🏅Buli-Awards: Bayerns neuer Einheizer, Clusterf***-Timing für den Effzeh | OneFootball

🏅Buli-Awards: Bayerns neuer Einheizer, Clusterf***-Timing für den Effzeh

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Matti Peters

Das Warten hat sich gelohnt. Der Bundesliga-Auftakt hat nicht enttäuscht und zahlreiche Geschichten geliefert. Bayern hat einen neuen Capo, in Frankfurt bekam der Hype einen herben Dämpfer, Modeste sorgt für schlechte Laune in Köln und Wolfsburg bekommt von Werder sicher keine fünf Sterne für ihre Gastfreundschaft. Das sind die Tops und Flops zum ersten Bundesliga-Spieltag.

Die Tops des Spieltags

Der „Bayerns neuer Capo“- Award

Eine knappe halbe Stunde hat sich Sadio Mané bei seinem Bundesliga-Debüt die ganze Sache ein bisschen angeguckt und dann entschieden sein Debüttreffer zu erzielen. Ein sehenswerter Kopfball. Bayerns Fans ganz angetan von ihrem Neuzugang. Für Legendenstatus ist es natürlich viel zu früh, aber mit seinem Besuch im Fanblock nach dem Spiel hat er schon mal für die Basis gesorgt. Mit dem Megafon auf dem Zaun. Mané gibt nicht nur auf dem Platz einen guten Capo ab.


Der „Unüberwindbar“-Award

Edmond Tapsoba ist eigentlich gelernter Verteidiger. Für Bayer Leverkusen musste er für die letzten Momente im Spiel gegen Borussia Dortmund aber mal zur Abwechslung die Handschuhe überstreifen und zwischen die Pfosten. Stammkeeper Lukáš Hrádecký sah kurz zuvor die Rote Karte. Beim anschließenden Freistoß von Marco Reus waren alle Augen auf Tapsoba gerichtet. Doch der BVB-Kapitän verzog seinen Versuch deutlich. Man könnte aber auch sagen: Bayers Aushilfstorhüter guckte den Ball gekonnt deutlich übers Tor. Unüberwindbar eben.

Der „Ehrlich währt am längsten“- Award

Mit der Wahrheit ist es so eine Sache. Sie kann ziemlich wehtun, sie kann aber auch für große Sympathiepunkte sorgen. Im Fall von Kevin Stöger und seinem Traumtor gegen Mainz ist es vermutlich eine Zwischenform. Der Bochumer nahm im Duell mit den Nullfünfern Maß und versenkte den Ball sehenswert und im hohen Bogen im Kasten von FSV-Keeper Robin Zentner. Der guckte ziemlich bedröppelt aus der Wäsche. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Clou: Torschütze Stöger ebenfalls nicht. Das war so nicht geplant: „Es war eine Flanke. Da ist es mir im Endeffekt aber scheiß egal, ich bin froh, dass er rein ist“, sagte der Mittelfeldspieler bei ‚Sky‘.


Die Flops des Spieltags

Der „Clusterf***-Timing“-Award

Wenn man kurz vor dem Auftakt in der Bundesliga seinen besten Torjäger der Vorsaison verliert, dann ist die Laune natürlich im Keller. Im Fall von Anthony Modeste hat das sogar einen noch bitteren Beigeschmack. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass der Franzose den Geißböcken nach einer starken Saison den Rücken kehrt. Nach der 25-Tore-Spielzeit und der Europa-League-Quali 2016/17 zog es ihn schon für das große Geld nach China.

Der FC holte ihn Jahre später zurück aus der Versenkung, unter Baumgart erlebte Modeste nochmal eine Leistungsexplosion. Kölns Cheftrainer ist wie viele Anhänger bedient: „Jeder kann sich vorstellen, dass das für uns vom Zeitpunkt her grenzwertig und bedenklich ist“, so der 50-Jährige im Interview bei ‚DAZN‘.


Der „Nicht so feine Gastgeber“-Award

Zahlreiche Werder-Fans sind vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg aus Protest wieder nach Bremen gereist, weil sie die Durchsuchungen und Personalienbestimmungen der Beamten am Wolfsburger Hauptbahnhof als unverhältnismäßig empfunden.

Nach den Verantwortlichen von Werder Bremen hat auch Wölfe-Boss Jörg Schmadtke mit deutlichen Worten das Vorgehen der Wolfsburger Polizei gegen Fans von Werder kritisiert.

„Wenn diese Gangart der Beamten Standard ist, stellt das für mich die gesamte Polizeiarbeit infrage. Es kann doch nicht sein, dass die Polizei eingreift, bevor du überhaupt etwas getan hast“, sagte der Manager der ‚Wolfsburger Allgemeinen Zeitung‘. „Ich habe mir die Bilder von dem Einsatz angesehen. Ich bin bestürzt. Das ist eine Blamage für den Fußball-Standort Wolfsburg.“

Noch bei Vorbesprechungen zu Wochenbeginn war die Partie bezüglich der Sicherheitslage noch in die niedrigste Kategorie eingestuft worden.


Der „Viel Hype und dann Schall und Rauch“-Award

Eintracht Frankfurt ist als Europa-League-Sieger und mit dem Transfer von Mario Götze in den vergangenen Wochen auf einer waschechten Euphoriewelle geritten. Der Auftakt im DFB-Pokal gegen Magdeburg war vielversprechend, in den Saisonprognosen wurde der SGEuropa vielerorts sogar ein Platz in den Top vier zugetraut. Das kann selbstverständlich auch immer noch klappen. Allerdings kassierte die Mannschaft zum Ligaauftakt eine herbe 1:6-Heimpleite gegen den FC Bayern.

Man könnte behaupten, dass das vor allem an dem furiosen Auftritt des Rekordmeisters lag. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei der SGE noch nicht viel zusammen lief. Schall und Rauch gab es zwar auch auf den Rängen, vor allem aber auf dem Platz im Trikot der Eintracht.