BVB schlägt am meisten zu: Bundesliga-interne Transfers im Ranking | OneFootball

BVB schlägt am meisten zu: Bundesliga-interne Transfers im Ranking

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Wenn die Dominanz des FC Bayern in der Bundesliga diskutiert wird, führen viele Fußballfans das Argument ins Feld, die Münchner würden ihre Konkurrenten mit Transfers klein halten. Dass die besten Spieler der Liga unweigerlich im Süden der Republik landen, mag in der Vergangenheit durchaus zu beobachten gewesen sein. Tatsächlich aber schlagen andere Vereine heute deutlich öfter bei der unmittelbaren Konkurrenz zu.

fussball.news hat Transfers unter Bundesliga-Klubs bereits im Mai untersucht und festgestellt, dass zum Beispiel ausgerechnet Borussia Dortmund deutlich öfter innerhalb Deutschlands auf Shoppingtour geht als der Rivale aus dem Freistaat. Dies belegt nun auch eine Untersuchung des Portals Transfermarkt. Dabei wurden die Bundesliga-Kader der neuen Saison 2022/23 verglichen und die Spieler gezählt, die die Klubs von einem aktuellen Erstligisten verpflichtet haben. Der BVB entpuppt sich bei dieser Betrachtungsweise als der Verein, der am öftesten in der Liga wildert.

BVB und Bayern investieren am meisten, aber unterschiedlich

13 Profis für (geschätzte) 185,6 Millionen Euro hat Dortmund von anderen Klubs aus der Bundesliga geholt. Das reicht für eine sehr prominente Startelf, der sich alleine in den vergangenen Wochen mit Anthony Modeste, Salih Özcan, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle vier neue Spieler angeschlossen haben. Die Bayern haben zwar mit Ablösen von 139 Millionen Euro auch sehr viel Geld für Bundesliga-Profis ausgegeben, dabei aber nur sieben Spieler geholt. Hier gilt also das Motto: Qualität statt Quantität. In jedem Fall ist erneut widerlegt, dass der FC Bayern die Bundesliga mit inländischen Transfers kaputtmache.

Leverkusen, Leipzig und Stuttgart haben andere Märkte

Spannend ist derweil auch der Blick ans untere Ende des Spektrums, denn hier werden Klubs ausfindig gemacht, die sich auf ausländische Märkte konzentrieren. Bayer Leverkusen hat demnach aktuell nur vier Spieler im Aufgebot, die von anderen Klubs aus der Bundesliga geholt wurden. Fünf sind es unter anderem bei RB Leipzig, das im Sommer mit David Raum bei der TSG Hoffenheim und Xaver Schlager beim VfL Wolfsburg zugeschlagen hat. Auch der VfB Stuttgart hat aktuell fünf solcher Profis im Kader. Sehr bald werden es nur noch vier sein, weil Darko Churlinov, der einst vom 1.FC Köln kam, vor dem Wechsel zum FC Burnley steht. Sven Mislintat, der als ehemaliger Chefscout von Borussia Dortmund und des FC Arsenal ein sehr weites Netzwerk hat, konzentriert sich für gewöhnlich auf andere Märkte. Im Falle des Abschieds von Sasa Kalajdzic aber soll Joshua Zirkzee vom FC Bayern hoch im Kurs stehen. "... dann gibt es sehr, sehr interessante, spannende Namen in der Bundesliga, auch bei Bayern", ließ der Sportdirektor am Wochenende tief blicken.

Transfers der Bundesligisten bei aktuellen Konkurrenten

18. Bayer Leverkusen, 4 Profis für 47,5 Millionen Euro

= 14. VfB Stuttgart, 5 Profis für 8 Millionen Euro

= 14. Borussia Mönchengladbach, 5 Profis für 42,7 Millionen Euro

= 14. FSV Mainz 05, 5 Profis für 7,3 Millionen Euro

14. RB Leipzig, 5 Profis für 82 Millionen Euro

= 12. VfL Wolfsburg, 6 Profis für 44,3 Millionen Euro

12. Eintracht Frankfurt, 6 Profis für 10,7 Millionen Euro

= 8. Hertha BSC, 7 Profis für 27,4 Millionen Euro

= 8. SC Freiburg, 7 Profis für 20,8 Millionen Euro

= 8. Werder Bremen, 7 Profis für 11,3 Millionen Euro

8. FC Bayern, 7 Profis für 139 Millionen Euro

= 6. TSG Hoffenheim, 8 Profis für 23,4 Millionen Euro

6. Union Berlin, 8 Profis für 2 Millionen Euro

= 4. FC Schalke 04, 9 Profis für 4,6 Millionen Euro

4. VfL Bochum, 9 Profis für 1,1 Millionen Euro

3. 1.FC Köln, 10 Profis für 22,2 Millionen Euro

2. FC Augsburg, 11 Profis für 18,4 Millionen Euro

1. Borussia Dortmund, 13 Profis für 185,6 Millionen Euro

(Angaben via Transfermarkt, Stand: 15. August 2022)

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