🏆 Bundesliga-Awards: Fatale Silberhochzeit und eine Shopping Queen | OneFootball

🏆 Bundesliga-Awards: Fatale Silberhochzeit und eine Shopping Queen

Logo: OneFootball

OneFootball

Max von Stuckrad-Barre

Neben tollen Mannschaftsleitungen bot auch der 14. Spieltag wieder so einiges an individuellen Arbeitsnachweisen. DafĂŒr gibt es unsere Bundesliga-Awards!

Der „Fassungslose Gesichter“-Award

Die Social-Media-Abteilung der SpVgg Greuther FĂŒrth fand mit „Puh“ das richtige Wort fĂŒr das Kleeblatt-Scheibenschießen, das sich am Samstag in Leverkusen ereignete. Und dieses „Puh“ stand den FĂŒrther Spielern im Verlauf dieses fußballspielgewordenen Kollateralschadens auch immer wieder ins Gesicht geschrieben. Um genau zu sein, siebenmal. Denn nach jedem neuen Gegentor versuchten sich die wiederholt ausgespielten Akteure erneut, in mimischer Fassungslosigkeit zu ĂŒberbieten.

WĂ€hrend besonders Sebastian Griesbeck sich in eindrucksvoller RegelmĂ€ĂŸigkeit einen Schock ins Gesicht schreiben konnte, ist doch Branimir Hrgota unser Sieger. Denn der kam immerhin auf die Idee, das von jeglicher Fassung befreite Gesicht in den HĂ€nden zu vergraben. So verliert man richtig!


Der „Shopping Queen“-Award

In weniger als einem Monat steht schon wieder das nĂ€chste Transferfenster an. Bald gibt es also aufs Neue fĂŒr alle Vereine, beziehungsweise alle reichen Klubs mit bilanzdesinteressierten Managern, die Gelegenheit, mal wieder mit viel Geld fĂŒr Fußballspieler um sich zu werfen. In einschlĂ€gigen Portalen werden dabei stets die verantwortungslosesten unter den bezahlten Summen als „Top-Transfer“ ausgewiesen.

Chronisch unerwĂ€hnt bleibt in solchen Auflistungen stets die Arminia aus Bielefeld. Umso grĂ¶ĂŸer ist unsere Freude, die Bielefelder nun doch einmal aufgrund ihrer EinkĂ€ufe auszuzeichnen. Denn bei ihrem 1:1 gegen den 1. FC Köln kaufte die Arminia den Kölnern, wie FC-Coach Baumgart es formulierte, gleich in „vielen Bereichen den Schneid“ ab. Ka-Ching!


Der „UnglĂŒckliche Silberhochzeit“-Award

FĂŒr einen Spieler war das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern ein ganz Besonderes. Mats Hummels konnte am Samstagabend nĂ€mlich sein 25-jĂ€hriges „Klassiker“-JubilĂ€um feiern. 19 Mal stand er nun fĂŒr den BVB bei diesem Duell auf dem Platz, sechs Mal fĂŒr die MĂŒnchener. Im Klassikerjargon feierte er also Silberhochzeit, dĂŒrfe sich den Verlauf und Ausgang aber wohl anders vorgestellt haben. Nicht nur, weil Borussia Dortmund sich den Bayern geschlagen geben musste, sondern auch, weil er selbst als Pechvogel des Spiels an allen drei Gegentreffern beteiligt war.


Der „LĂ€nger in der Liga als Schalke“-Award

Manchmal ist es komplizierter, ein Tor nicht zu machen, als eine Chance erfolgreich zu nutzen. Insofern leistete FCA-Spieler Jan MorĂĄvek Beeindruckendes, als er den Ball im Spiel gegen den VfL Bochum aus kĂŒrzester Distanz nicht ins, sondern ĂŒber das Tor beförderte.

Wer dem Ex-Schalker nun aber alle QualitÀten abseits eindrucksvollstem Chancentötens absprechen will, lehnt sich zu weit aus dem Fenster, wie dieser Tweet beweisen kann:

Angesichts solcher ÜberlebenskĂŒnste ist ein Bundesliga-Award mehr als verdient.


Der „Immer die gleiche Scheiße“-Award

Florian Kohfeldt bekam es in der Partie seiner Wölfe gegen Mainz 05 mit einem ihm noch aus seiner Werder-Zeit bekannten, tĂ€glich grĂŒĂŸenden Murmeltier zu tun. Denn ein Blick in Richtung VfL-Coaching-Zone bot ein aus der letzten Saison allzu bekanntes Bild: Kohfeldt sauer an der Seitenlinie, weil sein Team unerklĂ€rlich schlecht spielt.

Allein das Emblem mit dem „W“ auf der Brust ist nicht weiß auf grĂŒn, sondern grĂŒn auf weiß. GefĂŒhlt regnet es auf allen solchen Bildern ausnahmslos. Unser Trostpreis, den wir uns eigenen SchĂ€tzungen zufolge, wahrscheinlich sonst wohin stecken können: ein Bundesliga-Award.


Der „Hold my beer“-Award

Der 14. Bundesliga-Spieltag hatte es aber mal so richtig in sich. Vom Samstag weisen wir beispielsweise auf das 7:1 zwischen Bayer Leverkusen und Greuther FĂŒrth hin oder natĂŒrlich das unglaublich unterhaltsame Topspiel zwischen Dortmund und Bayern. Das alles wird der SC Freiburg natĂŒrlich auch mitbekommen und hat daraus einen schönen Schluss gezogen haben.

Nur, weil das Duell mit Gladbach das letzte des Spieltags ist, muss das ja nĂ€mlich nicht heißen, dass es in all dem Trubel untergeht. Und so kam es, dass diese „Hold my beer“-Einstellung zu einer der furiosesten ersten Halbzeiten fĂŒhrte, die wir uns so vorstellen können. Freiburg ĂŒberrannte Gladbach förmlich und traf sechs mal in 37 Minuten. So sorgt man dafĂŒr, dass man unter zahlreichen Highlights nicht untergeht.