Bundesliga | „Kein Wortgefecht, ich hab ihn begrüßt auf dem Platz“ – Die Stimmen zu Dortmunds Sieg in Freiburg | OneFootball

Bundesliga | „Kein Wortgefecht, ich hab ihn begrüßt auf dem Platz“ – Die Stimmen zu Dortmunds Sieg in Freiburg

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News | 3:1 gewann Borussia Dortmund die Auftaktpartie des 2. Bundesliga-Spieltags in Freiburg. Nach dem Spiel sammelte DAZN Reaktionen ein.

Dortmunder Joker besiegeln späten Erfolg in Freiburg

Die erste Hälfte gehörte dem Sport-Club, der sich in Minute 35 belohnen konnte: Christian Günter zog eine Halbfeldflanke von links an den zweiten Pfosten, die Matthias Ginter nochmal für Michael Gregoritsch auflegte. Dessen Bogenlampe senkte sich zum 0:1 ins lange Eck.

Auch in Halbzeit zwei kam – mit Ausnahme eines Distanzschusses von Mahmoud Dahoud, der knapp am linken Pfosten vorbeistrich, nahezu nichts vom BVB. 13 Minuten vor Schluss spielte der eingewechselte Jamie Bynoe-Gittens den Doppelpass mit Youssoufa Moukoko, zog aus rund 27 Metern mit dem schwachen Linken ab. Mark Flekken hatte die Flugbahn komplett falsch eingeschätzt, ließ die Kugel durch die Hände flutschen, von wo aus sie hinter die Linie fiel: Der Wake-Up-Call für Schwarzgelb. Urplötzlich kippte die Partie. Freiburg fürchtete es – und Dortmund arbeitete auf den zweiten Treffer hin. 84. Minute, erneut leitete Bynoe-Gittens ein. Im Zentrum legte Julian Brandt für Youssoufa Moukoko ab, der zum 1:2 vollendete. Vier Minuten später gewann Moukoko den Ball, Marius Wolf ließ auf dem linken Flügel Günter aussteigen und hämmerte die Kugel zur Entscheidung ins lange Eck. Somit verbuchten alle vier Dortmunder Einwechselspieler jeweils mindestens eine Torbeteiligung. DAZN sprach nach der Partie mit Siegern und Besiegten.

„Wir haben ein Tor bekommen, es stand 1:1“ – abgezockter Streich kurz angebunden

Lange Zeit machte der Sport-Club viel richtig, ein gutes Spiel und führte verdient durch den Treffer von Michael Gregoritsch. Wirklich tief ließ Christian Streich aber auch nach dem Spiel nicht in sein Seelenleben blicken „Wir haben ein Tor bekommen, es stand 1:1“, fasste der SC-Trainer seine Reaktion auf Mark Flekkens Patzer zusammen. Stolz war er auf die Leistung seiner Mannschaft allerdings nicht. Sie hätten „sehr gut gespielt und am Ende haben wir 3:1 verloren.“

Zu einer kuriosen Szene kam es in Minute 67, als Nico Schlotterbeck direkt vor den Augen seines Ex-Trainers Ritsu Doan umpflügte, sich Gelb abholte und noch ein paar warme Worte kassierte. So zumindest wollte es Streich selbst verstanden wissen: „Es war kein Wortgefecht. Ich hab ihn begrüßt auf dem Platz – und er hat den Ritsu Doan begrüßt.“

Etwas ausführlicher gab sich Matthias Ginter, vor allem um die Auswirkungen des Ausgleichstreffers: „Wenn man das ein oder andere Gesicht gesehen hat, von den Dortmunder Spielern. Klar, wir waren alle am Pumpen, sie auch, wir auch. Dann hat so ein Gegentor immer auch eine gewisse Wirkung. Es war aber nicht so, dass es danach ein Scheibenschießen war. Wir haben weiter versucht, nach vorne zu agieren. Vince Grifo hat nochmal eine gute Chance gehabt, mit links. Das 2:1 spielen sie super raus. Dann wird es natürlich schwierig, nochmal zurückzukommen.“

„Willst es den Leuten zeigen, obwohl du es gar nicht brauchst“ – Schlotterbeck spricht über Rückkehr nach Freiburg

Dass es auch für Dortmund – trotz des Ergebnisses – kein einfaches Spiel war, wussten sowohl Nico Schlotterbeck als auch Edin Terzic zu bezeugen: „Ich glaube, dass wir gut reingekommen sind, in das Spiel – und dann passiert das 1:0. Da kam Freiburg in eine Phase, in der sie drückend überlegen waren. Sie hatten, glaube acht, neun Standards, die haben wir gut wegverteidigt. Ich kenn das, die sind relativ gut von Vince (Grifo) und von Günni (Christian Günter). Die zweite Halbzeit war ein bisschen zerfahrener. Dann kommt leider der Fehler von Flekki, wir machen zwei Dinger und dann war das Spiel entschieden. Nichtsdestotrotz, Freiburg hat uns alles abverlangt“, so der Ex-Freiburger.

„Freiburg ist wirklich richtig gut. Ich habe heute nichts von Freiburg gesehen, was wir nicht in der Analyse gezeigt haben. Aber es ist halt brutal schwer, es zu verhindern“, fügte Terzic hinzu.

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Für Schlotterbeck war „die Anspannung heute schon groß, weil du es so ein bisschen im Gefühl hast, dass du es den Leuten zeigen willst, obwohl du es gar nicht brauchst. Ich habe heute Nachmittag kurz mit Matthias Sammer geredet, er hat mir ein paar lobende Worte gegeben, hat mir gesagt, er hat immer schlecht gespielt, wenn er zurückkam. Ich soll es nur nicht so machen. Aber gar kein Druck, sondern ganz normal spielen, dann rocken wir das Ding.“

Trotz des Sieges sieht Schlotterbeck aber noch „sehr, sehr viel Luft nach oben. Wir haben heute ein Gegentor kassiert Aber wir hätten vielleicht auch zwei, drei kassieren können. Ich glaube, dass es gar nicht so viel an uns (Hummels und ihm) hängt, sondern, wir müssen als Mannschaft verteidigen. Wenn wir das kapieren, dann sind wir eine sehr gute Mannschaft, weil wir offensiv brutale Qualität haben. Das müssen wir noch ein bisschen mehr verinnerlichen. Wir müssen noch mehr gemeinsam verteidigen, öfters Druck auf den Ball vorne kriegen. Dann haben wir es hinten leichter. Alles, was dann durchkommt, ist dann unser Job – und das machen wir dann auch.“

Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

Victor Catalina

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