Bundesliga muss sich auf Geisterspiele einstellen | OneFootball

Bundesliga muss sich auf Geisterspiele einstellen

Logo: 90PLUS

90PLUS

News | Akteure und Fans müssen sich wieder auf Geisterspiele in der Bundesliga einstellen. Das ging aus der Bund-Länder-Beratung am Dienstag hervor.

Söder plädiert für Geisterspiele „bis zum Jahresende“

Am Dienstag berieten Bund und Länder über anstehende Corona-Maßnahmen. Unter den Themen: Geisterspiele in der Bundesliga. „Man kann davon ausgehen, dass die Bundesliga ohne Zuschauer weiterspielen soll. Das ist eine richtige Entscheidung“, wurde Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) von Sport1 zitiert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits angekündigt, dass die bayerischen Vereine ohne Zuschauer im Stadion auskommen müssen. „Es gibt unterschiedliche Ansätze“, so der 54-Jährige. Geht es nach ihm, werden wir „bis zum Jahresende in den Profiligen ohne Zuschauer auszukommen“ müssen. Während für den FC Bayern, Augsburg und Co. Geisterspiele ohnehin absehbar waren, wird es nun wohl alle Klubs treffen. Die endgültige Entscheidung soll am Donnerstag auf einer kurzfristig angesetzten Ministerpräsidentenkonferenz fallen.

In Sachsen finden bereits Spiele unter Ausschluss der Fans statt. Die Partie zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen (1:3) vergangenen Sonntag fand vor leeren Rängen statt. Hamburg etwa werde sich derweil einer „bundeseinheitlichen Regelung anschließen“, erklärte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Und was ist mit dem anstehenden Topspiel zwischen Dortmund und Bayern? Das ließ NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) offen. Klar sei allerdings, dass man sich um eine „deutliche Reduzierung bei Großveranstaltungen“ bemühen müsse. Bilder, wie wir sie vergangenes Wochenende in Köln gesehen haben, dürfe es nicht mehr geben. „Wir werden entsprechende Beschlüsse fassen“, so Wüst.

Generell äußerten sich zahlreiche Politiker äußerst kritisch gegenüber den Vorkommnissen am vergangenen Wochenende. Dass wieder Geisterspiele kommen werden, schien daher nur eine Frage der Zeit.

Photo by Getty

Impressum des Publishers ansehen