🏆 Bundesliga-Awards: Neuers Arm und ein Mann fĂŒr Jogi im Fokus

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Erik Schmidt

Artikelbild: 🏆 Bundesliga-Awards: Neuers Arm und ein Mann fĂŒr Jogi im Fokus

Köln holte drei Punkte in Dortmund, Bremen spielte mal nicht 1:1 und auch mit Manuel Neuers Arm geschah ungewöhnliches – der 9. Spieltag hatte so einige Überraschungen zu bieten, die sich natĂŒrlich auch in den Bundesliga-Awards widerspiegeln.

Der „Unter dem Radar“-Award

WĂ€hrend seine beiden Ex-Vereine, der Karlsruher SC und Hannover 96, lĂ€ngst in der 2. Bundesliga heimisch geworden sind, spielt Lars Stindl nach wie vor im Oberhaus eine entscheidende Rolle. Und das mittlerweile als KapitĂ€n von Borussia Mönchengladbach. Nach seiner Einwechslung im Duell mit dem FC Schalke 04 feierte Stindl nun ein ganz besonderes JubilĂ€um, kam er doch zu seinem 300. Einsatz in der Beletage des deutschen Fußballs.

Dabei verzierte der 32-JĂ€hrige seine Bilanz bislang mit 63 Treffern und 52 Vorlagen. Doch trotz dieser beeindruckenden Zahlen flog der Offensivakteur immer irgendwie unter dem Radar, was lediglich elf LĂ€nderspiele belegen.


Der „Ein Mann fĂŒr Jogi“-Award

Nur dreimal öfter als Stindl trug Max Kruse das Trikot der DFB-Auswahl. Dabei kommt der ebenfalls 32-JĂ€hrige in 259 Bundesliga-EinsĂ€tzen sogar auf 80 Treffer und 73 Vorlagen. Aktuell befindet sich Kruse in absoluter Topform: Seit seinem Wechsel im Sommer zu Union Berlin traf er nĂ€mlich sechs Mal selbst und legte zudem fĂŒnf weitere Tore auf.

Vielleicht sollte Jogi Löw den Berliner also tatsĂ€chlich wieder in seine Überlegungen einbeziehen, will er doch noch einmal in die Erfolgsspur zurĂŒckfinden. Am Freitag wird ja bekanntlich eine Analyse des Bundestrainers prĂ€sentiert, ob dann auch Kruses Name fĂ€llt?


Der „Arm der Nation“-Award

Manuel Neuer und seine Gliedmaßen: Mal verhindern sie auf spektakulĂ€re Weise Gegentreffer, mal schießen sie blitzartig in die Luft, um eine mögliche Abseitsstellung des Gegners zu reklamieren. In Stuttgart rĂŒckten sie nun aber aus einem ganz anderen Grund in den Mittelpunkt.

Denn vor dem vermeintlichen 2:1-FĂŒhrungstreffer des VfB war der KapitĂ€n des FC Bayern und der deutschen. Nationalmannschaft von Tanguy Coulibaly kurz an seinen Arm gegriffen worden. Nach Intervention des VAR entschied sich der Unparteiische, Harm Osmers, das Tor nicht anzuerkennen. Pellegrino Matarazzo war damit alles andere als einverstanden. „Man kann nicht gerade sehen, dass Neuer die Schulter ausgerissen wird“, kommentierte der Stuttgarter Coach sĂŒffisant bei ‚Sky‘.


Der „Stiller Genießer“-Award

Da gewinnt der 1. FC Köln dank seiner beiden Treffer – ausgerechnet in Dortmund – erstmals nach 18 erfolglosen AnlĂ€ufen wieder ein Bundesligaspiel und was macht Ellyes Shkiri? Der 25-jĂ€hrige Mittelfeldspieler schreit und tobt nicht etwa vor Freude, sondern gibt den stillen Genießer, der die Situation ganz Profi seelenruhig analysiert.


Der „Knoten“-Award

Noch in der vergangenen Saison trafen Alexander Sörloth und Fabian Klos, wie sie wollten. Der Leipziger war in der SĂŒper Lig 24 Mal fĂŒr Trabzonspor erfolgreich, sein Bielefelder Kontrahent bilanzierte im deutschen Unterhaus fĂŒr die Arminen 21 Treffer. Bis zum direkten Duell am Samstag lief es in der Bundesliga derweil fĂŒr noch keinen der beiden Angreifer rund.

WĂ€hrend sich Sörloths Krise sogar noch einmal verschĂ€rfte, verschoss der Norweger doch einen Strafstoß, platzte Klos‘ Knoten. Wirklich freuen konnte sich der 32-JĂ€hrige ĂŒber sein Premierentor aber nicht, schließlich setzte es fĂŒr den Aufsteiger die siebte Niederlage in Serie.


Der „Black Friday“-Award

Bislang standen weder der VfL Wolfsburg noch Werder Bremen in dieser Saison fĂŒr Spektakel. WĂ€hrend die Niedersachsen an den ersten acht Spieltagen nie ĂŒber zwei eigene Erfolgserlebnisse hinauskamen, erzielten die Hanseaten nur im Duell mit Schalke mehr als ein Tor. Aber die Königsblauen zĂ€hlen in dieser Hinsicht freilich sowieso nicht.

Am Black Friday prÀsentierten allerdings auch Wolfsburg und Bremen ein ganz besonderes Angebot: nÀmlich beste Unterhaltung und insgesamt acht Treffer in nur 90 Minuten. Dabei hatte doch im Vorfeld bestimmt so manch Wettlustiger darauf gehofft, mit dem nahezu todsicheren Tipp auf ein 1:1-Remis das im Shopping-Wahn verprasste Geld wieder hereinzuholen.