Real Madrid, unterlag ein und demselben Gegner in der Geschichte der Champions League noch öfter (zehnmal).

Zudem konnte der Rekordmeister drei von fünf Königsklassenduellen im Camp Nou gewinnen. Kein anderes Team kommt auf mehr. Zusammen mit Real Madrid und Juventus sind die Münchener die einzigen, die in Barcelona mehr Spiele gewonnen als verloren haben.

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Noch sauberer, beziehungsweise blitzsauber, ist die Bilanz von Julian Nagelsmann gegen die Katalanen: Mit dem 2:0 im Hinspiel wurde er zum ersten Trainer, der seine ersten drei Partien gegen den FC Barcelona gewinnen konnte. Dabei erzielte der FC Bayern acht Tore und kassierte kein einziges (3:0, 3:0, 2:0). Es war das erste Mal in der Geschichte dieser Begegnung, dass eine der Mannschaften in drei aufeinanderfolgenden Duellen ohne Gegentor bleibt. Jupp Heynckes kam im Champions-League-Halbfinale 2012/13 immerhin auf zwei (4:0, 3:0). Barcelonas bis heute letzter Torschütze gegen den FC Bayern heißt Luís Suárez – bei jenem legendären 2:8 im August 2020.

Sollte sich der FC Bayern durchsetzen, wäre es das fünfte Mal, dass Barcelona beide Partien gegen ein und dieselbe Mannschaft verliert. Die anderen vier?

  1. Dynamo Kyiv 1997/98 (0:4, 0:3)
  2. FC Bayern 1998/99 (0:1, 1:2)
  3. FC Bayern 2012/13 (0:4, 0:3)
  4. FC Bayern 2021/22 (0:3, 0:3)

Auch die Phobie vor La-Liga-Teams, die dem Rekordmeister Mitte des vergangenen Jahrzehnts angedichtet wurde, hat dieser mittlerweile überwunden. Von den letzten fünf Trips nach Spanien verloren die Münchener lediglich eines – allerdings das bisher letzte, 0:1 in Villarreal.

Genau daran kann sich Barcelona hochhangeln – und natürlich an der Trefferquote von Robert Lewandowski, der 52 Tore in 53 Champions-League-Heimspielen erzielte (38 für den FC Bayern, neun für Borussia Dortmund, fünf für Barcelona). Genau jene fünf sind die meisten, die jemals einem Akteur in den ersten beiden Königsklassenheimspielen für die Katalanen gelangen.

Eintracht Frankfurt – Olympique de Marseille (Mittwoch, 21:00 Uhr, Hin.: 1-0)

Den Schritt ins Achtelfinale, den der FC Bayern bereits gemacht, hat, will Eintracht Frankfurt gegen Olympique de Marseille ebenfalls gehen. Die Chancen dazu stehen mit einer 100-Prozent-Siegquote bestens. Neben dem 1:0 im Hinspiel gewann man beide Duelle gegen die Franzosen in der Europa-League-Gruppenphase 2018/19 (2:1, 4:0).

Jenes 4:0 der Eintracht steht symbolisch für die eigene Heimstärke, besonders gegen französische Teams. Alle fünf Partien konnte man bislang gewinnen – kurioserweise gegen fünf unterschiedliche Teams (AS Monaco, FC Sochaux, Girondins de Bordeaux, Olympique de Marseille, RC Strasbourg).

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Allerdings kommt OM mit wesentlich mehr Selbstvertrauen, als im Hinspiel. Zuletzt konnte man beide Partien gegen Sporting CP gewinnen. Mindestens drei Siege in Folge gab es für die Franzosen zuletzt zwischen Oktober und Dezember 2010 unter Didier Deschamps, damals sogar deren vier.

Mario Götze könnte mithelfen, das zu verhindern. Sollte er in der Startelf stehen, wäre es sein 50. Champions-League-Einsatz von Beginn an. Momentan steht er bei 49 aus 65 Einsätzen. 21 seiner 25 Torbeteiligungen (12 Tore, 13 Assists) sammelte Götze wenn er in der Startelf stand.

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