🏆 Buli-Awards: Lachverbot im deutschen Fußball und Heimkehrer Jović

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Niklas Levinsohn

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Der Spieltag der vielen Unentschieden liegt hinter uns. Bevor wir uns der englischen Woche widmen, verteilen wir schnell noch ein paar Bundesliga-Awards.

Der „Rein-Raus“ Award

Normalerweise spricht die Ein- und Auswechslung eines Spielers innerhalb einer Partie fĂŒr einen gebrauchten Arbeitstag. Das, was in Fachkreisen auch „Höchststrafe“ genannt wird, dĂŒrfte sich fĂŒr Cedric Teuchert am Freitagabend allerdings ganz anders angefĂŒhlt haben.

Schließlich hatte der fĂŒr den verletzten Sheraldo Becker eingewechselte Union-StĂŒrmer gegen Leverkusen den 1:0-Siegtreffer erzielt – in der 88. Minute. In der 90. Minute war fĂŒr Teuchert dann noch vor dem eigentlichen Abpfiff wieder Schluss. Er dĂŒrfte es ĂŒberlebt haben.


Der „Lachverbot“ Award

ARD-Reporterin Valeska Homburg war die Erste, die sich diese Woche einen RĂŒffel fĂŒrs Lachen einhandelte. Nach Thomas MĂŒller hat sich nun auch Augsburg-Keeper RafaƂ Gikiewicz als Feind des Lachens offenbart. Zumindest nach Niederlagen. „Wir verlieren 0:2 in Bremen, ein wichtiges Spiel, und die lachen jetzt auf dem Platz nach dem Abpfiff. Das kann ich nicht akzeptieren, das geht nicht“, polterte der Pole nach Schlusspfiff am ‚Sky‘-Mikrofon. 1992 war KĂŒssen verboten, jetzt hat’s das Lachen erwischt.


Der „Einstein/Montenegro“ Award

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“, hat angeblich Albert Einstein gesagt. Dabei wissen alle, dass das Zitat eigentlich auf Vaas Montenegro zurĂŒckgeht. Aber egal. Beim BVB sollten sie sich fragen, wie lange sie noch Marco Reus zum Elfmeterpunkt schreiten lassen wollen. Der Dortmunder KapitĂ€n hat nĂ€mlich – einschließlich seines Fehlschusses gegen Mainz – seine vergangenen beiden StrafstĂ¶ĂŸe verschossen. Sollte das noch ein drittes Mal passieren, wĂ€re das auf jeden Fall wahnsinnig. Also wahnsinnig blöd.


Der „Ehrliche Haut“ Award

Fehler zu machen ist keine schöne Angelegenheit. Fehler einzugestehen wohl eine noch weniger schöne. Von daher darf man Dr. Felix Brych nach diesem Spieltag schon lobend erwĂ€hnen. Der Referee gestand nach dem strittigen Elfmeterpfiff fĂŒr den VfB beim 2:2 gegen Gladbach ein, die zu bewertende Szene auch auf dem Bildschirm nicht voll ĂŒberblickt zu haben. „Der Kontakt unten ist uns leider verborgen geblieben“, so Brych mit Blick Kalajdzics Stolpern ĂŒber die FĂŒĂŸe von Mitspieler Waldemar Anton. „Heute kann Stuttgart mit dem Elfmeter glĂŒcklich sein.“ So ehrlich muss man erstmal sein.


Der „MĂŒller vs. MĂŒller“ Award

Thomas MĂŒller und Freiburg-Schlussmann Florian MĂŒller sind – unseres Wissens nach – keine Eheleute, die sich nach der Scheidung im Kampf um das Sorgerecht fĂŒr ihren gemeinsamen Sohn Billy befinden. Ein spannendes Duell lieferten sich die Namensvetter am Sonntagnachmittag trotzdem, mit dem besseren Ausgang fĂŒr Thomas
 MĂŒller. Der bereitete nĂ€mlich nicht nur das 1:0 durch Lewandowski vor, sondern erzielte spĂ€ter auch den 2:1-Siegtreffer. Ob’s auch hierfĂŒr fĂŒnf Oscars gibt? Wohl kaum, aber aus Bayern-Sicht immerhin drei Punkte.


Der „Home Is Where The Heart Is“ Award

Luka Jović hat nur ein Spiel fĂŒr Eintracht Frankfurt gebraucht, um exakt dieselbe Menge an Toren zu erzielen, die ihm in 21 La Liga-Partien fĂŒr Real Madrid gelungen sind – nĂ€mlich zwei.

Besonders beim ersten Treffer des Serben und der dabei zur Schau gestellten Schusstechnik musste man sich unweigerlich fragen, wie der Kerl bei den Königlichen so krachend scheitern konnte. Aber Heimat ist eben kein weißes Trikot oder ein Kontostand, sondern ein GefĂŒhl. Und das muss bei Jović offensichtlich gut sein, damit es mit dem Toreschießen klappt. So wie in Frankfurt eben.