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Erik Schmidt

Bundesliga kompakt: Bayern patzt beim FCA, Wölfe bleiben ungeschlagen


Trotz eines frühen Rückstands sah der FC Bayern beim FC Augsburg lange Zeit wie der sichere Sieger aus, dann jedoch gab Alfred Finnbogason den Spielverderber. Der VfL Wolfsburg konnte unterdessen auch in Leipzig nicht bezwungen werden.

Das schönste Tor

Marius Bülters Geschichte dürfte inzwischen den meisten Fußballfans bekannt sein. Noch bis zum Sommer 2018 lief der Union-Angreifer in der Regionalliga für den SV Rödinghausen auf. Über den 1. FC Magdeburg landete er schließlich vor der laufenden Spielzeit in Berlin, wo er am 3. Spieltag mit einem Doppelpack gegen den BVB das erste Ausrufezeichen setzte.

Das zweite gelang dem 26-Jährigen nun im Duell mit dem SC Freiburg: Nach noch nicht einmal zwei Minuten versenkte er das Kunstleder aus rund 25 Metern derart druckvoll im Giebel des gegnerischen Tors, dass man meinen könnte, Alexander Schwolow würde noch immer vergeblich fliegen, hätte er nicht Mitte der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden müssen. An der Blessur des SC-Keepers war Bülter allerdings schuldlos.


Der größte Aufreger

Von einem Zwist zwischen Edimilson Fernandes und Matthias Zimmermann war bislang noch nichts bekannt. Am Samstagnachmittag hatte es der Schweizer in Diensten des FSV Mainz 05 allerdings definitiv auf seinen Düsseldorfer Kontrahenten abgesehen.

Schon nach einer knappen halben Stunde und einem ersten verunglückten Tackling gab es den einen oder anderen Anhänger der Rheinländer, der einen Platzverweis für den Mittelfeldspieler forderte. Felix Zwayer beließ es bei Gelb, holte das Verpasste aber noch vor der Pause nach. Da nämlich traf Fernandes mit einem viel zu hohen Bein Zimmermanns Kopf und sah folgerichtig die Ampelkarte.


Das beste Spiel

Das vermeintliche Topspiel der Nachmittagskonferenz zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg hielt, was es versprach. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, wobei die Sachsen ihre leichten Vorteile nicht in einen Sieg ummünzen konnten.

Peter Gulasci verpasste dabei die Rolle des Matchwinners. Zunächst schien der Leipziger Schlussmann nämlich unüberwindbar, zudem bereitete er mit einem langen Abschlag die Führung durch Timo Werner vor. Wout Weghorst fand aber schließlich doch noch einen Weg am Ungarn vorbei und verhinderte gleichzeitig die ersten Saisonniederlage der Niedersachsen.


Die Spiele als Emoji

🚑 FC Augsburg – FC Bayern 2:2 (1:1)

🙀 Werder Bremen – Hertha BSC 1:1 (1:0)

😇 RB Leipzig – VfL Wolfsburg 1:1 (0:0)

🛠 Fortuna Düsseldorf – FSV Mainz 05 1:0 (0:0)

🚀 Union Berlin – SC Freiburg 2:0 (1:0)


Drei Dinge, die wir heute gelernt haben

  • Zwar waren die Münchner beim FC Augsburg auch auf bayrischen Boden gefordert, aber eben nicht in der Allianz-Arena. Darüber dürfte sich vor allem Serge Gnabry gefreut haben. Denn trotz seines aktuellen Laufs tut sich der deutsche Nationalspieler derzeit schwer, in Heimspielen zu treffen.
  • Von Reisestrapazen lässt sich Joshua Sargent nicht beeindrucken. Mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft war der Bremer Angreifer noch am Mittwoch in Toronto gegen Kanada (0:2) gefordert. Dementsprechend spät kehrte er nach Norddeutschland zurück. Im Duell mit Hertha zeigte er sich am Samstag dennoch hellwach, schließlich gelang dem 19-Jährigen schon nach sieben Minuten die Führung.
  • Der FC Augsburg verfügt über (k)einen erstligatauglichen Schlussmann. Zwar verpflichteten die Fuggerstädter vor der Saison Tomas Koubek, weil Andreas Luthe sowie Fabian Giefer im Vorjahr nicht zu überzeugen wussten. Der Tscheche vermochte die Probleme bislang allerdings nicht zu lösen. Auch in der ersten Halbzeit des Duells mit den Bayern hinterließ Koubek einmal mehr einen unsicheren Eindruck. Nach dem Seitenwechsel bewies der 27-Jährige jedoch das Gegenteil. So reichte es auch zu einer Überraschung gegen den Rekordmeister.