Buli-Tagebuch: RB-Boss disst Bayern, Top-Teams streiten um Youngster

Logo: OneFootball

OneFootball

Jan Schultz

Artikelbild: Buli-Tagebuch: RB-Boss disst Bayern, Top-Teams streiten um Youngster

Aus Leipzig fliegt ein Giftpfeil in Richtung München, der Hamburger SV startet eine tolle Rettungsaktion und Hertha plant langfristig mit zwei Oldies. Das Bundesliga-Tagebuch fasst wieder die wichtigsten Themen des Tages zusammen.

Mintzlaff disst die Bayern

Im Falle einer Saisonfortsetzung wird es wohl nur noch Geisterspiele geben. Besonders schmerzlich dürften die Vereine ihre Fans vermissen, wenn es etwas zu feiern gibt – etwa die Meisterschaft. „Es wird nicht schön sein, welche Mannschaft auch immer Meister wird, vor 250 oder 300 arbeitenden Menschen im Stadion den Titel zu feiern“, stellt Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RasenBallsport Leipzig, laut ‚Bild‘ richtigerweise fest.

Und der Klub-Boss schiebt einen frechen Spruch in Richtung der Bayern hinterher: „Insofern wäre es ganz gut, wenn in diesem Jahr vielleicht wieder die Bayern Meister werden. Wenn Gladbach, Leverkusen oder wir es werden würden, könnten wir das gar nicht würdig feiern.“


Deutsches Wettbieten um Spanien-Talent?

Auf der Suche nach einem möglichen Nachfolger für Jadon Sancho denken die BVB-Bosse offenbar auch über Valencias Ferrán Torres nach. Nach Informationen von ‚Spox‘ gibt es bereits Kontakt. Den Dortmundern droht aber große Konkurrenz. Die Bayern haben den Offensivmann bereits im Vorjahr gescoutet, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen haben demnach ebenfalls Kontakt mit dem Spielerberater aufgenommen. Valencia könnte trotz der vielen Interessenten im Sommer unter Zugzwang stehen, denn Torres‘ Vertrag endet 2021.


Schalke nimmt von Todibo-Transfer Abstand

Jean-Clair Todibo kam im Winter als Leihspieler vom FC Barcelona nach Gelsenkirchen und hat sich dort schnell im Abwehrzentrum festgespielt. Jochen Schneider distanziert sich dennoch von einer festen Verpflichtung im Sommer – mit gutem Grund. „Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit durch die aktuelle Krisensituation eher gesunken ist“, so der Sportvorstand gegenüber dem ‚kicker‘. Eine erneute Leihe käme den Schalkern schon eher gelegen: „Es gilt, dabei sicher auch die Pläne des FC Barcelona zu berücksichtigen.“


HSV mit besonderer Rettungsaktion

In den letzten Wochen präsentierte sich der HSV mal wieder chaotisch, heute hingegen geben die Hamburger ein gutes Bild ab. Der Zweitligist hat am Montag nämlich eine Rettungsaktion für Kneipen, Kioske und Co. gestartet. „Es geht um diejenigen, die uns am Spieltag mit Getränken versorgen, mit einer Bratwurst auf dem Weg ins Stadion, mit einem Treffpunkt für unsere Leidenschaft“, heißt es im Statement des Klubs. Für diese wurde eine Plattform erstellt, auf der Fans an virtuellen Spieltagen Spenden hinterlegen können.


Folgt ein Ex-Profi auf Kohfeldt?

Werder Bremen befindet sich praktisch seit Saisonbeginn in der Krise. An Trainer Florian Kohfeldt haben die Verantwortlichen bisher trotzdem festgehalten. Aber wie lange noch? Mit dem ehemaligen Bremer Profi Andreas Herzog hat sich nun jedenfalls ein potentieller Nachfolger ins Gespräch gebracht. Der ist momentan zwar noch Nationaltrainer Israels, denkt aber lautstark über einen Wechsel zu einem Klub nach. Eine Stelle bei Werder „würde schon Spaß machen“, so der 51-Jährige beim ‚ORF‘ vielsagend.


VfB verkündet ersten Sommertransfer

Die Sportdirektoren dieser Welt wurden in den letzten Wochen nicht müde zu betonen, wie sehr die Coronakrise für Planungsunsicherheit sorgt. Sven Mislintat hingegen verkündete nun den ersten Stuttgarter Transfer für den Sommer. „Ja, bei Wataru haben wir die Kaufoption bereits gezogen“, bestätigte er gegenüber dem ‚kicker‘ die feste Verpflichtung von Endo. Für den Japaner überweisen die Schwaben dem Vernehmen nach 1,7 Millionen Euro ins belgische St. Truiden.


Hütter denkt nicht an Vertragsverlängerung

Wenngleich die aktuelle Saison für Eintracht Frankfurt recht durchwachsen verläuft, so darf die bisherige Zusammenarbeit mit Trainer Adi Hütter doch getrost als äußerst erfolgreich bezeichnet werden. Über eine Verlängerung seines bis 2021 laufenden Vertrags denkt der Österreicher momentan aber nicht nach. „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um über meine Zukunft zu sprechen“, stellte er auf einer Videopressekonferenz klar. Aktuell seien schlichtweg andere Dinge wichtiger, ganz konkret natürlich „das Virus in den Griff zu bekommen“.


Kölns Sobiech denkt an Rückkehr zu St. Pauli

Beim 1. FC Köln konnte sich Lasse Sobiech nicht durchsetzen, weshalb er im Winter nach Belgien verliehen wurde. Dort steht die Saison aber vor dem Abbruch, weshalb der Defensivmann nun in der Luft hängt. In Köln steht er noch bis 2022 unter Vertrag, ein Abschied im Sommer erscheint dennoch wahrscheinlich. Geht es womöglich zurück zum FC St. Pauli? „Hamburg ist meine zweite Heimat geworden. Zu St. Pauli würde ich immer zurückkehren, wenn der Verein mich will und braucht“, erklärte Sobiech jedenfalls selbst gegenüber der ‚Hamburger Morgenpost‘.


Hertha will Oldie-Duo langfristig binden

Salomon Kalou und Vedad Ibišević befinden sich beide im Spätherbst ihrer Karrieren, nach Informationen des ‚kicker‘ wird Hertha BSC die im Sommer auslaufenden Verträge der beiden Offensivspieler daher nicht mehr verlängern. Beide sind aber noch nicht satt und wollen weiterspielen, weshalb sie sich im Sommer wohl neue Klubs suchen werden. Danach soll es aber zu Hertha zurück gehen – das wünscht sich zumindest der Hauptstadtklub. Beide sollen für die Zeit nach ihrer aktiven Karriere wie viele andere ehemalige Profis wieder in Berlin eingebunden werden.


Freiburgs Spiel mit dem Feuer

Robin Koch hat beim Sport-Club noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021. Der Nationalspieler hat zuletzt bereits angekündigt, in absehbarer Zeit den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen, womöglich also den Verein zu verlassen. Obwohl in einem Jahr also der ablösefreie Verlust des Abwehrspielers droht, wollen die Freiburger Koch diesen Sommer auch nicht verschenken. Nach Informationen des ‚kicker‘ soll mit dem Mann, der vor drei Jahren für vier Millionen Euro aus Kaiserslautern kam, mindestens ein Gewinn von zehn Millionen Euro erzielt werden. Andernfalls werde er nicht verkauft.