BuLi kompakt: RB neuer Spitzenreiter, BVB vermiest Klinsi-Debüt

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Jan Schultz

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Am Samstag standen in der Bundesliga nur vier Partien parallel an – die hatten es aber in sich. Leipzig ist neuer Tabellenführer und Dortmund gewinnt das Krisenduell in Berlin.

Das schönste Tor

Es gibt Wochenenden, an denen wir bis zur Schlussminute warten müssen, um in dieser Rubrik einen Sieger zu küren. Das war heute anders – dank Patrik Schick. Denn der Tscheche zauberte in Paderborn nach nicht einmal 180 Sekunden ein Gedicht von einem Tor aufs Feld. Seine geschickte Ballannahme verband er mit einer eleganten Pirouette, womit er einen Paderborner Verteidiger bereits schwindelig spielte. Frei vor dem Kasten war sein überlegter Lupfer schließlich die Kirsche auf der Leipziger Sahnetorte.


Der größte Aufreger

Die Dortmunder haben sich fürchterlich aufgeregt, als Mats Hummels kurz vor dem Pausenpfiff zum Duschen geschickt wurde. Marco Reus flehte Schiedsrichter Sven Jablonski regelrecht an, die zweite Gelbe zurückzunehmen, Axel Witsel forderte den Videobeweis. Der aber darf bei einer Gelben nicht genutzt werden.

Auch ein mögliches Foul im Vorlauf stand damit nicht zur Debatte. Selbst wenn sich VAR Günter Perl die Szene noch einmal angeschaut hätte, wäre es wohl beim Platzverweis geblieben. Denn das taktische Foul des Ex-Bayern war eindeutig, das Einsteigen von Marius Wolf in der Entstehung keine klare Fehlentscheidung.


Das beste Spiel

In Paderborn deutete früh alles auf eine klare Angelegenheit hin. Nach der aus RB-Sicht ebenso dominanten wie ob zahlreicher Abschlüsse auch sehenswerten ersten Halbzeit stecke der Aufsteiger nicht auf. Der SCP biss sich in die Partie, verkürzte auf 2:3 und drängte auf das sensationelle Comeback. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Bestens unterhalten wurden die Zuschauer trotzdem einmal mehr.


Die Spiele als Emoji

🐝 Hertha BSC – Borussia Dortmund 1:2 (1:2)

🔴 1. FC Köln – FC Augsburg 1:1 (0:1)

Bundesliga

1. FC Köln
FC Augsburg

🇭🇷 TSG Hoffenheim – Fortuna Düsseldorf 1:1 (1:0)

🚒 SC Paderborn – RB Leipzig 2:3 (0:3)


Drei Dinge, die wir heute gelernt haben

  • Wenn der Knoten mal platzt: Bis zum 1:0-Führungstreffer in Berlin blieben die Dortmunder in der Liga auswärts zuletzt 217 Minuten ohne eigenes Tor. Nach der langen Wartezeit mussten sich die BVB-Fans anschließend aber nicht wieder gedulden. Denn nur 104 Sekunden später legte Thorgan Hazard den zweiten Treffer nach.
  • Andrej Kramarić ist nicht der schlechteste Stürmer, das war uns schon lange klar. Am Samstag stellte der Kroate aber einmal mehr unter Beweis, wie gut er tatsächlich ist. Sein Tor gegen Düsseldorf war sein 54. Treffer in der Bundesliga – unter seinen Landsmännern war nur Ivica Olić besser. Dafür ist Kramarić mit 74 Torbeteiligungen in der Liga nun der beste Scorer, den die TSG jemals hatte.
  • Einen gebrauchten Tag hatte indes André Hahn. Der Augsburger verballerte erst einen Elfmeter und flog kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz. Ähnlich viel Pech hatte in der Bundesliga bisher nur Stefan Effenberg, der sich 1991 in derselben Reihenfolge über seine Missgeschicke ärgerte.