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Bundesliga | Mavropanos-Hammer bremst Gladbach aus

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News | Im Topspiel des 8. Bundesliga-Spieltags empfing Borussia Mönchengladbach den VfB Stuttgart. Die Gastgeber zeigten sich über 90 Minuten äußerst bemüht und engagiert, arbeiteten sich allerdings an einem defensiv äußerst kompakten VfB ab, der sich letztendlich ein verdientes 1:1 erkämpfte.

Mavropanos und Hofmann fordern den xG heraus

Beide Mannschaften feierten vor der Länderspielpause 3:1-Siege. Borussia Mönchengladbach in Wolfsburg, der VfB gegen die TSG aus Hoffenheim. Adi Hütter vertraute derselben Elf, die auch in Wolfsburg gewann, während Pellegrino Matarazzo hingegen musste aufgrund von COVID-19 auf Torhüter Florian Müller, Waldemar Anton sowie Orel Mangala verzichten und brachte stattdessen Fabian Bredlow, Hiroki Ito sowie Nikolas Nartey.

Die Anfangsphase war gänzlich schwarz-grün-weiß angestrichen. Gladbach tackerte den VfB immer wieder am eigenen Strafraum fest. Die erste richtig gute Möglichkeit hatte Manu Koné, der den rechten Winkel in der 11. Minute knapp verfehlte. Gut 60 Sekunden später schloss Luca Netz ab, der Winkel war allerdings etwas zu spitz.

Danach durften die Stuttgarter etwas durchatmen. 15. Minute, Omar Marmoush legte ab für Konstantinos Mavropanos. Der Grieche bekam den Ball gut 28 Meter vor dem Tor, wurde nicht angegriffen, hielt einfach mal drauf – und traf! 0:1, Der Borussia-Park wurde fürs Erste auf Zimmerlautstärke gedreht und die Hausherren durften sich in den kommenden Minuten an der Stuttgarter Defensive abarbeiten.

Hofmann toppt Mavropanos: Verdientes Unentschieden zur Pause

Der VfB konzentrierte sich auf Gegenstöße und Aussetzer der Borussia. Wie zum Beispiel in Minute 31: Manu Koné spielte einen hanebüchenen Pass, der eigentlich an Netz gedacht war, aber bei Tanguy Coulibaly ankam. Stuttgarts Nummer 7 agierte halbrechts vor dem Tor zu überhastet und chippte klar über den Querbalken.

Ansonsten spielte sich dieses Duell nahezu gänzlich in der Einbahnstraße ab: 38. Minute, über Matthias Ginter landete die Kugel zufällig bei Jonas Hofmann. Der Nationalspieler schoss Torschütze Mavropanos ab, von dem die Kugel bedrohlich in Richtung Torlinie hoppelte. Die rettende Instanz hieß Fabian Bredlow.

Drei Minuten vor der Pause hatte auch Stuttgarts Ersatztorhüter keinen Auftrag mehr. Einen Eckball bekamen seine Vorderleute nicht anständig geklärt. So konnte Jonas Hofmann aus halblinker Position zum Volley ansetzen, der akkurat im langen Eck landete. Der – mittlerweile verdiente – Ausgleich. Gleichzeitig war es mit einer Torwahrscheinlichkeit von 1,91 Prozent das viertunwahrscheinlichste Tor dieser Saison, dicht gefolgt von Stuttgarts Führungstreffer (1,92 Prozent). Mit dieser xG-Kuriosität ging es in die Halbzeit.

Der Zwischenstand ging in Ordnung. Zwar machte Gladbach mehr Druck. belohnte sich spät dafür. Doch Stuttgart stand kompakt, bot wenig an und zeigte sich im entscheidenden Moment konsequent aus der Distanz.

Viel Leerlauf, wenig Chancen – Stuttgart holt den Punkt in Gladbach

Personell unverändert ging es in den zweiten Durchgang. Auch hier waren es wieder die Gladbacher, die die bessere Gelegenheit für sich verbuchen konnten. Sechs Minuten waren gespielt, als Denis Zakaria zu Matthias Ginter legte. Der Nationalspieler zog aus gut 27 Metern ab. Irgendwie kam die Kugel durch das Getümmel zu Lars Stindl, der zu überrascht war und am rechten Pfosten vorbeizielte. Ein Tor hatte Konstantinos Mavropanos bereits erzielt, wenig später verhinderte der Grieche ein zweites mit einem gekonnten wie heroischen Block gegen den eingewechselten Alassane Pléa.

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Es sollte die letzte Gelegenheit für längere Zeit bleiben. Beide Mannschaften neutralisierten sich in den nächsten gut 15-20 Minuten. Gladbach hatte das Gros an Ballbesitz, nicht aber Torgefahr. Stuttgart stand kompakt – und schaltete geschickt um. Minute 84, Chris Führich zog von rechts nach innen, visierte von der Strafraumkante das kurze Eck an, Yann Sommer parierte sicher. Zwei Minuten vor Schluss setzte Matthias Ginter einen Freistoß aus gut 17 Metern über das Tor.

Letztlich tat sich nichts mehr am Ergebnis. Der VfB Stuttgart erkämpft, verteidigt sich einen Punkt in Mönchengladbach, kann damit sicherlich besser leben, als die Gastgeber. Die Borussia agierte nach dem Seitenwechsel nicht mehr so zwingend, wie vor der Pause und verpasste so den Sprung von Rang 10 auf 6. Damit ist ihr jüngster Höhenflug nach den Siegen gegen Dortmund (1:0) und in Wolfsburg (3:1) vorerst ausgebremst. Stuttgart bleibt währenddessen auf 12. Nächste Woche steht für sie das Heimspiel gegen den 1. FC Köln an. Gladbach muss kommende Woche zur Hertha, bevor sie den FC Bayern zum Pokalspiel empfangen.

Der Endstand aus dem Borussia-Park: Borussia Mönchengladbach 1, VfB Stuttgart 1.

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Victor Catalina

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