🏅Buli-Awards: Bellingham setzt Duftmarke, RB-Boss triggert inneren Hoeneß | OneFootball

🏅Buli-Awards: Bellingham setzt Duftmarke, RB-Boss triggert inneren Hoeneß

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Auch das zweite Wochenende der neuen Saison verging wie im Flug. Wir schauen deshalb mit unseren Bundesliga-Awards noch einmal, was denn da eigentlich los war. Hier kommen die Tops und Flops zum Spieltag.

Der „Zeitgefühl“-Award

Als Sadio Mané gestern den Ball nach 20 Minuten ins Wolfsburger Tor geköpft hatte, mussten alle erst einmal warten. Nach offenbar sehr gründlicher Rücksprache mit dem VAR nahm Schiedsrichter Harm Osmers das Tor dann zurück. Julian Nagelsmann schätzte die Zeit, die dabei draufging, auf fünf Stunden und 34 Minuten.

Doch hatte er damit Recht? Dauerte es wirklich 5:34 h, bis das Tor schließlich aberkannt wurde? Ja, absolut! Und zwar gefühlte fünf Stunden und 34 Minuten, die wahrscheinlich jeder im Stadion oder vor dem Fernseher genauso gefühlt hat. Das Zeitgefühl Nagelsmanns spricht da jedem Fußballfan aus der Seele.


Der „Raus aus dem Bruch“-Award

Für den FC Augsburg und seine Anhänger war ein Duell mit Bayer Leverkusen bislang wahrlich kein Spiel, welches mit großer Vorfreude im Kalender rot markiert wurde. Das lag vor allem daran, dass es für die Fuggerstädter in der Bundesliga-Historie gegen die Werkself noch nie einen Sieg gab. Das hat der FCA mit dem neuen Trainer Enrico Maaßen nun endlich geschafft. Und dann auch noch in Leverkusen. Der Bann ist also gebrochen! Oder wie die Generation Youtube sagt: „Endlich raus aus dem Bruch“.


Der „Dreipunktepasch zur rechten Zeit“-Award

Hoffenheim wartete zehn Bundesliga-Duelle auf einen Sieg. Über fünf Monate blieb den Kraichgauern ein Dreier verwehrt. Gegen den VfL Bochum sah es für die Mannschaft von André Breitenreiter nach 13 Minuten nach der nächsten Pleite aus. Simon Zoller schnürte den Blitz-Doppelpack. Aber die Würfel waren diesmal noch nicht gefallen. Die TSG kämpfte sich zurück und konnte die Partie durch Joker Munas Dabbur sogar komplett drehen. Der Angreifer aus Israel checkte bei seinem Torjubel lieber nochmal. Es war zwar kein Kniffel, aber dafür ein Dreipunktepasch.


Der „Mariechen, lass mich ma‘ riechen“-Award

Jude Bellingham ist trotz seines jungen Alters schon jetzt ein unfassbar guter Fußballer. Um nach dem Spiel sein Trikot zu ergattern, würden Fans wohl so manche Grenzen überschreiten. Aber muss das sein, wenn man es dann tatsächlich in die Finger kriegt?


Der „Innere Uli Hoeneß“-Award

Um den Leipziger Start in die Saison in Worte zu fassen, kann man es ganz nüchtern mit Domenico Tedesco halten und von einem „Fehlstart“ sprechen.

Man kann aber natürlich auch mit laut platzendem Kragen zum Rundumschlag ausholen und so richtig den inneren Uli Hoeneß rauslassen. So wie Oliver Mintzlaff.

„Es ist ein beschissener Start mit zwei Punkten aus zwei Spielen. Wir haben erwartet, dass wir die beiden Spiele gewinnen. Das muss mit dem Kader unser Anspruch sein,“ wird der erboste RB-Boss von der ‚Bild‘ zitiert. Außerdem sei die Restverteidigung der Leipziger „nicht bundesliga-tauglich“ gewesen, man habe keine 100 Prozent gegeben und Dominik Szoboszlais Platzverweis habe „auch was mit Überheblichkeit zu tun“.

Und weil das alles noch nicht genug ist, wolle man ja auch wieder in die Champions League und habe jetzt schon vier Punkte Rückstand. Auweia.


Der „Patzer im Promillebereich“-Award

Einige Bundesliga-Keeper leisteten sich am zweiten Spieltag folgenschwere Fehlgriffe. Ob Bochums Riemann, Schalkes Schwolow oder Kölns Stammkeeper Marvin Schwäbe. Die Fehlerquote erschien am vergangenen Wochenende ungewöhnlich hoch. Letzterer sorgte zudem unfreiwillig dafür, dass Timo Werner bei seiner Bundesliga-Rückkehr direkt zu einem Treffer kam. Es war eventuell sogar das unwahrscheinlichste Tor seiner Karriere.

Die Erfolgschance bei dem Schussversuch aus 27 Metern lag statistisch bei 2,1 Prozent. Ein derart unwahrscheinliches Tor ärgert Schwäbe und den FC sicher gleich doppelt. Ohne diesen Patzer im Promillebereich hätte es unter Umständen zu einem Sieg gegen Leipzig gereicht.