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·1. Oktober 2022

Bundesliga | 5:1! Werder Bremen filetiert Borussia Mönchengladbach dank historischem Blitzstart!

Artikelbild:Bundesliga | 5:1! Werder Bremen filetiert Borussia Mönchengladbach dank historischem Blitzstart!

News | Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach hieß das Topspiel des 8. Bundesliga-Spieltags! Dank eines historischen Blitzstarts gab es ein 5:1 für die Gastgeber.

4:0! Werder dreht gegen Gladbach in der ersten Hälfte komplett auf!

Willkommen im Weserstadion! Im Topspiel des 8. Bundesliga-Spieltags empfing der SV Werder Bremen die Borussia aus Mönchengladbach. Als Dr. Felix Brych die vergangene Begegnung dieser beiden Mannschaften abpfiff, ein 4:2 zugunsten der Gladbacher, konnte man klar und deutlich die Weser hinter dem Stadion fließen hören. Durch das 1:0 des 1. FC Köln im Parallelspiel gegen Schalke war Grün-Weiß abgestiegen. Borussia Mönchengladbach seinerseits musste Union Berlin durch ein Last-Minute-Tor Max Kruses gegen RB Leipzig den Vortritt im europäischen Wettbewerb lassen.

Inzwischen gestaltet sich die Stimmungslage in beiden Lagern komplett gegensätzlich. Vor der Länderspielpause erkämpfte sich Werder, dank eines späten Treffers von Miloš Veljković ein 1:1 in Leverkusen. Die Borussia feierte im vergangenen Topspiel ein sattes 3:0 über RB Leipzig und Ex-Trainer Marco Rose. Es war der höchste Bundesligasieg unter Daniel Farke und der zweithöchste Pflichtspielsieg, nach dem 9:1 im DFB-Pokal beim SV Oberachern. Dieser Erfolg spülte die Gladbacher auf Platz 6, Bremen ging mit vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz als Zehnter ins Spiel.

Einen Wechsel nahm Ole Werner im Vergleich zum Remis in Leverkusen vor: Niklas Stark gab sein Startelfdebüt und ersetzte den gelbgesperrten Amos Pieper. Daniel Farke hatte – allein schon ob des Resultats gegen Leipzig – keinen Grund für größere Rotation und auch die personelle Situation ließ es zu, dieselbe Startelf ins Rennen zu schicken.

Drei Tore in der Anfangsviertelstunde! Werder Bremen überrollt Gladbach!

Damit hinein in die Par…und schon das 1:0 für Werder. 4:43 waren auf der Uhr. Romano Schmid kam nach sehenswertem Aufbau an den Ball und setzte sich gegen den viel zu passiven Manu Koné durch. Seine Flanke kam perfekt auf Niclas Füllkrug, der im Zentrum direkt abschloss.

Und nur 2:48 Minuten später war Schmid nach einem Steilpass von Marvin Ducksch selbst frei durch, scheiterte noch an einer Parade Yann Sommers. Ducksch blieb aber in der Szene und staubte zum 2:0 ab. Acht Spieltage dauerte es, nun hatte er sein erstes Bundesligator für Bremen.

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Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Borussia Mönchengladbach war bis hierhin noch überhaupt nicht in der Partie und trat phasenweise auf wie Claudios Amigos im Abschiedsspiel von Claudio Pizarro während der Länderspielpause. Minute 13, Ramy Bensebaini klärte komplett hanebüchen nach hinten und damit genau in den Lauf von Marvin Ducksch, der sich im Duell mit Marvin Friedrich behauptete und rüber zu Füllkrug schob – 3:0, so einfach kann Fußball sein. 5:25 Minuten lagen zwischen dem zweiten und dritten Treffer. Damit war es Bremens früheste 3:0-Führung in ihrer Bundesligageschichte.

Wieder nur drei Minuten später gab es die nächste Großchance für die Gastgeber: Infolge einer Flanke von rechts hatte aber wirklich niemand Anthony Jung am zweiten Pfosten auf dem Zettel. Beim 3:4 gegen Eintracht Frankfurt traf Bremens Linksverteidiger bereits, hier scheiterte er zweimal an Sommer.

Erst nach einer guten Viertelstunde kamen die Gladbacher nach und nach ins Spiel: 18. Minute, zuerst kam Christoph Kramer mit der Picke zum Abschluss, den er zu schwach platzierte. Der Spielzug lief weiter. Der Weltmeister bekam einen Ball in den Rücken der Abwehr gechippt, setzte seinen Volley allerdings knapp vorbei.

In Minute 20 brach Joe Scally rechts durch, weil sein Bremer Gegenspieler wegrutschte, Jiří Pavlenka parierte.

Kurz vor der Halbstundenmarke machte Werder wieder mehr – und postwendend ergaben sich die Chancen. Wie in Minute 27, als Ducksch einen weiten Ball in den Strafraum serviert bekam, diesen aber nicht mehr als Bogenlampe im rechten Winkel platzieren konnte. Keine 60 Sekunden später ging es wieder über die rechte Seite, weil Bensebaini nicht richtig eingriff. Mitchell Weisers Flanke kam perfekt für Ducksch, dessen Kopfball einen guten Meter am Tor vorbeiging.

Der algerische Nationalspieler, vergangenen Spieltag noch Torschütze gegen RB Leipzig, erlebte einen komplett gebrauchten Abend – und vollendete diesen in Minute 37. Wieder pressten die Bremer erfolgreich. Von links durfte Marvin Ducksch die Flanke bringen. Am zweiten Pfosten wollte Bensebaini artistisch per Hacke klären. Die Kugel landete allerdings genau im langen Eck. 4:0! Am 34. Spieltag 2020/21 führte Gladbach zwischenzeitlich 4:0 im Weserstadion. Nun drehte Werder den Spieß um.

Immerhin die letzte Gelegenheit vor der Pause gehörte den Gästen: 42. Minute, Joe Scally setzte sich rechts durch. Am zweiten Pfosten war niemand bei Lars Stindl, niemand außer Jiří Pavlenka, der im Anschluss von Stadionsprecher Arnd Zeigler gefeiert wurde. So ging es mit dem 4:0 in die Pause.

Weiser beendet Gladbachs Druckphase – Werder springt an Borussia vorbei

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte, dafür mit einer zielstrebigen Borussia. 48. Minute, Julian Weigl hob die Kugel fein hinter die Bremer Viererkette, sodass Marcus Thuram frei durch war. Sein Abschluss ging allerdings knapp am linken Pfosten vorbei.

Werder nahm sich ob der ersten Halbzeit nun auch einige Auszeiten, in denen das Spiel vor sich hinplätscherte. Wenn sie offensiv ernst machten, sprang dabei nach wie vor Hochkarätiges heraus: 59. Minute, Niclas Füllkrug versuchte, rechts durchzukommen, musste einmal abbrechen. Im zweiten Versuch brachte er allerdings einer perfekte Flanke ins Zentrum, die Mitchell Weiser an den rechten Pfosten köpfte.

Stattdessen das 1:4 in Minute 63. Lars Stindl behauptete sich zuerst im Mittelfeld und steckte dann perfekt für Marcus Thuram durch. Der Franzose tauchte glockenfrei vor Pavlenka auf, umkurvte Bremens Torhüter und schob ein. Der Treffer wurde nochmal von Pascal Müller und Dominik Schaal in Köln überprüft. Thuram stand nicht abseits, sodass Dr. Matthias Jöllenbeck bei seiner ursprünglichen Entscheidung blieb. 4:1.

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Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Gladbach hatte nun seine beste Phase. Fünf Minuten später wurde Thuram wieder steilgeschickt und legte mit der Hacke für Jonas Hofmann ab, der den rechten Pfosten traf. Bensebaini hielt die Szene scharf und spielte mit Zug in die Mitte. Abstauben konnte allerdings niemand.

Ole Werner wusste, dass er nun etwas tun musste, um die Gladbacher Dominanz zu brechen und brachte in Minute 72 Oliver Burke sowie Jens Stage für Marvin Ducksch und Romano Schmid. Das Resultat gab es keine 60 Sekunden später: Stage gab rechts im Strafraum in den Rücken der Abwehr für Niclas Füllkrug. Bremens Nummer 11 wartete und verzögerte, bis Mitchell Weiser in Position gelaufen war, der volley auf 5:1 stellte.

Drei Minuten später legte Christian Groß zurück zu Burke, dessen Direktabnahme Yann Sommer stark entschärfte.

Mit diesem Ergebnis zieht Werder Bremen punktetechnisch mit Borussia Mönchengladbach gleich – beide haben nun zwölf Zähler aufzuweisen – und dank der besseren Tordifferenz (+4/+1) sogar an der Borussia vorbei und ist nun Achter. Gladbach fällt auf Rang 9 zurück.

Beiden Teams, da nicht europäisch vertreten, steht eine Trainingswoche bevor. Der kommende Spieltag führt Werder zur TSG Hoffenheim, gefolgt von einem Heimspiel gegen Mainz 05, bevor das Pokalduell bei Zweitliga-Spitzenteam SC Paderborn ansteht.

Die Gladbacher haben kommende Woche das rheinische Derby gegen den 1. FC Köln auf dem Plan. Vergangene Saison verloren sie beide Duelle bei einer Tordifferenz von 2:7 (1:4 (A), 1:3 (H)). Brisanz ist von vornherein genug da. Anschließend geht es zuerst nach Wolfsburg, gefolgt von einem Pokalduell, ebenfalls bei einem Zweitliga-Spitzenteam: dem SV Darmstadt 98.

Der Endstand aus dem Weserstadion: SV Werder Bremen 5, Borussia Mönchengladbach 1.

Victor Catalina

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